KANARISCHE INSELN - URLAUB AUF LA GOMERA

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La Gomera - Urlaub für Taucher, Wanderer und Ruhesuchende

Blick auf San Sebastián de la Gomera

Blick auf San Sebastián de la Gomera. Fotos: Hans-Joachim Franzen

Inseln sind ganz besondere Urlaubsziele, jede hat ein anderes Image, welches sich in den letzten Jahrzehnten gebildet hat. Während die Kanaren vor fünfundzwanzig Jahren noch ein Urlaubsziel für Besserverdienende waren, sind sie heute für viele Menschen erschwinglich und werden jedes Jahr von zig Millionen Menschen besucht.

Im Gegensatz dazu stand La Gomera nie für Urlaub von der Stange, sondern war zuerst eine Insel für Aussteiger, Hippies und Lebenskünstler. Sogar verschiedene Sekten und merkwürdige Kommunen machten sich hier breit.

 

Heute ist La Gomera eine Insel für Aktivurlauber und immer noch für Lebenskünstler. Der Urlaub ist teurer als auf den Nachbarinseln, die Bettenzahl begrenzt und vor allem Erholungssuchende mit einem höheren Einkommen steuern die Insel an.

 

Im Nationalpark von La Gomera

Im Nationalpark von La Gomera

Vor allem Taucher mögen die Insel. Die Unterwasserflora ist zwar auf den ersten Blick nicht so bunt wie im Roten Meer oder im Indischen Ozean, aber die Fauna überzeugt auch anspruchsvolle Hobbytaucher. Verschiedene Hai- und Rochenarten, kleine und große Barracudas, diverse Jackarten, Brassen, Barben und viele weitere Fischarten, als Einzelgänger oder im Schwarm, bringen auch den versierten Taucher zum Staunen.

 

Wer lieber im Trockenen bleibt, der ist oft beim Wandern in luftigen Höhen zu finden. Im Gegensatz zu unseren deutschen Urlaubsinseln sind alle kanarischen Inseln Vulkaninseln. Ein großer Teil der Inselflächen liegt hoch über dem Meeresspiegel, La Gomeras höchster Punkt beispielsweise ist 1487 Meter hoch. Und so liegen die Wanderwege meist in Regionen oberhalb von 1000 Metern, oft in oder in der Nähe des Nationalparks.

Wandern im Nationalpark Garajonay im Zentrum von La Gomera

Blick vom Hotel Jardin Tecina auf Playa Santiago

Blick vom Hotel Jardin Tecina auf Playa Santiago

Ein Besuch im Nationalpark Garajonay ist ein "Muss" bei jedem Urlaub auf La Gomera. Der Park im Zentrum der Insel besteht aus einem Erika-Lorbeermischwald und nimmt mit knapp 4.000 Hektar Fläche etwa zehn Prozent der Insel ein. Insgesamt fünf Lorbeerarten wachsen hier zu großen Sträuchern und Bäumen heran und auch der Erika hat mit unserem Gartengewächs wenig zu tun.

 

Das Erikagewächs, auch Baumheide genannt, kann immerhin bis zu 25 Metern Höhe erreichen. Eine Besonderheit sind die zahlreichen Flechten und Moose an den Bäumen. Zusammen mit den Passatwolken, die oft für Nebel gehalten werden, entsteht so eine angenehm geheimnisvolle, mystische Atmosphäre. An den Flechten kondensiert die Feuchtigkeit der Wolken und versorgt La Gomera mit zwei Dritteln der jährlichen Feuchtigkeitsmenge. Das übrige Drittel sind Regenfälle, die meist nur im Oktober und März fallen.

Wellness pur

Blick ins Valle Gran Rey

Blick ins Valle Gran Rey

Die Flechten und Moose fangen nicht nur die Feuchtigkeit der Passatwolken auf, sondern reinigen auch die Luft. Mit Fug und Recht kann man Wandern im Nationalpark als Wellness pur bezeichnen. So ist es kein Zufall, dass Wanderungen im Nationalpark immer beliebter werden. Die markierten Wege und gutes Kartenmaterial machen die Orientierung leicht. Zu Beginn des Urlaubs könnte eine Visite im Besucherzentrum stehen. Dort bekammt man alle nötigen Informationen über Flora und Fauna, über Wanderwege und Aussichtspunkte.

 

Eine Besonderheit auf La Gomera ist die die Pfeifsprache Silbo. Diese Art der Gomeros, sich über weite Entfernungen hinweg zu verständigen ist auf der Welt einzigartig.

 

Hotelempfehlung: Parador de la Gomera in San Sebastian de la Gomera.


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