KANARISCHE INSELN - URLAUB AUF LA GOMERA
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La Gomera - mystische Wolkenwälder, Dörfer an Basalthängen und eine Hauptstadt (Tag 2)
Am nächsten Tag wollten wir verschiedene Aussichtspunkte im Norden La Gomeras besuchen, um einen Überblick über die Landschaft dort zu bekommen. Allerdings hingen die Wolken noch niedriger als sonst, wir konnten nur wenige Meter weit schauen. So konnten wir nur das Volkskundemuseums Juego de Bolas besuchen. Es liegt im Norden des Nationalparks und besteht aus einem Botanischen Garten und einem Museum mit interessanten Informationen zur Geologie, zur Flora und Fauna der Insel.
Wir nutzten wie am Vortag den Besuch im Nationalpark für eine kleine Wanderung durch den "Wolkenwald". Es war noch "nebliger" und geheimnisvoller als am Vortag, aber auch etwas kühler und feuchter.
Agulo - hübscher Ort zwischen Meer, Bananenplantagen und einer Basaltklippe
Danach ging es über Serpentinenstraßen langsam zur Gemeinde Agulo. Agulo ist ein ruhiger, sympathischer Ort, ohne hässliche Neubauten, ist aber auch kein Museums- oder Touristendorf. Kein Wunder, Tagesbesucher sieht man zwar des öfteren, aber Urlaub macht hier kaum jemand, da nur wenige Privatunterkünfte zur Verfügung stehen. Kultureller Mittelpunkt ist das Rathaus und die daneben liegende Kirche Iglesia de San Marcos.
Optischer Mittelpunkt, zwischen dem nördlichen und südlichen Ortsteil gelegen, ist witzigerweise ein Fußballplatz mit Kunstrasen, einem unbestellten Acker daneben und einigen Ziegenställen am Rande.
Ansonsten schweifte der Blick bei unserem Spaziergang immer wieder entlang der steilen Basaltklippe, vorbei an Bananenfeldern über die Küste bis zum Meer: einfach schön, fast etwas südamerikanisch anmutend.
San Sebastián de La Gomera - Inselhauptstadt mit Blick auf den Teide
Recht schnell waren die Vormittagsstunden vorbei gegangen, wir brachen so langsam vom Nordteil der Insel zur Inselhauptstadt San Sebastián im äußersten Westen La Gomeras auf.
Oberhalb des Ortes, im Ortsteil La Lomad war für uns im Parador de la Gomera ein Tisch reserviert. Nach einem leckeren Menü bestehend aus diversen Tapas, Gemüsevelouté, frischem Fisch und Dessert besichtigten wir das 1974 erbaute Haus mit seiner großzügigen Gartenanlage und Swimmingpool. Hier lässt sich sicherlich wunderbar Urlaub machen. Man könnte in Ruhe entspannen, etwas lesen und dabei einen Blick über die Küste und die kleine Inselhauptstadt werfen.
Wir aber wollten nicht nur einen Blick von oben auf San Sebastián werfen, sondern auch dort etwas spazieren gehen. Als erstes besuchten wir den Torre del Conde, das älteste Gebäude der Insel. Der Torre del Conde (Grafenturm), immerhin 15 Meter hoch, wurde zwischen 1447 und 1450 erbaut und diente der Verteidigung der Eroberer gegen die Guanchen, die Ureinwohner La Gomeras.
San Sebastián strahlt den Charme eines subtropischen Provinzstädtchens aus. Das Leben spielt sich rund um die Calle Real, die Haupteinkaufsstraße ab und auch am Hafen herrscht tagsüber eine gewisse Geschäftigkeit. Der allgemeiner Treffpunkt ist die Plaza de las Américas, ein Platz zwischen Hafen und Innenstadt.
Es wurde langsam schon wieder dunkel und so machten wir uns auf den Weg zurück ins Hotel nach Playa de Santiago an der Südküste.



