REISEBERICHT SÜDKOREA

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Neunter Tag: Schauplätze des Koreakrieges - die entmilitarisierte Zone

Charmante Guides

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Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges ziehen die Japaner nach 35 Jahren der Besatzung aus Korea ab. Anschließend wird das Land geteilt, wobei 1950 Nordkorea mit Hilfe des kommunistischen Blocks eine Invasion startet.

Der Waffenstillstand von 1953 besiegelt die Teilung mit einer entmilitarisierten Zone, über die UNO-Soldaten auch heute noch wachen.

Ein Bus bringt uns zu der 250 km langen Waffenstillstandslinie vom Ostmeer bis zum Gelben Meer. Einige Anlagen können wir mit gehörigem Sicherheitsabstand besichtigen.

Wir Deutschen haben ja eine Teilung im eigenen Land erlebt, jedoch erstaunt uns hier das Ausmaß der Bedrohung durch Nordkorea. Obwohl die Bevölkerung Nordkoreas sichtbar leidet, gelingt es der kommunistischen Regierung drei Invasionstunnel unter der Grenze in das südkoreanische Gebiet zu treiben.

Korea ein unentdecktes Juwel

Mahnmal für die Trennung des Landes

Mahnmal für die Trennung des Landes

Diese Tunnel sind fast zwei Kilometer lang, zwei Meter breit und zwei Meter hoch und sind als Passage für 10.000 bewaffnete Soldaten pro Stunde geplant. Sie werden aber rechtzeitig entdeckt und ein Teil eines solchenTunnels ist für Besucher (ohne Klaustrophobie) geöffnet.

Wer Südkorea besucht gehört zu den wenigen der lediglich 10.000 deutschen Touristen, die dieses interessante Land besuchen. Die Infrastruktur ist erstklassig und Hotels gibt es von Lowbudget bis Super Deluxe. Wenn Sie einen besonderen Einblick in die koreanische Kultur erhalten möchten, können Sie in Tempeln übernachten oder in einem „Hanock“, dem traditionellen koreanischem Haus. Ob „Templestay“ oder Ritz-Carlton, Sie finden in Korea ein unentdecktes Juwel.

Und was uns aufgefallen ist: Südkorea ist sauber – weder im Umkreis von McDonalds und Co., noch in der Nähe sonstiger touristischer Ziele oder in der Innenstadt ist umherliegender Unrat zu entdecken. Ebenso fehlen Graffiti-Schmierereien. Und die Menschen sind sehr freundlich und äußerst hilfsbereit und außerdem findet der Reisende mittels einer extra eingerichteten Touristen-Telefonverbindung überall bei einem Englisch verstehenden Ansprechpartner sofortige Unterstützung.

Prächtig geschmückte Giebel

Prächtig geschmückte Giebel

Vom Observatorium Dora blicken wir weit nach Nordkorea hinein bis zur dortigen zweitgrößten Stadt. Mit Teleskopen können wir nordkoreanische Bauern bei der Ernte sehen. Kraftfahrzeuge, Busse oder LKWs sind nicht zu erblicken. Dafür aber Ochsengespanne, die als Transportmittel eingesetzt werden. Beklemmend ist auch unser Besuch des Grenzbahnhofs, wo ein Zug steht, für den hier Endstation ist. Die Lok wurde von den Nordkoreanern als wertvolle Kriegsbeute konfisziert, die weniger wertvollen Waggons blieben stehen. Passend zu diesem traurigen Erlebnis fängt es an zu regnen und wir kehren ins quirlige Seoul zurück. Jetzt heißt es einen Abschiedsdrink zu nehmen und die Koffer zu packen, denn morgen geht es nach Deutschland zurück.

 

Die Gegensätze zwischen ultramoderner Technik, dynamischen Metropolen und uralter Kunst und Kultur in ruhigen Tempeln inmitten malerischer Landschaften haben uns sehr beeindruckt. Südkorea ist wirklich noch ein touristischer Geheimtipp.

 

Text und Fotos: Werner Stoss

 

 

Info-Box:

Rundreisen zu den Highlights des Landes bieten z. B. Dertour, FTI, Studiosus, Marco Polo, Meier’s Weltreisen. Besonderer Tipp: Die Rundreise „Beauty & Wellness Tour Südkorea“ von FTI im privaten PKW kombiniert 10 Tage koreanische Kultur und traditionelle koreanische Medizin. (Empfehlenswert: Charlie als Reiseführer verlangen, der sehr gut Deutsch kann).

 

Tempelleben: In Südkorea gibt es etwa 20 Tempel, in denen Touristen den Alltag der Mönche und die spirituelle Welt des Buddhismus kennen lernen können. Wecken ist um 3 Uhr früh und nach dem Frühstück steht die Arbeit in der Gemeinschaft auf dem Programm. Tagsüber folgen Meditationen, Mantra-Rezitationen und Gespräche mit den Mönchen. Aber auch das Herstellen von Lotuslaternen und kurze Ausgänge sind Programmpunkte. Um 21 Uhr ist Bettzeit. Empfehlenswert ist die 2-Tages-Privattour von Seoul aus, die z.B. von Tischler Reisen angeboten wird.

 

Klima: Korea liegt etwa auf der Höhe von Peking und hat vier Jahreszeiten. Ab Ende September verfärben sich die Blätter in ein spektakuläres Feuerwerk, das den Vergleich mit dem Indian Summer nicht scheuen braucht. Die Winter sind trocken und eiskalt, die Sommer feuchtschwül, wodurch sich Frühjahr und Herbst als ideale Reisezeit anbieten.

 

Flugzeit: Ca. 13 Stunden, Zeitverschiebung: 8 Stunden.

 

Traditionelle koreanische Medizin: Es wird davon ausgegangen, dass ein Abnehmen der Lebensenergie und ein geschwächtes Immunsystem die Ursachen von Krankheiten sind. Nicht also Probleme eines bestimmten Organs, sondern eine unausgeglichene Verteilung der Lebenskräfte im ganzen Körper. Deshalb wird versucht, das Immunsystem zu stärken und die Harmonie im Körper wieder herzustellen. Bewährte Hilfsmittel sind Kräuterheilkunde, Akupunktur, Moxibustion und Schröpftherapie. Ein ausgiebiger Gesundheitscheck in einer der Uni-Kliniken zu äußerst moderaten Preisen bietet sich an.

 

Gesundheitscheck in Kliniken: Listen erhalten Sie beim Koreanischen Fremdenverkehrsamt. Ein General-Check kostet z.B. um die 250 Euro, empfehlenswert ist z.B. das Keimyung University Dongsan Medical Center; Kontaktperson, die Englisch spricht: Herr Won-Woo Jung, E-Mail: chung00700@hanmail.net

 

Infos: Informationen über das Reiseland Korea erhalten Interessierte im Internet unter www.visitkorea.or.kr in deutscher Sprache. Auf koreafans.de finden Korea-Fans ebenfalls Anregungen und Rat für ihre Reise, und auch auf Facebook ist Korea unter Facebook/koreaReise präsent. Außerdem steht die Koreanische Zentrale für Tourismus in Frankfurt für Fragen zur Verfügung, Tel.: +49 (0) 69 / 23 32 26.

 


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