ITALIEN - URLAUB IN KALABRIEN

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Kalabrien - Urlaub zwischen Bergen und Meer

Der Pollino-Nationalpark. Bilder: Fototeca ENIT

Der Pollino-Nationalpark. Bilder: Fototeca ENIT

Der Duft der zahllosen Heilkräuter vermischt mit dem Salzgeruch des Ionischen und des Tyrrhenischen Meeres, dazu ewiger Sonnenschein - das sind einige Kennzeichen Kalabriens. Die rund 800 Kilometer lange, buchtenreiche Küste, über 2000 Meter hohe Berggipfel und mehr als 450.000 Hektar dichte Wälder machen Kalabrien zudem zu einem Geheimtipp für naturliebende Urlauber.

 

Die Flora ist überwältigend: von den seltenen, gepanzerten Pinien, die in 2000 m Höhe auf dem Pollino wachsen bis zur Zedernriviera an der Tyrrhenischen Küste; und von Cosenza, wo in Scalea die seltene Palinuro-Primel blüht, bis zur Riviera des Jasmins. Ringelblumen überdecken die herrlichen Wiesen mit einem orangefarbenen Teppich.

 

Kalabrien hat viele Gesichter: an den herrlichen Stränden Sonne pur, auf den Bergmassiven des Pollino, des Silagebirges, der Serre und des Aspromonte ein schattig nordisches Klima. Die Städte Kalabriens wiederum sind wahre Fundgruben für Kulturkenner.

 

Der Dom in Cosenza

Der Dom in Cosenza

Das beste Beispiel ist Cosenza, die antike Hauptstadt der Brettii, die bereits in der Zeit der Griechen blühte und auf eine ruhmreiche Geschichte zurückblicken kann. Sehenswert sind die Burg, die schöne Altstadt, die vielen Adelshäuser und die Kirchen, die am besten die Verflechtung von Geschichte und religiösen Glauben veranschaulichen. Mitten in der Altstadt, am malerischen Corso Telesio, erhebt sich der Dom, einer der bedeutendsten Kirchenbauten der Region. Er wurde im romanischen Stil, Mitte des 12. Jh. erbaut, später wurde die Fassade im Stil der Zisterzienserkirchen der Sambuchina und der Abtei Santa Maria della Matina erneuert. Das größte Juwel des Domes ist die Staurothek, ein kreuzförmiges Reliquiar, das ein Fragment des Kreuzes Christi enthält und dem Dom von Cosenza gestiftet wurde.

 

An den Hängen des Monte Pollino ist der malerische Ort Morano Calabro sehenswert. Seine weißen Häuser "stürzen" wie ein Wasserfall an der Seite des kegelförmigen Hügels in die Tiefe, überragt von den Ruinen einer Burg aus der Normannenzeit. Am Ortseingang steht die Kirche San Bernardino (1452), eine der schönsten und seltensten Beispiele der Baukunst des 15. Jahrhunderts in Kalabrien.

 

Die Riviera dei Cedri, die "Küste der Zedratzitronen", ist ein besonders schöner Küstenabschnitt im Nordwesten Kalabriens, der sich über etwa 70 Kilometer zwischen Tortora und Paola erstreckt. Zahlreiche geschätzte Badeorte mit endlosen Stränden findet man an diesem Teil des Tyrrhenischen Meeres. Besondere Besuchermagnete sind Maratea, Praia a Mare, Scalea und Diamante. Die Stadt Paola ist der wichtigste Wallfahrtsort der Region. San Francesco da Paola, der Gründer des Ordens der Paulaner (in Deutschland auch bekannt durch das "Münchner Paulanerbräu") erblickte hier im 15. Jahrhundert das Licht der Welt.

 

Tropea, das direkt am Meer majestätisch auf einem breiten Felsen thront, gilt als das beliebteste Touristenziel Kalabriens. Sein Hauptkapital sind die gepflegten Sandstrände. Zudem stellt Tropea eines der interessantesten Kulturzentren Kalabriens dar. 50 Adelspaläste und 17 Kirchen findet man in der Stadt.

 

Die Landenge von Marcellinara ist die "Stütze Kalabriens", der Korridor, der den kalabrischen Appenin nur an einer Stelle in Ost-West-Richtung unterbricht. Eine herrliche Aussicht auf die Landenge hat man von der antiken römischen Gründung Tiriolo aus. In Maida und Nicastro erheben sich feierlich alte Burgen über der Ebene, die von Oliven- und Obstanbau beherrscht wird.

 

Reggio di Calabria, die alte Hauptstadt, ist eine Stadt zwischen Glanz und Elend - auf der einen Seite als Hochburg der Kriminalität bekannt, auf der anderen Seite Schauplatz vieler kultureller Faszinationen. Aufgrund des milden Klimas und der Lage an der Ostküste der Meerenge von Messina wird Reggio di Calabria auch gern als Kurort und Seebad genutzt. Die Promenade "Lungomare Matteotti" ist nach Meinung des Dichters Gabriele D`Annunzio der "schönste Kilometer Italiens".

Blick auf Catanzaro

Blick auf Catanzaro

Catanzaro, die heutige Hauptstadt Kalabriens, ist ein Beispiel für die historische Bedeutung der Gründung urbaner Zentren, die dazu dienen sollten, das Territorium zu kontrollieren. Schon Kaiser Niceforo Foca verfolgte die Absicht, die Verkehrsverbindungen zwischen ionischer und tyrrhenischer Seite zu überwachen. Heute wird die Stadt durch die Verwaltung, die Uni und das Baugewerbe geprägt. Zu den kulturellen Highlights zählt das "Teatro Politeama", das 2002 eröffnete Stadttheater.

 

Mehr zum Urlaub in Kalabrien:

www.enit-italia.de


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