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Petra - die Felsenstadt

Blick aus Petra heraus

Blick aus Petra heraus

Jeder, der das erste Mal Urlaub in Jordanien macht, wird die alte Felsenstadt Petra besuchen, eines der touristischen Highlights im arabischen Raum. Vor allem durch Steven Spielbergs Spielfilm „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ wurde die beeindruckende Stadt berühmt. Dabei ist das „Schatzhaus des Pharaos“, das Felsengrab, das im Film zu sehen ist, nur eine der unzähligen Sehenswürdigkeiten.

Petra wurde vor 8.000 Jahren von den Vorfahren der Nabatäer gegründet, allerdings war das Gebiet des heutigen Petra bereits in der Altsteinzeit besiedelt. Die eigentliche Blütezeit der Stadt war von etwa 200 vor bis 300 nach Christus.

 

Petra - das Schatzhaus

Petra - das Schatzhaus

Nach mehreren Erdbeben verfiel die Stadt, die Einwohner siedelten sich in anderen Orten an und Petra wurde von der Welt vergessen. Nur Beduinen hielten sich noch regelmäßig auf ihren Wanderungen dort auf, sprachen aber nicht weiter darüber, schon weil sie hofften, in Petra eines Tages große Schätze zu finden, was ihnen aber nie gelang. Sie gaben den Felsengräbern fantasievolle Namen, die aber selten der ursprünglichen Bedeutung  nahe kamen. Beduinen gaben auch dem "Schatzhaus des Pharaos" seinen Namen. Es war aber immer "nur" das normale Felsengrab des Nabatäerkönig Aretas IV.

In den folgenden Jahrhunderten verlor Petra immer mehr an Bedeutung, vor allem die Verlagerung der Karawanenwege in das Gebiet des heutigen Syrien und der Ausbau der Schifffahrtsrouten durch die Römer machten der Stadt zu schaffen.

Petra, Blick auf Ed-Deir

Blick auf Ed-Deir und das Umland von Petra

Ein "Muss" für jeden Petra-Besucher ist das Felsgrab Ed-Deir. Im Gegensatz zu den meisten Sehenswürdigkeiten in der Felsenstadt liegt es nicht versteckt, vor allem seine Urne ist schon von weitem zu sehen. Das  Felsgrab Ed-Deir ist eines der bedeutendsten Bauwerke der nabatäischer Baukunst, nicht allen seiner Größe wegen (über 40 Meter), sondern auch wegen seiner Einmaligkeit und seiner beeindruckenden Schönheit. 

Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Römische Theater, die Säulenstraße (die einstige Hauptverkehrsachse) und die Gräber der Königswand.

Die riesigen Ausmaße (36 Quadratkilometer) der 600 Jahre lang in Vergessenheit geratenen Stadt, die nur über einen schmalen Gebirgspfad, den sogenannten Siq, zugänglich ist, kann man nur vor Ort erfassen. Ein Tagesbesuch reicht allerdings dafür bei weitem nicht aus. 

Nur eins kann man sich schenken: Petra bei Nacht! Durch das Blitzlichtgewitter der unzähligen Touristen kommt keine wirkliche Romantik auf. Schade, theoretisch könnte ein Spaziergang durch den Siq bei Nacht und die Atmosphäre vor dem Schatzhaus, vor allem bei Vollmond, wunderschön sein.


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