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Tías - Lanzarote
Früher ein kleines Bauerndorf im Südosten Lanzarotes, ist Tías heute ein freundliches Städtchen, dessen hübsche, inseltypische Kirche San Antonio aus dem 17. Jahrhundert den Ortskern schmückt. Auch wenn es kein spektakuläres Touristenziel ist, das von Massen überlaufen wird, ist es ein netter Ort mit seiner Hibiskus und Palmen bestandenen Hauptstraße, in dem Selbstversorger günstig Urlaub machen können.
Tías bedeutet im Spanischen "Tanten" und stammt von den unverheirateten Tanten des Gouverneurs von Gran Canaria: Doña Francisca und Doña Hernán Fajardo. Irgendwann schliff sich dann der Familienname aus Tías de Fajardo ab, so dass nur noch "Tanten" übrig blieb.
Im 18. Jahrhundert lebte man in der Gemeinde unter anderem vom Export des Salzkrauts (barrilla), das in fermentierter Form der Seifenproduktion diente.
In Puerto del Carmen dagegen, der anderen Stadt dieser Region war durch die Küstenlage natürlich Fischfang der wichtigste Wirtschaftszweig. Mittlerweile stellt der Ort, der auch als La Tiñosa bekannt ist, den Haupt-Anziehungspunkt für Touristen auf der ganzen Insel dar.
Sehenswürdigkeiten in Tías
Typisch für die Architektur der Insel sind die beiden Kirchen Nuestra señora de la Candelaria von 1796 und die Iglesia de San Antonio. Das weiße, mit schwarzem Lavastein geschmückte Gebäude der letzteren wurde bereits im 17. Jahrhundert errichtet und zeitweise als Pfandleihhaus genutzt.
Am ersten August-Sonntag wird jedes Jahr gefeiert in Tías: Zusammen mit La Candelaria am zweiten Februar stellt die Fiesta del Carmen die wichtigste Feier der Gemeinde dar. Sie wird zu ehren der heiligen Jungfrau del Carmen abgehalten, welche als Schutzpatronin der Seefahrer traditionellerweise in ein Boot verladen wird.

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