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Krakau - Sehenswerte Großstadt im Süden Polens

Krakau ist eine Großstadt im Süden Polens mit mehr als 750.000 Einwohnern und mehreren Tausend Studenten.

Die erste amtliche Aufzeichnung Krakaus findet sich 965 nach Christus, in der von einer kleinen Siedlung auf einem Hügel berichtet wird. Bereits 35 Jahre später wird Krakau unter dem König Mieszko I zum Erzbistum der katholischen Kirche in Polen.

Vom elften bis zum 17. Jahrhundert war Krakau die Hauptstadt Polens, von wo aus die polnischen Könige über Polen herrschten. In der Mitte der Neunziger wurde die Stadt zum Weltkulturerbe von der UNESCO ernannt.

Die Stadt liegt 219 Meter über dem Meeresspiegel und umfasst eine Fläche von 327 Quadratkilometern.

Krakau ist eine Stadt, die bei Kultururlaubern und Shoppingfans immer beliebter wird.

Tagsüber kann man sich in eines der vielen Cafés rund um den Marktplatz oder in die kleinen Seitengassen der Altstadt setzen. Vorsicht: Bestell man in Krakau einen Kaffee und sagt nicht ausdrücklich bei der Bestellung, dass dieser aus dem Kaffeeautomaten sein soll, so bekommt man eine Tasse mit aufgebrühtem Kaffee bekommt, in dem sich der Satz auf dem Boden befindet,

ein Relikt aus der Zeit, als die Türken Europa besetzen wollten.

 

Wer einige Tage bleibt, der kann zudem die Berge der Hohen Tatra, die etwa zwei Autostunden entfernt liegen, kennenlernen.

Der Wawel - sagenumwobene Burganlage im Zentrum Krakaus

Der Burgkomplex ist eins der wichtigsten Wahrzeichen von Krakau. Er ist auf einem Kalkhügel im Zentrum gelegen und war früher die Stammresidenz der polnischen Königsgeschlechts der Piasten.

 

Von hier aus wurden die Geschicke Polens über sechs Jahrhunderte geleitet, denn wie bereits erwähnt war Krakau Polnes Hauptstadt bis ins 17. Jahrhundert. Natürlich ranken sich viele Legenden um diese Burg.

Die bekannteste Legende vom "Wawel Drachen" wird den Kindern in ganz Polen erzählt. Sie handelt von einem Drachen, der unterhalb der Burg in einer Höhle gelebt und die Stadt mit Forderungen nach Opfergaben gepeinigt haben soll.

 

Erst ein tapferer Schusterlehrling soll diese Schreckensherrschaft beendet haben, in dem er ein Schafsfell mit Schwefel ausgestopf und auf Holzbeinen vor die Höhle des drachen gestellt habe. Nachdem der Drache diesem vermeidlichen "Leckerbissen" heruntergeschlungen hat, sei er daran zu Grunde gegangen. Der König bot dem Lehrling eine Belohnung seiner Wahl und dieser forderte Stiefel aus der Drachenhaut.

 

Noch heute kann man die Drachenhöhle und seinen Bewohner (allerdings nur als Statue) besichtigen und sich in die Welt der Legenden und Märchen entführen lassen.

 

Doch der Wawel ist nicht nur eine Burg, sondern eher ein ganzer Komplex.

 

Innerhalb der Mauern findet der Besucher nicht nur die königlichen Gemächer und die Burg, sondern auch eine Anzahl an kleinen Kapellen.

 

Die berühmteste ist die Zygmunt-Kapelle. Das Gebäude selbst erinnert eher an ein Renaissance-Gebäude aus der Toskana, als an ein Gotteshaus.

 

Über schmale Gänge und steile Treppen gelangt man in den Glockenturm. Dort findet man die riesige Zygmunt-Glocke. Die Polen sind sehr abergläubisch und haben auch zu dieser Sehenswürdigkeit einen alten Mythos:

 

Jeder Besucher darf die Glocke sehen, aber nur ein einziges Mal im Leben anfassen. Ausschlaggebend ist die Wahl der Hand, welche die Glocke berühren soll:

* Bei der rechten Hand verspricht die Glocke Glück in der Liebe.

