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Kambodscha
Kambodscha ist ein Staat in Indochina und hat gemeinsame Grenzen mit Vietnam, Laos und Thailand. Der Staat am Golf von Thailand ist ein faszinierendes Land, ein Nachfolgestaat des mächtigen Khmer-Reiches, das während der Periode von Angkor ( 9.-14. Jahrhundert) das kulturelle Zentrum Südostasiens bildete.
Der beherrschende Fluss Kambodschas ist der Mekong, die Lebensader auf der die Bewohner des Landes reisen, Handel treiben und teilweise auch wohnen. Die beiden höchsten Gebirge sind das Kardamom- und das Elefantengebirge.
Seit einigen Jahren gewinnt der Tourismus immer mehr an Bedeutung. Hauptsehenswürdigkeiten sind Angkor Wat, Angkor Thom, Siem Riep und natürlich der Mekong und der tropische Urwald.
Für Naturfreunde sind der Kirirom Nationalpark und der Bokor Nationalpark von besonderen Interesse. Allerdings ist es nicht einfach die seltenen Wildrinder, Bären, Tiger, Leoparden, Elefanten oder Flughunde zu Gesicht zu bekommen.
Phnom Penh - Kambodschas Hauptstadt
Kambodschas Hauptstadt liegt am Zusammenfluss von Mekong, Bassac und Tonle Sap. Sie gilt als die schönste der während der französischen Kolonialzeit in Indochina erbauten Städte und ist der einzige wichtige Hafen oberhalb des Deltas. Bis hierher können sogar große Seeschiffe fahren. Gegründet wurde sie 1372 von einer reichen Khmerfrau namens Penh als ein kleines Kloster, nachdem sie vier Buddhastatuen in einem auf dem Mekong treibenden Baum gefunden hatte. Diese Metropole konnte sich bis heute ihren etwas morbiden Charme bewahren. Die Franzosen hinterließen eine inzwischen dem Verfall ausgesetzte Kolonialarchitektur, die zum Teil mit viel Liebe und Geschmack wieder hergerichtet wird. Überall eröffnen Straßenrestaurants, in der Abenddämmerung treffen sich die Menschen an der kürzlich angelegten Flusspromenade und am Wochenende findet ein recht reges Nachtleben statt. Unser Tipp: Beginnen Sie Ihren Abend mit einem Cocktail im „Hotel Le Royal“, gefolgt von einem Drink im „Foreign Correspondent’s Club“ und nehmen Sie den letzten Absacker in der beliebten Bar „Heart of Darkness“.
Königliche Pracht
Den Königspalast wurde auf dem Grund der ehemaligen Zitadelle Bantey Kev (sie stammt aus dem Jahr 1813) erbaut. Da der Palast die offizielle Residenz von König Norodom Sihamoni ist, sind einige Bereiche der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Ein Zuschauermagnet ist die Silberpagode, deren Fußboden mit mehr als 5.000 Silberplatten ausgelegt ist und ein Gesamtgewicht von ca. 6 Tonnen reinem Silber aufweist. Sie wird auch oft als Tempel des Smaragd-Buddhas oder Wat Preah Keo bezeichnet. Über die Hälfte der Inneneinrichtung wurde von den Pol-Pot-Schergen zerstört, doch auch der Rest ist beeindruckend. Der Smaragd-Buddha, von dem es heißt, er bestehe aus Baccaratkristall, thront innen auf einem vergoldeten Sockel über den Altären. Davor steht ein goldener Buddha, der mit 9584 Diamanten besetzt ist – der größte bringt es auf 25 Karat! Er wurde 1906/07 in den Werkstätten des Palastes hergestellt und wiegt an die 90 kg. Direkt vor dem goldenen Buddha befindet sich eine Miniatur-Stupa aus Gold und Silber, die eine Reliquie Buddhas aus Sri Lanka enthält. Hinter den Altären steht ein Marmor-Buddha aus Birma und eine Sänfte des Königs, die von 23 Männern getragen werden musste und mit 23 kg Gold beschlagen ist.
