KILIMANJARO: TREKKING & GIPFELSTURM
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Der Kilimanjaro ein beliebtes Trekkingziel
Der Kilimanjaro, mit gut 5.900 Metern der höchste Berg Afrikas, hat sich in den vergangenen Jahren zum beliebten Trekkingziel entwickelt. Im Jahr 2007 versuchten über 20.000 Bergwanderer auf eine der fünf Hauptrouten den Berg zu erklimmen.
Die leichteste Strecke ist die knapp 70 Kilometer lange Marangu-Route, die durch den Kilimanjaro National Park führt, mit Lodges (Berghütten) versehen ist und von knapp der Hälfte aller Bergtouristen gewählt wird. Auf dieser Route scheitern jedoch geschätzte 50 Prozent. Denn aufgrund der einfachen Streckenführung mit größtenteils befestigen Wegen wird gerne der sinnvolle zusätzliche Akklimatisierungstag weggelassen.
Statt die Tour in sechs Tagen mit einem Tag Pause auf 3.700 Meter anzugehen, versuchen viele die Fünf-Tage-Variante. Einsetzende Höhenkrankheit oder deren Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Orientierungsprobleme oder Übelkeit zwingt viele in der entscheidenden Gipfelnacht irgendwo zwischen 4.700 und 5.600 Metern zur Aufgabe.
Nicht alle überleben den Versuch der Gipfelbesteigung. Zum Jahrtausendwechsel versuchten über 1.000 Bergtouristen ihr Glück, zwei starben und über dreißig wurden verletzt. An normalen Tagen machen sich 70 bis 100 Wanderer mit Begleitpersonen an den Aufstieg. Die Besteigung des Kilimanjaro ist nur mit lizenzierten Führern (Guides) möglich.
Die Porter (Träger) übernehmen den Großteil des Gepäcks, vorgegeben von der National-Park-Verwaltung sind maximal zwanzig Kilogramm pro Porter. Die Veranstalter weisen zu Recht auf möglichen „Komfortverzicht“ während der Tour hin. Deshalb gehören als Nahrungsergänzung Müsliriegel und Vitamintabletten ebenfalls ins Gepäck, während auf Duschzeug verzichtet werden kann. Es gibt keine Duschen.
Nach einer vierstündigen Wanderung durch imposanten Regenwald vom auf 1.840 Meter Höhe liegenden Marangu-Gate erreicht man am ersten Tag der Tour die Mandara-Hütte auf 2.700 Meter. Die rustikale Berghütte ist sauber und geräumig. Warmes Wasser zum Waschen wird in Schüsseln gereicht.
Am zweiten Tag legt man die 1.000 Höhenmeter bis zur Horombu-Hütte in sechs Stunden zurück. Man verlässt den Regenwald und wandert durch Hochmoorgebiet. Hier findet sich ein kleines Dorf mit etwa zwanzig Hütten, Gemeinschaftshütte und sanitären Einrichtungen für Bergwanderer.
Der dritte Tag dient der Anpassung an die Höhe. Man lässt es ruhig angehen und bleibt eine weitere Nacht im Horombu-Hüttendorf.
Am nächsten Morgen beginnt der Aufstieg zur 4.700 Meter hohen Kibo-Hütte, von welcher in der kommenden Nacht den Aufstieg zum Gipfel begonnen wird. Die Wegstrecke führt durch eine windige, trockene Geröllebene. Man passiert die letzte Wasserstelle, von hier muss alles Wasser getragen werden. Der Puls beschleunigt sich, das Atmen fällt schwerer, vorbei sind die Tage des lockeren Dahinschlenderns. Am frühen Nachmittag erreicht man die Berghütte.
Vor Mitternacht wird man „geweckt“. Mit Stirnlampe auf dem Kopf geht es den Berg hinauf. Nach vier bis fünf Stunden Fußmarsch ist der erste der beiden Gipfel, der Gillman’s Point mit 5.681 Metern nicht mehr fern. Aufgrund seiner exponierten Lage gilt der Kilimanjaro mit Erreichen des Gillman’s Point als erstiegen, eine Gipfelurkunde bestätigt dies.
300 Höhenmeter und anderthalb Stunden trennen den Wanderer hier vom 5895 meter hohem Uhuru Peak, dem höchsten Punkt Afrikas.
Man gelangt nach einer guten halben Stunde durch teilweise vereiste Strecke auf das Hochplateau des Kilimanjaro. Nicht nur die Höhe, auch der Ausblick auf die Gletscherlandschaft ist hier atemberaubend.
Die letzten 700 Meter bis zur Kibo Hütte herunter geht es über ein Geröllfeld in wenigen Minuten senkrecht herunter. Nach einer Pause auf der Hütte geht es zur Horombo Hütte hinab.
Links:
Veranstalter: Diamir Reisen, www.diamir.de
Übernachtung: Meru View Lodge
Buchtipp: Kilimanjaro von Tom Kunker,




