ITALIEN - URLAUB IM PIEMONT
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Turin in 48 Tagen - Urlaub in der Kulturstadt am Po
Ein Spaziergang durch die fazinierende Stadt in Piemont. Turin beeindruckt mit Barockpalästen, Jugendstilbauten und Arkadenstrassen. Ob Palazzo Madama oder Mole Antonelliana, zu entdecken gibt es einiges. Ein wahrer Genuß in 48 Stunden - los gehts mit einem Cappuccino.
1.Tag
Vormittags:
Nach einem Frühstück mit Cappuccino und Brioche beginnen wir unseren Rundgang im historischen Herzen der Stadt: Piazza Castello.
Mitten auf dem Platz sieht man den imposanten und bezaubernden Palazzo Madama, eine königliche Residenz, deren westliche Fassade von Filippo Juvarra geplant wurde. Im Palast findet man heute das Stadtmuseum für Alte Kunst mit einer wunderschönen regionalen Sammlung von Gemälden, Gobelins und Tonwaren. An der linken Seite des Platzes, gleich nach dem eisernen Gittertor des Pelagio Pelagi, erreicht man den Königspalast. Im Außenflügel findet man das Museum der Armeria Reale (Zeughaus), wo man eine der schönsten Waffensammlungen Europas besuchen kann. Dem Zeughaus gegenüber kann man die barocken Architekturen der schwindelerregenden Kuppeln von San Lorenzo und von der Kapelle des Grabtuches bewundern.
Wenn man die Arkadengänge an der Seite des Platzes nimmt (Richtung Po), erreicht man das Königliche Theater, ein Tempel der Opernmusik, das nach dem Brand des Jahres 1936 auf den Aschen des alten Theaters von Benedetto Alfieri wiederaufgebaut wurde. Dank den 18 Kilometern von Arkadengängen aus der barocken Zeit ist das Bummeln in der Altstadt ein wirkliches Vergnügen. Ganz typisch ist Via Po, wo die Arkaden an der linken Seite ununterbrochen sind: diese Seite der Straße war eigentlich diejenige des königlichen Spazierganges.
Bummelnd in der Nähe der Via Po, kommt man zu einem Wahrzeichen Turins, d.h. zur 167,5 Meter hohen Mole Antonelliana. Das Gebäude zählt man zu den höchsten Mauerwerken der Welt und die Mole ist heute zum neuen Sitz des Nationalmuseums der Filmkunst geworden. Nach der Besichtigung des Museums lohnt es sich, den Lift zu nehmen, um das wunderschöne Panorama der Stadt von oben zu genießen.Nach dem Museum kommen wir zu einem der schönsten Plätzen in ganz Turin: Piazza Vittorio. Suggestionvoll ist die Aussicht auf die Turiner Hügel, gerade hinter der großartigen Kirche "Gran Madre".
Nightlife in Turin - Murazzi & leckere Drinks
Nachmittags:
Am Ufer des Flusses Po findet man zahlreiche Lokale zum Essen bis zum Parco del Valentino: mit seinen 550.000 Quadratmetern ist dieser Park eine Art grüne Lunge der Stadt am linken Ufer des Po. Hier liegt das Castello del Valentino, ein Schloß, das im 16. Jahrhundert gebaut und später nach dem Muster der französischen königlichen Residenzen renoviert wurde. Heute ist das Schloß zum Sitz der Fakultät von Architektur geworden. Nebenan kann man den interessanten botanischen Garten besuchen.
Hier im Grünen kann man ein Fahrrad mieten und bis zum Mittelalterlichen Dorf und zur Burg fahren; das Dorf wurde im Jahre 1884 als Vorbild von einer mittelalterlichen Siedlung gebaut. Drinnen ist die Multimedia-Führung zu empfehlen; durch Geschmäcke, Düfte und Geräusche werden Sie die Atmosphäre der Vergangenheit spüren. Immer am Po entlang findet man das Nationalmuseum des Automobils "Carlo Biscaretti di RufTia" und danach die Hallen, die für die hundertjährige Gedenkfeier der italienischen Einheit gebaut wurden (1961).
Unter anderem findet man den Ausstellungspalast (als "Segelpalast" nach seiner Gestalt bekannt) und den von Pier Luigi und Antonio Nervi geplanten Palast der Arbeit. Endlich muß man eine kurze Zeit den ehemaligen FIAT-Werken von Lingotto widmen, die 1914-16 von Giacomo Matte Trucco mit der berühmten Teststrecke auf dem Dach geplant wurden; das Gebäude ist heute zu einem Messegelände mit Auditorium (Renzo Piano, 1994) geworden und wird z.B. für die Automobil- und die Buchmessen benutzt. Drinnen findet man sogar das elegante 4-Sterne-Hotel "Le Meridien".
