GRIECHISCHE INSELN - URLAUB AUF DER INSEL KORFU

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Korfu - Griechenland-Urlaub mit venezianischem Flair

Korfu: Die Bucht von Kalami. Fotos: Kessler Medien

Urlaub auf Korfu (Kerkyra) - das bedeutet Urlaub auf einer griechischen Insel mit italienischer Prägung.


Korfu ist mit einer Fläche von 592 km² die zweitgrößte Ionische Insel. Unter allen Inseln Griechenlands nimmt es den siebten Platz ein. Korfu liegt nahe der Südspitze Italiens und ist im Nordosten lediglich durch eine schmale Meeresenge von Albanien getrennt. Im Mittelalter trug Korfu den Beinamen "Drepane" (Sichel). Wer die Insel auf der Landkarte oder aus dem Flugzeug heraus betrachtet, versteht schnell warum: Korfus Form erinnert tatsächlich ein wenig an das konkav gekrümmte Schneidewerkzeug.


Etwa 120.000 Menschen leben auf der Insel Korfu. Korfu-Stadt hat ca. 45.000 Einwohner, das sind rund 40% aller Korfioten.

Wegen seiner Nähe zu Italien war Korfu schon früh römischen Einflüssen ausgesetzt. Das venezianische Flair der Insel geht auf eine mehrere Hundert Jahre andauernde Besetzung durch die Venezianer zurück. Sie endete erst 1852. An zahlreichen Häusern findet man bis heute sehr schöne Portale aus dieser Epoche. 

An archäologischen Stätten ist Korfu nicht sonderlich reich. Viele antike Relikte liegen unter neu erbauten Wohnhäusern, wodurch Ausgrabungen so gut wie unmöglich sind. Im übrigen spielte Korfu im alten Griechenland wegen seiner peripheren geographischen Lage ohnehin keine große Rolle. Lange Zeit wurde die Insel lediglich als Zwischenhalt bei Schiffsfahrten nach Sizilien genutzt und war recht dünn besiedelt.

Korfu regional

Kanoni: Die Klosterinsel Vlacherna.

Die meisten Hotels befinden sich im Osten Korfus, allerdings besitzt die dortige Küste die wenigsten und kleinsten Strände.

Im Norden präsentiert sich Korfu gebirgig und mit artenreicher Vegetation. Der Pantokrator, mit 906 m über dem Meeresspiegel liegend, stellt den höchsten Berg der Insel dar. Der Weg hinauf bietet faszinierende Ausblicke auf fruchtbare Hänge und tiefe Schluchten.


Landwirtschaftlich genutzt wird das Hügel- beziehungsweise Flachland der Insel Korfu im mittleren und südlichen Teil. Die Hügellandschaft des Südens ist dicht mit Olivenbäumen bewaldet. Öl stellt das bedeutenste landwirtschaftliche Produkt Korfus dar. Circa 3,5 Millionen Ölbäume bewalden diese griechische Insel insgesamt, unterstützt durch Zypressen, Platanen, Feigen-, Zitronen- und Orangenbäume sowie Pinien, Akazien und Kakteen.

Die Westküste Korfus hat kleine Sandstrände zu bieten, die entweder von hohen Steilufern begrenzt werden oder unterhalb von 100 Meter hohen Klippen verlaufen. Die Strände der Insel werden täglich gesäubert.

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Freizeit, Events, Feste

Tavernen, Cafes und Diskotheken sind auf Korfu zahlreich vorhanden. Auch Sport- und Freizeitangebote wie Wandern, Segeln, Kanu fahren, Windsurfen, Golf und Reiten gibt es mehr als genug. Das Schnorcheln vor der Küste Korfus ist zu empfehlen - es gilt eine traumhafte Unterwasserwelt kennenzulernen. An Land läßt sich Korfu am Besten mit Mountainbikes oder per Motorrad erkunden.

 

In jedem Ort der Insel gibt es zumindest einmal im Jahr etwas zu feiern - zu Ehren der Schutzheiligen der Dörfer und Pfarrgemeinden werden an den Namenstagen dieser religiöse Volksfeste veranstaltet. Ein jeder Ort Korfus hat einen solchen Schutzheiligen, auch Patron genannt.

 

Auf Grund der jahrhundertelangen venezianischen Herrschaft wurde Korfu deutlich von den Bräuchen Venedigs beeinflusst. Der erste festliche Höhepunkt des Jahres auf Korfu ist der Karneval. An drei Sonntagen und am Donnerstag vor Rosenmontag wird in Korfu-Stadt Karneval gefeiert.

Strände auf Korfu

Viele kleinere Strände sind auf Korfu vorzufinden.

 

Der Glyfada-Strand stellt mit der Größe von einem Kilometer Länge und 100 Metern Breite eine Besonderheit dar. Ab Korfu-Stadt ist dieser Strand mit einem Linienbus zu erreichen - an Wassersportsmöglichkeiten mangelt es nicht, Volleyballplätze sind ebenfalls vorhanden.

 

FKK-Liebhabern sei der Mirtiotissa-Strand empfohlen. Hier finden nacktbadende Urlauber Ihresgleichen und zudem eine außergewöhnliche Dusch-Möglichkeit nach dem Bad im Meer, das übrigens in den Sommer-Monaten eine Durchschnittstemperatur von 25° Celsius erreicht. Natürliches Quellwasser rinnt die Felswände dieses Strandabschnitts herunter und dient als Süßwasserdusche.

 

Text: Kerstin Juchem



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