KANARISCHE INSELN - ÜBERBLICK

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Die Kanarischen Inseln (kurz Kanaren genannt)

Kanarische Inseln - Playa de Ingles auf Gran Canaria

Strand von Playa de Ingles. Foto: Hans-Joachim Franzen

Die Kanarischen Inseln gehören zu den renommiertesten europäischen Urlaubszielen. Zahlreiche Phrasen versuchen die Vorzüge der spanischen aurtonomen Region plakativ zusammenzufassen, zum Beispiel „die Inseln der Glückseligen“, „Inseln des ewigen Frühlings“ oder „Urlaub auf einem kleinen Kontinent". Das hört sich alles sehr nett an, aber ohne eigene Eindrücke bekommt man nicht annährend ein echtes Bild von der facettenreichen Urlaubsregion.

Die Kanarischen Inseln, sie liegen im Südatlantik vor der Westküste Afrikas, zeichnen sich durch ein ganzjährig mildes Klima aus, ideal um im Winterhalbjahr der Kälte und Nässe Mitteleuropas zu entfliehen.

Bereits in den 1960er Jahren landeten die ersten Pauschaltouristen auf dem Flughafen von Gran Canaria - damals noch ein Vergnügen nur für diejenigen, die für ihren Urlaub ein kleines Vermögen ausgeben konnten.

Heute sind die Kanaren oft günstig zu buchen. Das Angebot ist groß, und das zu jeder Jahreszeit. Die größeren Kanareninseln Gran Canaria, Teneriffa, Lanzarote und Fuerteventura bieten alles für abwechslungsreiche Urlaube. Hier ist immer etwas los, aber ruhige Ecken gibt es auch auf ihnen.

Meistens liegen die kleinen und beschaulichen Orte im Norden der Inseln. Die Orte eignen sich weniger gut für große Hotelanlagen, es gibt oft nur kleine Strände, an denen zudem manchmal eine starke Brandung herrscht, so dass das Baden erschwert wird. Außerdem ist der Himmel im Norden der Inseln des Öfteren auch mal bewölkt.

Wer es ruhiger mag, der wird diese "Nachteile" aber gerne in Kauf nehmen, schließlich ist es dafür hier viel grüner (natürliches Grün), die Menschen sind meist sehr freundlich und es gibt viele Lebensmittel aus eigener Produktion zu kaufen.

Die Kanaren - Urlaub zwischen Bergen und Meer

Gran Canaria - typisch kanarisches Dorf

Gran Canaria - typisch kanarisches Dorf

Wer es durchgehend ruhig mag, der ist auf La Palma, La Gomera, El Hierro oder La Graciosa richtig. Bis auf letzter sind sie darüber hinaus als Ziele für Wanderer bekannt geworden. Auf allen Inseln, großen und kleinen, finden Wassersportler geeignete Reviere. So hat, aus gutem Grund, jede Kanareninsel hat ihre eigenen, treuen Fans.

Alle Inseln sind vulkanischen Ursprungs, so dass die Zentren der Inseln von bis zu 3.000 Meter hohen Bergen geprägt sind. Nur Lanzarote (höchste Berg 670 Meter) und Fuerteventura (807) sind relativ flach.

Aufgrund der Gebirge sollten sich Urlauber, die mit dem Auto ihre Urlaubsinsel entdecken möchten, auf anstrengende Serpentinenfahrten einstellen. Wer Höhenangst hat, der sollte sich bestimmte Straßen, zum Beispiel an der Nordwestküste Gran Canarias, ersparen. Auch wer Sightseeingtouren per Bus plant, sollte Schaukeleien mit einplanen: Wichtig bei Urlaub mit Kindern, die Busfahren schlecht vertragen.

Nordküste von La Gomera

Nordküste von La Gomera

Die Berge auf Teneriffa, Gran, Canaria, La Palma, La Gomera und El Hierro bewirken aber noch etwas ganz anderes. Da sie so hoch sind, regnen sich hier die Wolken des Nordostpassats, die über diesen Teil des Atlantiks häufig entlang ziehen, regelmäßig ab.

Der Regen sorgt für so viel Feuchtigkeit in den Höhenlagen, dass jede Insel über ausgedehnte Bergwälder verfügte. Und auch die Landwirtschaft in den Tälern profitierte davon. Mit der Eroberung der Kanarischen Inseln durch die Spanier und das Abholzen von Wäldern und Anlegen von Zuckerrohrfeldern, Bananenplantagen und anderer wasserintensiver Landwirtschaft litt auch der Wasserhaushalt der Inseln.

Seit einigen Jahrzehnten sorgt zusätzlich der hohe Wasserbedarf der Tourismusindustrie für das Absinken des Grundwasserspiegels, was sich auf die Flora und Fauna vieler Inseln nachteilig auswirkt.

Trotz allem, auch heute noch lassen sich überall auf den Kanaren wunderbare Wandergebiete mit geheimnisvollen Schluchten, grünen Höhenzügen und interessanten Felsformationen finden. Und, selbst in noch von Landwirtschaft geprägte Dörfer gibt es heutzutage nette Hotels und empfehlenswerte Restaurants.

 

 

 


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