URLAUB IN DER TÜRKEI - KEMER

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Kemer - Türkei-Urlaub "pauschal"

Blick auf Hotelstrand in Kemer

Blick auf Hotelstrand in Kemer. Fotos: Kultur- und Tourismusministerium Ankara

Kemer ist sicher nicht jedermanns Sache. Wer hier Urlaub macht, weiß in der Regel ganz genau, worauf er sich einlässt: Pauschalurlaub pur. Für Individualtouristen ist das einstige Fischerdorf, das heute das Zentrum einer über 40 Kilometer langen Hotelzone bildet, dagegen weniger attraktiv.


Klar ist, dass man Kemer nicht als teuer bezeichnen kann. Dafür darf sich auch niemand beschweren, wenn es zur Hochsaison am Strand mal etwas "gedrängter" zugeht.


Gästen, denen dies wenig ausmacht, schätzen Kemer zu Recht wegen seines erstklassigen touristischen Angebots: ansprechende Sand- und Kiesstrände am Mittelmeer -  breite Betätigungsfelder für Wassersportler und andere Aktivurlauber - ein spannendes Nachtleben mit "Ibiza-Flair". Auch die landschaftliche Einbettung Kemers ist schön, u. a. Dank des waldreichen Beydaglari-Gebirges, das unmittelbar vom Strand 3.000 Meter emporsteigt und unter Naturschutz steht.


Ein moderner Jachthafen hat heute den alten Fischerhafen als Mittelpunkt Kemers abgelöst. Im Inneren der Kleinstadt (11.000 Einwohner) gibt es natürlich unzählige Restaurants, Lokale und einfache Shops. Auch mit Boutiquen oder Schmuck- und Teppichgeschäften bzw. -ständen geizt der Touristenort erwartungsgemäß nicht.

Bade- und Aktivurlaub in Kemer

Der Hafen von Kemer

Der Hafen von Kemer

Manch ein Gast soll auf dem Rückflug aus Kemer festgestellt haben, dass ihm während des Urlaubs Schwimmhäute gewachsen sind. Verwunderlich wäre dies nicht, denn in Kemer dreht sich nicht alles, aber doch extrem viel um's Thema "Bade-Urlaub".


Kemer und der Küstenstreifen um den Ort haben beherbergen mehrere erstklassige Strände. Beinahe alle Hotels des Küstengebietes verfügen über ihren eigenen Strand. Eher kiesige Strände findet man im Norden, Richtung Antalya, während, während gen Süden immer mehr feiner Sandstrand dominiert. Neben den hauseigenen Stränden der Hotels sind die Strände Aysigi und Flamingo ausgesprochen populär.


Auch an Aktivurlauber wird in Kemer natürlich gedacht.


Viele Hotels verfügen über eigene Tauchbasen, die Kurse anbieten und Equipment verleihen. Zudem gibt es einige Reiterhöfe bzw. "Ranches", die Pferde für Ausritte oder zum Reitunterricht zur Verfügung stellen. Wer es dagegen etwas wilder mag, den werden Raftingtouren im Körprülü Canyon ansprechen. Wieder deutlich ruhiger geht es auf der Minigolfanlage im Moonlight Garden zu (beim Yachthafen).

Kemer für Nachtschwärmer

Wie in Touristenzentren dieser Art üblich, fällt es auch in Kemer nicht schwer, die Nacht durchzumachen. "Abtanzen im Urlaub" kann u. a. man im "Moonlight Park" hinter der Marina, im "Buddha" (einer Großraumdisco), im "Oberbayern" (einer Disco mit viele deutschen Gästen, beliebt ist die Musik von Boney M) oder im "Sherlock-Holmes". Einen Hauch authentischer türkischer Kultur erhascht man bei den täglichen Folkloreabenden in der Halay Türkü Bar.

Ausflüge in und um Kemer

In puncto Sightseeing bietet der Ort Kemer selbst nicht allzu viel. Noch recht interessant ist der Yöruk-Park, eine Art ethnographisches Freilichtmuseum. Der Besucher kann hier u. a. Nomadenzelte bestaunen, in deren Inneren große Puppen die Nomaden darstellen. Die Zelte sind zudem originalgetreu mit Teppichen und anderem Einrichtungsgegenständen bestückt.
 
Deutlich interessanter ist zweifellos Kemers Umland. Naturlandschaftlich sticht hier der Nationalpark Olympos-Beydaglari hervor. Der Park umfasst das gebirgige Hinterland des Touristengebietes und ist gut zum Wandern und Trekking geeignet. Von Beycik aus startet eine Wandertour auf den 2.366 Meter hohen Tahtali Dag, den lykischen Olymp.

Kemers Umland beherbergt zudem zahlreiche kulturelle Sehenswürdigkeiten.  
Südlich von Kemer bröckeln auf einer Halbinsel die von Strandkiefern umgebenen Ruinen des antiken Phaselis vor sich hin. Wo einst die drei Häfen der wohlhabenden Handelsstadt angelegt waren, finden sich heute (sehr schöne) Badestellen. Erhalten geblieben sind aus der antiken Hochzeit Phaselis' u. a. noch die Stadtmauern, die Therme, die Prachtstrasse, das Theater und ein Aquädukt.

Der Name Olympos steht nicht nur für den Berg Tahtali Dag (den die Griechen eben "Olympos" nannten) und für das ebenfalls schon erwähnte wunderschöne Naturschutzgebiet Olympos-Beydaglari: Auch eine bekannte Stadt der Antike wird damit angesprochen. Zu den sehenswerten Überresten des antiken Olympos, das zeitweilig ein Außenposten des lykischen Städtebundes war, zählen das Badehaus, die byzantinische Kirche und Teile eines Forts, das von den Venezianern und Genuesen hinterlassen wurde. Vor den Toren der verfallen antiken Stadt wartet heute ein schöner, allerdings meist recht voller Badestrand auf Urlauber.
 
Wer seinem Kemer-Urlaub noch mehr Kultur und Geschichte beimischen möchte, sollte sich die örtlichen Tourenangebote zu Schauplätzen der Antike näher anschauen. Angeboten werden u. a. Ausflüge nach Pamukkal, Kekova und Myra.

Mit dem Dolmus (Sammeltaxi) gelangt man von Kemer aus preiswert in die Tourismushochburgen Fethiye und Antalya. Die schwer zugänglichen Badebuchten des Küstenstreifens um Kemer erreicht man mit Ausflugsbooten.


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