In der Nacht:
Der Höhepunkt der Nacht in Turin sind die Murazzi, große Flußmauern am Po, die in der Nähe der Piazza Vittorio Veneto zu finden sind. Zahlreich sind dort die Lokale: vom eleganten Pier 7-9-11 bis zur Technomusik im Jammin. Doctor Sax bietet einen gemütlichen Empfang an.
2. Tag
Vormittags:
Via Roma, Herz und Wahrzeichen der Stadt. Die elegante Arkadenstraße, wo man die exklusivsten Geschäfte und all die großen Namen der Mode findet, führt bis Piazza San Carlo, d.h. zu einem der elegantesten und mehr szenischen Plätzen der Stadt, zum sogenannten "Empfangssalon Turins". An einer Seite wird der Platz von den zwei Zwillingkirchen San Carlo und Santa Cristina begrentzt. Den Kirchen gegenüber, vom anderen Ende des Platzes, beginnen Via Santa Teresa mit der gleichnamigen Kirche und Via Maria Vittoria. An der linken Seite sieht man die typische Kirche San Filippo Neri, d.h. die größte Hallenkirche der Stadt.
Ein wenig weiter kommt man zum Palast der Akademie der Wissenschaften, wo man die berühmtesten Museen der Stadt besichtigen kann: die Savoyer Galerie und das Ägyptische Museum, das zweitgrößte in der Welt nach dem Museum von Kairo; über 30.000 Stücke erzählen Geschichte, Kunst, Religion und Alltagsleben der Pharaonen. Unter den zahlreichen Schätzen kann man hier die Statue von Ramses II bewundern.
Ganz in der Nähe, auf Piazza Carignano, liegt Palazzo Carignano, ein barockes Meisterwerk des Architekten Guarini, wo die Könige Carlo Alberto und Vittorio Emanuele II gewohnt haben. Die Geschichteliebhaber wissen sicherlich, dass Turin die erste Hauptstadt Italiens gewesen ist. Hier im Palast muß man deswegen eine obligatorische Pause machen, um das Museum des Italienischen Risorgimento zu besuchen. Verpassen Sie nicht den Saal des ersten Subalpinischen Parlaments und das mit den Originalmöbeln neu gebildete Arbeitszimmer von Camillo Benso di Cavour.
Und jetzt zum Essen! Alle Restaurants der Innenstadt geben heutzutage die Möglichkeit, ein leichtes und schnelles Essen zu bekommen. Suchen Sie nach einem ausgesuchten Milieu? Dann nehmen Sie Platz im prachtvollen Saal von einem historischen Cafe. Verpassen Sie nicht die Cafes San Carlo und Torino.
Shopping & Kultur
Nachmittags:
Nach dem Essen könnte man einen angenehmen Bummel in der Fußgängerzone machen, die mit der 962 Meter langen Via Garibaldi beginnt und in den Parallel- und Querstraßen weitergeht. In diesem Stadtviertel findet man die ältesten Kirchen und die typischen Orte des Volksglaubens: ein wenig weiter die Kirche SS.Trinità und rechts die Kirche Corpus Domini.
Nicht weit findet man die typische Piazza delle Erbe: der Namen dieses Platzes kommt aus dem alten Gemüsemarkt. Nimmt man Via Milano und so erreicht man den bunten und multiethnischen Markt Porta Palazzo; daneben, in den engen Gaßen von Borgo Dora, organisiert man samstags und sonntags den berühmtesten Flohmarkt der Stadt, den sogenannten Balön. Wenn man zur Via Garibaldi zurückkehrt, kann man mehrere Paläste des 18. Jahrhunderts besuchen; unter anderen Palazzo Barolo, der am Ende des 18. Jahrhunderts nach den Plänen von Benedetto Alfieri renoviert wurde.
Ein Muss ist die Besichtigung des Museums des Grabtuches und des Heiligtums der Consolata (Maria Trost), wo die Turiner ihre Schutzpatronin verehren. In dieser Kirche haben die Architekten Guarino Guarini, Filippo Juvarra und Carlo Ceppi gearbeitet.
In der Nacht:
Die Zone als Fornelletti bekannt, zwischen Via Sant Agostino und Via delle Orfane im alten römiscen Stadtviertel Turins, ist heute zu einem modischen Treffpunkt geworden. In diesen alten Fußgängergaßen sind Restaurants regionaler, internationaler und ethnischer Küche entstanden; hier findet man auch literarische Cafes, wo man an einer Vorstellung teilnehmen kann, marokanische Cafes, wo man Minztee mit kleinen Süßigkeiten nippen kann, Tapas Bars, typische Weingeschäfte und multiethnische Lokale.





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