* Bei der Linken Geldsegen.

Der Besucher muss sich also zwischen Geld oder Liebe für sein Leben entscheiden.

 

Für die Schlaumeier, die vorhaben die Glocke mit beiden Händen zu berühren, sei so viel gesagt: Wer die Glocke mit beiden Händen berührt, um Geld und Liebe zu haben, wird weder das eine noch das andere im Leben besitzen.

Eine alte Legende, die aber heute noch von jungen Leuten gepflegt wird.

Tuchhallen (Sukiennice)

Doch Krakau hat nicht nur historische Denkmäler und viele Legenden zu bieten.

Auch der einkaufsfreudige Urlauber findet auf dem Marktplatz (Rynek) eine Vielzahl von Einkaufsmöglichkeiten.

 

Sei es, dass er in die Tuchhallen (Sukiennice) eintritt und dort ein breitgefächertes Angebot von historischen Andenken oder Schmuck und anderen kleinigkeiten vor historischer Kulisse findet.

Denn die Sukiennice gewährt in seiner Einzigartigkeit einen einmaligen Einblick in die Marktwelt des Mittelalters, was die Atmosphäre und die Produktpalette angeht.

Marienkirche

Von den Tuchhallen kommt man an die Marienkirche. Die Kirche hatte im Mittelalter die Funktion der Stadtwache .

Der Hauptaltar der Marienkirche ist hauptsächlich dem Leben Marias gewidmet und wird jeden Tag nur für ein paar Stunden geöffnet. Der Künstler hat die Figuren in reeller Größe abgebildet, daher erscheint der Altar äußerst lebendig in der Athmosphäre der alten Kirche.

Aber auch bei geschlossenen Flügeltüren ist der reich verzierte Holzaltar eine Sehenswürdigkeit.

Jede Stunde steigt ein Trompeter die Stufen hinauf zum Kirchturm und läßt den traditionellen Weckruf "Hejnal" in alle vier Himmelsrichtungen erklingen.

Der Klang der Trompete bricht wie, seit über 750 Jahren, rituell unvermittelt ab. Als Erinnerung an den Turmwächter, der beim Einfall der Tartaren im 13. Jahrhundert, während des Warnsignals getötet wurde.

Diese Tradition geht soweit, dass der Weckruf um Punkt Zwölf Uhr mittags in ganz Polen über die Rundfunksender zu empfangen ist.

Krakauer Akademie (Universytet Jagiellonski)

Krakau ist nicht nur eine historisch trächtige Stadt, sondern auch ein multi-kulturelles Zentrum innerhalb Europas, da dort die führende Bildungsstätte Polens die Krakauer Akademie (Universytet Jagielonski) ihren Sitz hat.

 

Dort werden Akadeniker aus der ganzten Welt an 17 verschiedenen Fakultäten unterrichtet. einer der berühmtesten Absolventen ist der weltbekannte Schriftsteller Stanislaw Lem.

Der Besuch der Universität ist allein wegen der Architektur wert.

Das Gebäude ist ein schönes Beispiel für die Architektur des 14. Jahrhunderts. Der gotische Baustil bietet einen Arkadenhof und viele kleine Details. So verfügen die Regenrinnen zum Beispiel über Gargoyles (kleine Figuren oder Gesichter).

 

Die Universität verfügt über ein eigenes Museeum, in dem der Besucher die alten Hörsäle, die Bibliothek und unter anderem eine Sammlung an historischen Instrumenten bewundern kann.

 

Für Gruppen wird auch eine deutschsprachige Führung angeboten. Ansonsten sind die Exponate in mehreren Sprachen beschriftet.

Gedenkstätte Auschwitz

Die Gedenkstätte liegt etwa eine halbe Stunde von Krakaus Zentrum entfernt und ist gut mit dem Auto oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Der Besuch der Gedenkstätte Auschwitz ist sehr zu empfehlen, auch wenn er für den einen oder anderen sehr aufwühlend sein mag.

Auschwitz als Synonym für den während des Zweiten Weltkrieg von den Nationalsozialisten begangenen Holokaust.

Große Teile des ehemaligen Konzentrationslagers sind erhalten und erinnern als ein von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärtes Staatliches Museum an jene Zeit.


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