ITALIEN - URLAUB IN DER EMILIA ROMAGNA
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Emilia Romagna - das richtige Ziel für einen spannenden Kultururlaub
Hier ein Überblick über die wichtigsten Kulturstädte der Emilia Romagna neben Bologna:
Piacenza:
Die Stadt liegt an der Grenze zwischen der Emilia und der Lombardei. Hier hielt Marie Luise von Österreich in der Zeit des Herzogtums von Parma, Piacenza und Guastalla Hof, und hier wurde auch Papst Gregor X. geboren. Herausragend sind der Dom mit seiner romanisch-gotischen Architektur mit seinen Fresken und Bildern von Guercino, Procaccini und anderen Künstlern sowie der „Palazzo Gotico".
Parma:
Auch hier fällt einem spontan der namensgleiche und international bekannte Schinken ein - Kultur und Kulinarisches leben eben in der Emilia Romagna eng beieinander. 15 Millionen Rohschinken, 30.000 Tonnen Parmesankäse (Parmigiano Reggiano) und rund 500.000 Tonnen Nudeln werden hier jährlich produziert. 1545 wurde die Stadt Hauptstadt des Herzogtums der Farnese. Die darauf folgende künstlerische und urbanistische Blütezeit prägt Parma heute noch. Der Dom aus dem 12. Jahrhundert an der Piazza Duomo ist einer der wichtigsten Beispiele des romanischen Kirchenbaus der Po-Ebene. Der gotische Campanile mit der stattlichen Höhe von fast 64 Metern wurde 1294 hinzugefügt. Gerne verweist Parma auf seine Musiktraditionen und seine berühmtesten Söhne: Giuseppe Verdi, lldebrando Pizzetti und Arturo Toscanini.
Auch die Täler um Parma sind sehenswert: Zahlreiche Schlösser und Burgen laden zur Besichtigung ein. Im Jahr 2001 gedenkt Parma dem 100. Todestag von Giuseppe Verdi mit einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm übers ganze Jahr verteilt. Oper, Ballett, Musikfestivals, Theater, Kino, Ausstellungen und Forschungsprogramme rund um Kultur bieten dabei Kunstgenuss in mehreren Stilrichtungen.
Reggio Emilia und Ravenna
Reggio Emilia:
Die Stadt wurde bereits im 2. Jahrhundert vor Christus von den Römern gegründet. Ihre ältesten Bauwerke gehen auf das Mittelalter zurück. Ein wunderbares Monument aus den ersten Jahren des 17. Jahrhunderts ist die Basilica della Madonna della Ghiara mit Werken der bedeutendsten bolognesischen und emilianischen Künstlern der Zeit. Zur Region von Reggio Emilia gehört auch die trutzige Burg Canossa, die durch den „Gang nach Canossa" des deutschen Kaisers Heinrich V. berühmt wurde.
Ravenna:
Ravenna ist eine der großen italienischen Kunststädte, deren Vielfalt und Reichtum nicht in ein paar Worten zu erklären sind. Das ehemals letzte Bollwerk des weströmischen Reiches gilt heute als "Hauptstadt des Mosaiks". Im Inneren der Basilica San Vitale befinden sich polychrome Mosaike, die den Hof des Kaisers Justinian und der Kaiserin Theodora darstellen. Weitere Glanzstücke der Mosaikkunst sind das Mausoleum der Galla Placidia, die Kirchen Sant' Apollinare in Classe und Sant' Apollinare in Nuovo. Sehenswert auch die Taufkapellen "Neoniano" und "degli Ariani". Das weltliche und bürgerliche Zentrum der Stadt ist die Piazza del Popolo, im 15. Jahrhundert von den Venezianern angelegt. Dort befindet sich auch der Palazzo Comunale. Ein Fest für alle Sinne ist der Mercato Coperto (überdachter Markt) auf der Piazza Andrea Costa. Frische Teigwaren aus der Romagna, fang-frischer Fisch, Gemüse und Obst werden hier in der besonderen Atmosphäre einer historischen Markthalle dargeboten.
Ferrara, Rimini, Forli und Cesena
Ferrara:
Auch diese Stadt ist geprägt durch die Renaissance sowie ihren großen, kompakten Ortskern aus dem Mittelalter. Besonders eindrucksvoll sind das Castell der Este (14. bis 16. Jh.), der Palazzo dei Diamanti mit Bossenwerk aus 12.000 Steinen in Form von Diamantenspitzen oder auch der Palazzo Schifanoia. Berühmte Schriftsteller und Maler lebten in der Stadt, darunter Pisanello, Piero della Francesca, Van der Weiyden, Torquato Tasso, Ludovico Ariosto. Besonders reizvoll ist das Viertel "Adizione Erculea", eine perfekte kleine "Stadt in der Stadt", die von Biagio Rossetti erbaut wurde und die Renaissance in Reinform zeigt.
Forli und Cesena:
Die beiden Nachbarstädte sind nur 20 Kilometer voneinander entfernt und bilden die Hauptstädte der Provinz Forli-Cesena. Forli besitzt ein Straßengefüge aus dem Mittelalter, in dem elegante Palazzi aus dem 16. bis 18. Jahrhundert stehen, darunter der Palazzo Mangelli. Der Stolz von Cesena, einer Stadt, aus der drei Päpste stammen, ist zweifellos die Biblioteca Malatestiana, die im 15. Jahrhundert auf Anordnung der Malatesta-Familie eingerichtet wurde.
Rimini:
Die Stadt, gegründet 268 vor Chr., verbindet Monumente einer großen Vergangenheit mit moderner Touristik. Die Herrschaft der Familie Malatesta, die am Ende des 13. Jahrhunderts begann, entfachte eine rege Kunst- und Kulturtätigkeit. Sehenswert sind etwa der Augustusbogen (27 vor Chr.), die Tiberiusbrücke aus weißem istrischen Stein, der Malatestatempel (15. Jh.), ein Meisterwerk von Leon Battista Alberti, oder die Kirche Sant Agostino.



