REISEBERICHT SÜDKOREA

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Siebenter Tag: Gesundheitstourismus in Daegu

Klassische Apotheke

Klassische Apotheke

Die Stadt Daegu war bisher bekannt vor allem wegen seiner Textil-Manufakturen. 2011 finden hier die Weltmeisterschaften der Leichtathletik statt. Für 2012/13 lautet das Motto: Entwicklung des Medizin- und Gesundheits-Tourismus. Im Zentrum der Stadt befindet sich z.B. ein traditioneller Heilkräutermarkt mit ca. 300 Behandlungs-Praxen für traditionelle Medizin, Läden für Heilkräuter und mit Geschäften, in denen Getränke aus den verschiedensten Kräutern zubereitet werden. Doch um uns einen Überblick zu schaffen, fahren wir zunächst den Fernsehturm hoch, bis in 202 m Höhe. Dann besichtigen wir das Oriental Medicine Cultural Center, das der traditionellen koreanischen Medizin gewidmet ist. In den Ausstellungsräumen sehen wir die verschiedensten Bestandteile der traditionellen Kräutermedizin. Im Museumsteil befinden sich unter anderem historische medizinische Nachschlagewerke. Neugierig probieren wir verschiedene medizinische Tees, die uns dort angeboten werden.

 

Buddha aus Granit

Buddha aus Granit

Abends erwartet uns ein besonderer Service: Wir werden mit einem Kleinbus, in dem uns eine Germanistik-Studentin als Dolmetscherin erwartet, zu einem medizinischen Zentrum gefahren. Dort werden sogleich verschiedene Tests an uns durchgeführt, wobei die Studentin ihre Deutschkenntnisse beweisen kann. Da die meisten von uns über Rückenschmerzen klagen, soll auch sofort eine Akupunktur helfen: Lange Nadeln werden nach einem bestimmten System über den Körper verteilt in die Haut gestochen.

Erstaunlich, dass sich diese Prozedur fast als schmerzlos erweist, obwohl wir – mit Nadeln gespickt - eine entfernte Ähnlichkeit mit einem Igel aufweisen. Nach einer kurzen Einwirkzeit werden die Nadeln gezogen und wir verspüren in der Nacht tatsächlich ein Nachlassen der Verspannungen.

Das war jedoch nur eine Einführung in die medizinischen Möglichkeiten. Am nächsten Morgen werden wir ohne Frühstück zum Yeugnam University Medical Center abgeholt, wo wir einen kompletten Rundum-Check erleben. Da die Fremdsprachen dort englisch, chinesisch und russisch sind, nimmt uns nach jeder Untersuchung eine nett lächelnde, junge Assistentin bei der Hand und bringt uns zum nächsten Check.

Leckerer Thunfisch

Leckerer Thunfisch

In diesem Medical Center sorgt eine Schar von 2.000 Angestellten, darunter 161 Professoren, 34 Spezialisten, 195 freie und 50 interne Ärzte dafür, dass die Patienten die bestmöglichste medizinische Versorgung erhalten. Der gesamte Check dauert knapp vier Stunden und wird mit einem koreanischen Snack belohnt. Nach einem ausgiebigen Mittagessen (nicht nur „die Qualle“, sondern auch der Seetang und die eingelegten Tintenfische schmecken ausgezeichnet) können wir uns wieder unserem Besichtigungsprogramm widmen.

Daegu, die grüne Großstadt in den Bergen, ist in Ostasien wegen ihrer Daegu-Äpfel berühmt. Mit ihren über 2,5 Mio. Einwohnern ist sie das administrative, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des koreanischen Südostens. Wir erhalten einen guten Einblick in die Architektur und Lebensweise der Menschen im Museumsdorf Otgol. Interessant sind auch die Hügelgräber in Dongu Bullo-Dong und der größte Messinggong der Welt mit 1,61 m Durchmesser und einem Gewicht von 98 kg.

 

Achter Tag: Mit 300 km/h Höchstgeschwindigkeit quer durchs Land

Zugschaffner

Zugschaffner

Pünktlich nach dem Frühstück liegen uns die Testergebnisse aus der Klinik vor, die uns ein Angestellter auf Englisch erklärt. Wegen meines negativen Stresstest-Ergebnisses mache ich mir aber keine Sorgen, denn der umfangreiche Diagnosebogen sollte ja mit dem Hausarzt daheim besprochen werden.

Am frühen Nachmittag bringt uns der Hochgeschwindigkeitszug nach Seoul, der Hauptstadt Südkoreas. Sie ist das Zentrum von Politik, Wirtschaft, Kultur und Verkehr in Korea. Mit ihren 10,5 Mio. Einwohnern ist sie die größte Stadt des Landes, wobei sie zusammen mit ihrer Umgebung und den darin lebenden 25 Mio. Menschen wohl den drittgrößten Ballungsraum der Welt darstellt.

Seoul hat eine 1000-jährige Geschichte, deren bedeutendste Bauten wir auf einer Rundfahrt besichtigen. Dicht liegen hier Gegensätze zusammen: Gärten, Paläste und Pavillons wechseln mit modernen Hochhäusern ab.

In der Nähe des Kunst- und Antiquitätenviertels setzt der Millenium-Tower einen futuristischen Akzent. Gerade noch rechtzeitig erreichen wir den Gyeongbokgung-Palast mit seiner farbenfrohen, prächtigen Wachablösung in traditionellen Kostümen und bunt flatternden Standarten.

Am Abend ist Seoul für jede Menge Unterhaltung gut: Für Nightlife sorgen Jazzbars, Clubs, Diskotheken, Theater und Casinos.

 



Eine Reise nach Südkorea - Teil 5: Schauplätze des Koreakrieg und Observatorium Dora...


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