URLAUB IN JAPAN
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Japan - einmalige Naturlandschaft abseits der Großstädte
Wer an Japan denkt, dem kommen meist Bilder von einer hochtechnologisierten Industrienation in den Sinn. Natur? Fehlanzeige. Doch gerade Japan lockt mit seiner unbeschreiblich schönen Natur zu einem unvergesslichen Urlaub. Denn zur Überraschung vieler verfügt Japan über jede Menge Naturlandschaft, während nur etwa 20 Prozent der Landfläche bebaut sind. Der Rest des Landes besteht aus 30.000 Kilometer langen Meeresküsten, zerklüfteten Gebirgen und tiefen Tälern.
Über das ganze Land verteilen sich 28 Nationalparks. Daisetsuzan ist der größte Nationalpark Japans und liegt im Zentrum der nördlichen Insel Hokkaidô. Dort kann man zwischen Gebirgen vulkanischen Ursprungs, Urwald und tiefen Schluchten wandern. Der Chubu-Sangako Nationalpark bietet mit seinen über 100 Gipfeln, wovon mehr als die Hälfte über 2.400 Meter hoch ist, ein Highlight für jeden Bergsteiger.
Der Fuji-Hakone-Izu Park wird von dem majestätischen Fuji dominiert. Am Fuße des 3.776 Meter hohen Berges liegen fünf schillernde Seen. Kein Wunder also, dass der Fuji das Lieblingsfotomotiv vieler Japaner ist.
Wer den Fuji besteigen möchte, der hat dazu nur im Juli und August die Möglichkeit. Den Rest des Jahres bedeckt eine weiße Schneeschicht den Berggipfel. Zwar ist die Besteigung nur in den Sommermonaten möglich, doch in dieser Zeit ist der Aufstieg recht unproblematisch und lediglich festes Schuhwerk und eine gute Kondition sind nötig.
Es empfiehlt sich, es den Japanern nachzutun und sich über Nacht in einer einfachen Herberge auf dem Fuji einzuquartieren. So kann man dann am nächsten Morgen rechtzeitig aufstehen, um den Sonnenaufgang auf dem Gipfel des Fuji zu erleben. Der Anblick der aufgehenden Sonne entschädigt dabei für den mühevollen sechs- bis achtstündigen Aufstieg.
Heiße Quellen und traumhafte Srände
Die Gebirge Japans bieten mit ihren zahlreichen heißen Quellen (Onsen) auch reichlich Raum für Entspannung. Etwa 2.000 Onsen verteilen sich über das ganze Land. Die Warmwasserbäder liegen oft mitten im Wald, an Flüssen, rauschenden Wasserfällen oder an der Küste, so dass man das Bad mit Blick auf die umliegende Natur genießen kann. Das Baden in den heißen Quellen gilt einerseits als Genuss, andererseits dient es auch zum Heilen von Krankheiten. Die Temperaturen der verschiedenen Onsen variieren von heißen 42 Grad bis hin zu kühlen 25 Grad.
Sehr beliebte Onsen findet man in den Orten Noboribetsu, Atami, Hakone und Beppu. Ein Extrem bietet die Quelle in Kusatsu. Dort wird das mit 60 Grad außergewöhnlich heiße Wasser von den Bediensteten erst einmal auf unter 50 Grad abgekühlt. Hoch in den Bergen Japans, in der Nähe von Nagano, befindet sich die Quelle Jigokudani, in der man Makake-Affen beim Plantschen zuschauen kann.
Das Meer lädt ebenfalls an vielen Orten zum Baden ein. Die Bevölkerung des Großraums Tokio tummelt sich an heißen Wochendenden gerne auf der kleinen Insel Enoshima, während in der Kansai-Region die Präfektur Wakayama mit traumhaften Stränden aufwartet. Feine Sandstrände gibt es auch auf der südlichen Hauptinsel Kyûshû. Besonders die Kagoshima-Präfektur ist einen Besuch wert, wenn man im Urlaub nicht auf das Badevergnügen verzichten möchte. Die meisten und die schönsten Strände findet man jedoch auf der Inselgruppe Okinawa. Das denken auch die Japaner und so machen jedes Jahr sechs Millionen von ihnen Urlaub auf den subtropischen Inseln.
Kurz und gut - Japan bietet für Jeden etwas. Wer seinen Urlaub in Japan verbringt, kann durch Wälder spazieren, Berge besteigen, Seen umwandern, im Meer schwimmen oder einfach in den heißen Quellen die Seele baumeln lassen.
Text: Daniela Hesse



