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Hahnenkammrennen - Skifest der Emotionen und des Spitzensports
Jedes Jahr zieht das berühmteste Skirennen der Welt die Öffentlichkeit in seinen magischen Bann.
Anfangs war es nur ein kleines Skirennen unter Freunden, welches der Kitzbüheler Skipionier Franz Reisch im Jahr 1895 organisierte. Die Idee schlug so gut ein, dass daraufhin jedes Jahr ein „Schneeschuhwett-bewerb“ – die Skier hießen damals Schneeschuhe – in Kitzbühel stattfand. 1931 wurden erstmals Ergebnisse einer Skiabfahrt notiert – das legendäre Hahnenkammrennen war geboren.
Heute ist dieser zum Ski-Weltcup zählende Wettbewerb absoluter Höhepunkt im winterlichen Sportgeschehen. Die Faszination, die von diesem Ereignis ausgeht, ist ungebrochen. Zehntausende Fans aus aller Welt kommen jedes Jahr angereist, Millionen von Zuschauern verfolgen die Rennen auf den Fernsehschirmen, führende Markenunternehmen investieren stattliche Summen an Sponsorgeldern für aufwändige Produktpräsentationen und effektvolle Werbeauftritte. Perfekt inszenierte Society-Events, wie die KitzRaceParty oder das traditionelle Weißwurstessen beim bekannten Stanglwirt im benachbarten Going, locken zahlreiche internationale Prominenz aus Sport, Kultur, Politik und Showbusiness zum „Social Networking“ nach Kitzbühel und sorgen für zusätzliches Medieninteresse.
Das Veranstaltungsszenario rund um das Hahnenkammrennen ruft aber auch so manchen Kritiker auf den Plan. Das sportliche Element sei im Lauf der Jahre immer mehr in den Hintergrund gerückt, heißt es vielfach. Ein Jahrmarkt der Eitelkeiten, wo sich die Welt trifft, um Sehen und Gesehen zu werden und das Skirennen Nebensache ist, lautete unlängst die harsche Kritik eines anerkannten Vor- und Querdenkers im österreichischen Tourismus. Ganz von der Hand zu weisen wären diese Vorwürfe nicht, wenn, ja wenn es neben dem Super-G und Slalom nicht die Herrenabfahrt auf der „Streif“ gäbe. Die schwerste Skiabfahrt der Welt setzt dem Hahnenkammrennen die sportliche Krone auf, entfacht schon im Vorfeld des Renngeschehens Wogen der Begeisterung für den Kampf der Ski-Weltelite um tausendstel Sekunden, erhebt mit ihrem Mythos die teilnehmenden Athleten zu umjubelten Helden des Sports. Vom Start bis ins Ziel komplett vereist, windet sich die Strecke einer schimmernden Eisschlange gleich ins Tal, die es zu bändigen gilt. Das steilste Stück hat ein Gefälle von 85 Prozent, Sprünge bis zu 60 Meter und Geschwindigkeiten bis zu 140 km/h sind hier die Norm. Mausefalle, Traverse, Alte Schneise, Seidlalm, Hausberg, Zielsprung – das sind die für Sieg oder Niederlage ent-scheidenden Schlüsselstellen, die bei den für ihre Favoriten Daumen drückenden Fans eine Achterbahn der Gefühle erzeugen und den Rennläufern das Adrenalin in die Adern schießen lässt. So ist und bleibt das Hahnenkammrennen trotz Kir Royal und Weißwurst ein Skifest voller Emotionen und sportlicher Höhepunkte, für das es nichts Vergleichbares gibt.
Das internationale Hahnenkammrennen findet jedes Jqahr statt. Nähere Informationen gibt es auf der Homepage www.hahnenkamm.com und www.sport.tirol.at.


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