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Der Nationalpark des Pollino - Urlaub in Süditaliens Naturparadies
Zwischen Kalabrien und Basilicata befindet sich der Pollino Nationalpark (Parco Nationale del Pollino), der größte Naturpark Italiens mit einer Fläche von fast 200.000 Hektar. Er umfasst das Pollino-Massiv und das Orsomarso-Massiv. Wanderer und Mountainbiker finden hier ideale Bedingungen.
Die Landschaft des Nationalparks ist durch rauhe Gipfel geprägt. Die meisten Berge sind 1000 bis 2000 Meter hoch, der Monte Pollino kommt sogar auf 2271 Meter.
Einen hervorragenden Ausblick auf das gesamte Territorium hat man auf dem bekannten Piano di Pollino, einem Höhenplateau mit charakteristischenHochweiden. Auch ein Gletschertal trifft man hier an.
Faszinierend und landschaftsprägend sind die zahlreichen Flüsse und Bäche (zum Beispiel Raganello, Peschiera und Mercure), die über Klippen, Wasserfälle und entlang jahrhundertealter Bäume durch den gesamten Nationalpark fließen. Das Tal des Raganello gilt als eines der schönsten und faszinierendsten des Pollino. Der 30 Kilometer lange Sturzbach fließt an den höchsten Berge des Gebietes vorbei und hat auf seinem Weg tiefe Schluchten ins Gelände gegraben. Die steilen Felswände werden immer wieder von lieblichen grünen Tälern durchbrochen. Buchen, Eichen und Ahorn sind hier zu Hause, ebenso Pinien, Weiden und Akazien.
An vielen Stellen des Nationalparks trifft man zudem auf spektakuläre Canyons, die durch Wassereosion entstanden sind. Sie charakterisieren die auffälligsten Plätze des Pollino, zum Beispiel Gole del Lao, Gola della Garavina und Gola del Barile.
Auch an sehenswerten Höhlen ist der kalksteinreiche Pollino Nationalpark nicht arm. Die bekannteste aller Höhlen ist die Grotta del Romito, in der man neben zahlreichen Stalagmiten und Stalagtiten eine wertvolle prähistorische Stier-Grafik antrifft.
Ein weiteres Highlight des Pollino ist seine Flora. Ausgedehnte Buchenwälder, die bereits erwähnten Hochweiden, weiße Fichten und die höchst seltenen Panzerföhren tragen maßgeblich zum Reiz des Nationalparks bei. Und auch die Fauna des Pollino ist beachtlich: Rehe, Wildkatzen, Wildschweine, Igel, Otter (an den Ufern des Flusses Peschiera), Schwarzspechte, Königsadler, Geier, Uhus, Hirschkühe und der Appeninnenwolf (der vor allem in den Wäldern von San Severino Lucano und Viggianello anzutreffen ist) finden hier ihren Lebensraum.
Zu den Attraktionen des Nationalparks zählen zudem seine zahlreichen beschaulichen Bergdörfer, in denen sich häufig jahrhundertealtes albanisches Brauchtum erhalten hat. Und sogar einen griechisch-orthodoxen Bischofssitz kann man vor Ort antreffen. Während des Gottesdienstes in der kleinen Kirche von Civita hört man latein, griechisch, italienisch und albanisch.
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