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Neufundland

Die Wikinger

Die Wikinger

Labrador, eine der letzten großen Wildnisse der Erde. Das riesige Grenzland der Zivilisation, mit über 30.000 Quadratkilometern unberührter, ungezähmter Natur ist seit über 9000 Jahren die Heimat der Ureinwohner. Die Urvölker Labradors, die Innu und Inuit, leben hier schon seit Jahrhunderten im Einklang mit der Natur.

Gegen Ende des letzten Jahrtausends kamen die Wikinger in ihren hoch-seefesten Knorren dazu. Sie erkundeten und besiedelten Island und Grönland. Im Sommer des Jahres 1000 segelten Leif Eriksson und seine Besatzung ohne Kompass und Astrolabium ins Ungewisse. In L´Anse Aux Meadows, Neufundlands nordwestlichster Landzunge, gingen sie an Land und bauten dort eine Siedlung auf, die erst 1961 von Archäologen entdeckt wurde. Im heutigen Historischen Nationalpark kann die einzige in Nordamerika nachgewiesene Wikingersiedlung, die von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt wurde, erforscht werden.

Nachdem John Cabot im 15. Jahrhundert hier gelandet ist, hat sich der Fischfang vor den Küsten Neufundlands und Labradors zur Haupteinkommensquelle entwickelt. Die lange Fischereitradition hat deutliche Spuren im täglichen Leben hinterlassen und kann, ebenso wie der historische Schauplatz des Baskischen Walfangs an der Red Bay, miterlebt werden.

Besonders im Frühling ist es beeindruckend die riesigen Eisberge gen Süden treiben zu sehen, und eventuell vom Boot aus die Buckelwale zu beobachten. Im Terra Nova Nationalpark an der Ostseite von Neufund-land bietet das Marine Interpretation Center die Möglichkeit auch das Unter-wasserleben im Nordatlantik aus nächster Nähe zu beobachten. Wer selber aktiv werden möchte, wird auf zahlreiche Angebote für Kajakfahrten stoßen, die in dieser Gegend wegen der ins Meer mündenen Flüsse besonders abwechslungreich sind.

 

Mondlandschaft in Neufundland

Mondlandschaft in Neufundland

Gros Morne National Park auf Neufundland. Ein weiteres Weltkulturerbe der UNESCO, das im Übrgigen seit dem Jahr 2000 ein neues Discovery Center beherbergt: einzigartige geologische Formationen und eigenartige Schönheit der Landschaft. Hier bieten sich Wanderungen über die ausge-dehnten Unterbodenflächen, gleichend einer öden Mondlandschaft, entstanden durch tektonische Platten-verschiebungen an. Hier sind die Berge zwanzig Mal so alt wie die Rockies. Menschen erscheinen zwerghaft auf präkanbrischen Klippen. Ein Mekka für Geologen, denen die Geheimnisse der Kontinentalverschiebung durch die Kräfte der Vergletscherung dargeboten werden.

Der Ort, an dem die Sonne in Nordamerika zuerst aufgeht, wo Neufundlands ältester Leuchtturm seit über 160 Jahren steht, heißt Cape Spear. Er liegt ganz in der Nähe von St. John´s, der ältesten Stadt Nordamerikas, die aus-serdem am nächsten an Europa liegt. Nicht zuletzt deshalb hat der Radio-pionier Marconi hier auf dem Signal Hill seinen ersten drahtlosen trans-altlantischen Kontakt hergestellt - ein Ereignis, das sich im Jahr 2001 zum 100sten Mal jährt. Auch wagten Alcock und Brown von hier aus die erste Altlantiküberquerung mit dem Flugzeug.


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