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Die "Riviera dei Cedri" - Urlaub an Kalabriens Norwestküste

Strand bei Maratea. Bilder: Fototeca ENIT

Strand bei Maratea. Bilder: Fototeca ENIT

Die Riviera dei Cedri, die "Küste der Zedratzitronen", ist ein besonders schöner Küstenabschnitt im Nordwesten Kalabriens, der sich über etwa 70 Kilometer zwischen Tortora und Paola erstreckt. Urlaubern bietet dieser Teil des Tyrrhenischen Meers vor allem zahlreiche beliebte Badeorte mit endlosen Stränden. Viele der kleinen Städte entlang der stark befahrenen Uferstrasse SS 18 bestechen zudem durch charmate Altstadtkerne.

 

Am weiten Golf von Policastro liegt das bekannte Bergstädtchen Maratea. Grüne Hügel, die von hohen, kahlen Bergrücken umrahmt werden, prägen das Bild der Gemeinde. Abends präsentiert sich Maratea mit seinen engen Gassen, den Plätzen, Bars und exquisiten Restaurants äußerst lebendig.

 

Badeurlaubern ist Maretea seit langem ein Begriff. Von Acquafredda bis Marina di Maratea findet man im Einzugsbereich des Ortes eine Idylle aus kleinen Buchten mit kristallklarem Wasser.

Äußerst sehenswert ist die 21 Meter hohe Christusstatue, die sich über dem zu Ruinen verfallenen Ortsteil Maratea Superiore erhebt und ähnlich wie ihre "Schwester" in Rio de Janeiro segnend die Arme ausbreitet. Zu ihren Füßen hat man aus rund 600 Metern Höhe einen herrlichen Ausblick auf die Costa di Maratea. In Marina di Maratea ist auch die Grotta di Maratea mit ihren bizarren Tropsteinen sehenswert.

 

Praia a Mare, ein idyllisch im Grünen gelegener Ferienort, konnte von der Popularität des nahegelegenen Maratea profitieren. Auch Praia a Mare zählt heute zu den beliebtesten Zielen an der Riviera dei Cedri. Schöne Sand- und Kieselstrände sowie ein Wasservergnügungspark warten auf Badegäste. Beliebt sind auch Paddelbootfahrten zur vorgelagerten Isola di Dino mit ihren geheimnisvollen Meeresgrotten.

 

Das weiter südlich gelegene Scalea beeindruckt durch seine treppenförmig ansteigende mittelalterliche Altstadt. Sie hat sich bis heute ihren ganz eigenen Charme bewahrt. Sehenswert ist die kleine Basilianerkirche, die etwas versteckt in der oberen Altstadt in Nähe der Kirche Santa Maria d'Episcopio liegt. Ihre Wände werden von Resten byzantinischen Wandmalereien geschmückt. Die Kirche San Nicola in Plateis besitzt eine Krypta und ein bemerkeswertes gotisches Grabmal.

Auch die Strandzone Scaleas lockt viele Urlauber an. Am weiten Sandstrand bieten Felsbogen und größere Blöcke Tauchern und Schwimmern ein erstklassiges Revier.

 

Das Städtchen Diamante weiter südlich sticht durch seine berühmten "Murales" hervor. Dabei handelt es sich um schöne Wandmalereien in der Altstadt, die seit den Achzigerjahren von zeitgenössischen Künstlern gefertigt werden. Sie zeigen u. a. Szenen aus den kalabrischen Alltag.

 

Diamate bietet darüber hinaus bemerkenswerte kulinarische Highligts. An der Uferpromenade findet man zahlreiche Eisdielen, in denen das erfrischende grüne "Granita di Cedro", eine lokale Sorbetspezialität, verkauft wird. Zudem ist Diamante eine Hochburg der Chilischoten, die hier "Peperoncini" heißen. Zur Erntezeit im September wird den scharfen Schoten alljährlich ein Festival gewidmet.

Im Küstengebiet von Diamante fallen die in regelmäßigen Abständen positionierten Wehrtürme auf, die im 16. Jahrhundert zum Schutz vor den Türken errichtet wurden.

 

Auch Badeurlauber kommen in Diamante auf ihre Kosten. An beiden Seiten von Diamante und dem nördlich gelegenen Cirella erstrecken sind lange Sand- und Kiesstrände, die meist sehr sauber sind (Ausnahmen: Jui und August). Das Meer um die Isola di Cirella ist zudem ein erstklassiges Revier für Taucher und Schnorchler.

Blick auf Paola

Blick auf Paola

Paola schließlich gilt als der wichtigste Wallfahrtsort Kalabriens. San Francesco da Paola, der Gründer des Ordens der Paulaner (in Deutschland auch bekannt durch das "Münchner Paulanerbräu") erblickte hier im 15. Jahrhundert das Licht der Welt. Der Patron von Kalabrien, dem einige Wunder zugeschrieben werden, wird von den italienischen Matrosen angebetet. In der Basilika seines Klosters aus dem 15. Jahrhundert sind Reliquien des "Heiligen" aufbewahrt.

 

Übrigens: Die namensgebenden Zedratzitronenbäume (Cedro) der Riviera dei Cedri kann man rund um Santa Maria del Cedro und Cirella bestaunen. Für Juden ist die grünliche Zedratzitrone, die beim jüdischen Erntedankfest (Laubhüttenfest) eine wichtige Rolle spielt, ein Reinheitssymbol. Entsprechend werden die Früchte an jüdische Gemeinden in aller Welt geliefert.

 


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