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Kanton Waadt - die ganze Schweiz in einem Urlaub (Teil II)

Vom Seeufer zu schneebedeckten Gipfeln

Badevergnügen am Plage de Vidy (Lausanne). Foto: Office du Tourisme du canton de Vaud

Das kontrastreiche Genferseegebiet zeugt von der landwirtschaftlichen Tradition der Schweiz, aber auch von ihrer Modernität im Hightech-Zeitalter, wo sich blumengeschmückte Bergchalets, ein World Trade Center, Landgasthäuser und ein Mario Botta-Restaurant in 3000 m, eine Jugendherberge im Palace Hotel, Volksfeste und Rockfestivals ein Stelldichein geben. Kurzum, eine Region für jeden Geschmack, ob Familienspass oder Incentives, Wanderungen oder Extremsport, traute Zweisamkeit oder Ferien mit Kind und Kegel...


Unnötig bis in die Antike zurückzugehen, als die grossen Römerstrassen durch diese Gegend führten und unser archäologisches Erbe bereicherten! Ohne Übertreibung kann man behaupten, dass der Genfersee und der Kanton Waadt (das Genferseegebiet) seit dem 18. Jahrhundert weltbekannt sind, denn schon damals wurde die Gegend in Reiseberichten und namhaften Reiseführern gepriesen. Die heutigen Prospekte und andere Werbemittel tun es ihnen gleich (siehe auch die Website www.genferseegebiet.ch), bringen aber Informationen zu Transportmitteln, Hotels und anderen Übernachtungsmöglichkeiten, Freizeitangeboten und diversen Dienstleistungen ständig auf den neuesten Stand.


Die sogenannte Waadtländer Riviera (zwischen Lausanne und Montreux) und La Côte (zwischen Morges und Nyon) sind vor allem für ihre herrlich sonnigen Rebberge und ihre beeindruckende Auswahl an lokalen Weinsorten bekannt. Die malerischen Winzerdörfer mit ihren Beizen und Weinkellern laden zum Kosten der örtlichen Spezialitäten ein, während in Nyon, Rolle, Morges, Pully, Vevey und Montreux bis Villeneuve wunderschöne Uferpromenaden auf Entdeckung warten. Mit ihren zahlreichen Festivals (darunter das namhafte Montreux Jazz Festival), prestigeträchtigen Hotelketten und Palace Hotels, Kongressen und Ausstellungen, Läden und Museen bilden Vevey und Montreux touristisch gesehen ein und dieselbe Urlaubsdestination. Das weltberühmte Schloss Chillon liegt nur ein Katzensprung entfernt, und die Umgebung bietet ausgedehnte Wandergebiete inmitten von Bergen, die mit dem Auto oder romantischen Zahnradbahnen erreichbar sind: Mont-Pèlerin, Pléiades, Glion, Caux, Rochers-de-Naye... ganz zu schweigen vom "Golden Pass" auf der Strecke Montreux–Berner Oberland (MOB), die nach Gstaad, Interlaken und Luzern führt. Die Grenzorte zum Kanton Wallis Aigle, Bex, Lavey-les-Bains und Le Bouveret sind bekannt für ihre Weinberge, Thermalbäder und die neu erbauten Freizeitparks.

Authentische Skidörfer

Lift im Skigebiet Villars-Gryon. Foto: Office du Tourisme du canton de Vaud

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelten sich in den Waadtländer Alpen dank der gekonnten Kombination von Gastfreundschaft und Bergwirtschaft beliebte Ferienorte auf 1000 bis 3000 m Höhe. Im Lauf der Jahre rüsteten sie sich mit modernen Seilbahnen und anderen Einrichtungen aus, um die Besucher sowohl im Sommer (Wandern, Fahrrad und Mountainbike Touren, Bergsteigen, Canyoning, Gleitschirmfliegen, Tennis, Golf usw.) wie auch in der Wintersaison empfangen zu können. Die Waadtländer Berge wurden zu einer Hochburg für die verschiedensten Wintersportarten wie Snowboarden oder Schneeschuhwandern … Glücklicherweise blieben dabei nicht nur die Naturschätze, sondern auch die Volkskultur mit ihrem Kunsthandwerk und ihrer lebendigen Folklore (Holzschnitzerei, Skulptur, Malerei, Scherenschnitte, Trachten und Bräuche) erhalten. Sie verkörpern heute in ihrer Ursprünglichkeit und steten Wandelbarkeit den unverwechselbaren Charakters dieser Region. Château-d’Œx, Rougemont, Leysin, Les Mosses, Les Diablerets, Villars und Gryon sind alles ideale Ferienorte für Familien und Sportler, von denen jeder seinen ganz eigenen Charme besitzt.


Yverdon-les-Bains, am Ufer des Neuenburgersees, ist berühmt für seine Altstadt, Thermalbäder und ein Naturreservat mit abwechslungsreicher Fauna und Flora. Ganz in der Nähe befindet sich der Waadtländer Jura mit den Hauptattraktion Ste- Croix - einem weltberühmten Zentrum der Musikdosenherstellung -, dem Vallée de Joux und dem etwas weiter westlich gelegenen Bergdorf St-Cergue. Der Jura, wo kleine Hotels, Herbergen, Bauernhöfe und Landgasthäuser zu "le gîte et la table" einladen, was so viel wie "Unterkunft und Verpflegung" heisst, eignet sich vorzüglich für Wanderungen, Fahrradausflüge, Ausritte und Langlauf. Dasselbe gilt auch für das Waadtländer Hinterland (Teil des Schweizer Mittellandes) und die Region Vully. Dieses Weinbaugebiet am Murtensee beherbergt einige sehenswerte Dörfer und Kleinstädte wie Avenches – die ehemalige römische Hauptstadt Aventicum, heute bekannt für ihr Opernfestival in der Arena –, Payerne und seine romanische Abtei, Lucens und das Sherlock-Holmes-Schloss, das mittelalterliche Moudon sowie Oron und sein Feudalschloss. Hier können Liebhaber des sanften Tourismus abseits ausgetretener Pfade Energie tanken.


Das Genferseegebiet ist ein Reiseziel, das sich selbst treu geblieben ist und zu eine Zeitreise zwischen Vergangenheit und Zukunft einlädt. Vor allem aber bietet es ein einzigartige Lebensqualität, zu der auch gehört, dass man sich hier dreimal täglich i den weltbesten Restaurants mit Köstlichkeiten verwöhnen lassen kann, die für jede Budget erschwinglich sind... und Gaumenfreuden sagen oft am meisten über ein Ferienregion aus!


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