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Urlaub in Las Vegas – die Hauptstadt des Glücksspiels

Lust auf ein Spiel? Fotos: Las Vegas Convention & Visitors Authority

Lust auf ein Spiel? Fotos: Las Vegas Convention & Visitors Authority

Las Vegas ohne Roulette-Tische und einarmige Banditen wäre undenkbar. Die Stadt in der Wüste Nevadas ist wohl die bekannteste Spielerstadt der USA. Zwar macht das Glücksspiel heute nicht mehr die größten Einnahmen aus, doch die Spieler-Tempel in Las Vegas können sich immer noch sehen lassen.

 

Die Geschichte des Spielerparadieses beginnt mit der Gründung im Jahr 1905, nachdem hier zuvor Indianer und Mormonen gesiedelt hatten. Mit der Gründung begann der Aufschwung der Stadt, in der sich zunächst Arbeiter der nahe gelegenen Blei- und Silberminen ansiedelten. Der Bau des Hoover-Staudamms von 1931-35 brachte weitere Arbeiter in die Wüstenstadt. Bei den Arbeitern handelte es sich größtenteils um ledige Männer, die sich nach einem harten Arbeitstag vergnügen wollten. So entstand nach und nach das Vergnügungsparadies Las Vegas, das mit der Legalisierung des Glücksspiels 1931, einen weiteren Aufschwung verzeichnete.

 

Immer mehr edle Hotels und pompöse Spielpaläste schossen wie Pilze aus dem Boden. Die Besitzer waren nicht selten Mafiosi, die die Kasinos zur Geldwäsche nutzten. So auch Benjamin „Bugsy“ Siegel, der 1946 das Edel-Kasino „Flamingo“ eröffnete. Stargast bei der rauschenden Eröffnungsfeier war kein geringerer als Frank Sinatra. Der Kasinobesitzer konnte jedoch nicht lange vom Erfolg seines Kasinos zehren, denn bereits kurz nach der Eröffnung wurde er im Auftrag seiner „Geschäftspartner“ erschossen.

 

Einarmige Banditen stehen überall

Einarmige Banditen stehen überall

Der Auftritt Sinatras zeigte Wirkung. Ab den 1950ern kamen immer mehr Stars nach Las Vegas und vergnügten sich in der „Sin City“ ausgiebig beim Glücksspiel. Neben Sinatras „Rat Pack“ (Frank Sinatra, Sammy Davis Jr., Dean Martin und weitere Showgrößen) verlieh auch Elvis der Stadt Glanz und Glamour und setzte ihr mit dem Song „Viva Las Vegas“ ein Denkmal.

 

2005 feierte die Stadt Las Vegas ihren 100. Geburtstag und ließ es dabei ordentlich krachen. Auch das Glücksspiel konnte 2006 bereits sein 75-jähriges Jubiläum verzeichnen. Die Auswahl an Kasinos ist hier schier unendlich. Einige der bekanntesten sind das Bellagio, Ceasar's Palace und das MGM Grand, in denen an einarmigen Banditen, Roulette- und Black Jack-Tischen ausgiebig gezockt werden kann. Der Jahresumsatz der Kasinos beträgt rund acht Milliarden Dollar pro Jahr.

 

Die meisten der großen Kasinos und Hotels befinden sich am Las Vegas Boulevard, auch „Strip“ genannt. Bis Mitte der 70er Jahre konzentrierte sich das Glücksspiel auf der Freemont Street. Die Gegend drohte mit der wachsenden Bedeutung des „Strips“ zu verfallen, doch eine geniale Idee brachte die Lösung: Kurzerhand wurde die Straße überdacht und zwar mit einer Metallkonstruktion, die mehr als 12 Millionen LED-Lampen beleuchten. Seitdem lockt die „Fremont Street Expierence“ zum Freiluft-Erlebnis mit Straßenkünstlern, Konzerten, Restaurants und natürlich: Kasinos.

 

Daniela Hesse


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