Zum Schluss machen Sie noch einen Abstecher zum überdachten Zentralmarkt mit einem Kuppelbau als Zentrum. An den dicht gedrängten Ständen werden Schmuck, Stoffe und alle Arten von Souvenirs angeboten. Die Obst- und die Gemüsestände am Rand der Halle bieten jede Menge toller Fotomotive.
Angkor Wat sehen und sterben
Umgeben vom Siem Reap River, ist Angkor Wat das größte religiöse Monument der Welt. Und selbst Borobudur und Prambanan auf Java werden auf die nächsten Plätze verwiesen. Erbaut von König Suryavarman II im 12. Jahrhundert zu Ehren des hinduistischen Gottes Vishnu, ist das Ausgrabungsgebiet heute die am meisten besichtigte historische Stätte der Welt. Neueste Forschungen per Satellit kommen zu dem erstaunlichen Ergebnis, dass Angkor schon eine Million Einwohner hatte, als London z.B. gerade mal 30.000 Bewohner zählte!
Um den Tempel kreisen immer mehr Legenden und Histörchen: So wird gesagt, dass ein Sonnenstrahl durch sämtliche Türöffnungen des Tempels während eines bestimmten Tages im April bricht. Und der britische Historiker Arnold Toynbee seufzte: “See Angkor Wat and die“.
In Angkor Wat ist wirklich so viel zu besichtigen, dass man viele Tage allein in dieser Ruine verbringen könnte. Besonders beeindruckend sind die längsten zusammenhängenden Flachreliefs der Welt, die die äußere Galerie auf ihrer gesamten Länge von über 800 Meter schmücken und tiefe Einblicke in die Geschichte der hinduistischen Mythologie gewähren.
Angkor Thom
Die befestigte Stadt („Große Stadt“) hat fünf gewaltige Tore und ist von einem 100m breiten Graben umgeben und erstreckt sich über ein Gebiet von 10 qkm. Sie wird von einer 8 m hohen und 12 km langen quadratischen Mauer und einem 100 m breiten Kanal umgeben, in dem früher hungrige Krokodile gelauert haben sollen. Die 20 m hohen Tore sind mit vier riesigen Gesichtern verziert.
Im Zentrum befinden sich die wichtigsten Tempelanlagen Bayon, Baphuon, die Elefantenterrasse, die Terrasse des Leprakönigs, Phimeanakas und der ehemalige Königspalast. Der Tempelberg Bayon des Königs Jayavarman VII steht im Zentrum der königlichen Stadt und ist einer der Hauptanziehungspunkte unter Angkors vielen Bauwerken. Zu den Attraktionen gehören die verwinkelten Gänge, die steilen Treppen und insbesondere die beeindruckende Ansammlung der 34 dunklen Türme mit 216 erhaben lächelnden, Gesichtern. An jeder Stelle des Tempels blicken mindestens ein Dutzend dieser riesengroßen Gesichter auf uns Winzlinge herab.
Ta Prohm
Wenn Sie den Film Tomb Raider II angschaut haben, dann haben Sie Angelina Jolie als Lara Craft in einen Tempel hinein- und herauseilen sehen, der von gigantischen Baumwurzeln umklammert wird. Die Szene spielt im Ta Prohm Tempel. Dieser Platz der Verehrung wurde zu Ehren der Königsmutter von König Jaryavarman VII erbaut. Man glaubt, dass ungefähr 80.000 Einheimische aus mehr als 3.000 Dörfern der Umgebung notwendig waren, um dieses eindrucksvolle Monument zu erstellen. Ganz im Gegensatz zu Ankor Wat, welches restauriert wurde, ist die Struktur von Ta Prohm seit der Errichtung als Kloster und Hochschule unberührt geblieben. Im Würgegriff des Dschungels bieten sie ein wahrhaft abenteuerliches Urwalderlebnis.
Indochina – schon der Klang gibt sich geheimnisvoll und verspricht Abenteuer pur. Wir wollen uns auch einmal wie Indiana Jones und Lara Craft fühlen und starten mit Vietnam Airlines nach Saigon, dem heutigen Ho Chi Minh City. Von dort aus wollen wir nach Kambodscha zur geheimnisvollen Ruinenstadt Angkor Wat reisen. Und das per Schiff...



