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Japanische Sitten - Schuhe aus und Nase hochziehen
Japan ist für seine einzigartige Kultur bekannt, die sich von der westlichen stark unterscheidet. Gerade diese Andersartigkeitet birgt auch die Gefahr beim Urlaub in Japan in einige Fettnäpfchen zu treten. Damit Ihr Urlaub nicht zum Reinfall wird, präsentieren wir hier einige Tipps wie Sie alles richtig machen. Und keine Sorge, Ausländern gegenüber sind die Japaner ohnehin sehr nachsichtig.
In ganz Japan gilt die Regel "Schuhe ausziehen", wenn man ein Haus betritt, da Straßenschuhe in Japan als unrein betrachtet werden. Deshalb beim Betreten eines Tempels, Schreins oder einer Privatwohnung immer die Schuhe vorher ausziehen. Generell stehen bequeme Hausschuhe schon bereit.
Aber Vorsicht! Für die Toilette gibt es noch einmal extra Toilettenschuhe, also hier den Schuhwechsel nicht vergessen und nach dem Toilettenbesuch wieder in die normalen Hausschuhe zurückschlüpfen. Es gab schon so manchen Lacher, wenn ausländische Besucher plötzlich mit den Toilettenschuhen im Wohnzimmer standen.
In Japan ist es eine Unart sich in der Öffentlichkeit oder gar während des Essens die Nase zu putzen. Besser ist es für diesen Fall die Toilette aufzusuchen oder einfach die Nase hochzuziehen, was bei uns Europäern eigentlich total verpönt ist. Aber wie heißt es so schön? - "Andere Länder, andere Sitten". So auch beim Essen. Wer bei uns schmatzt und schlürft, bekommt meist komische Blicke zugeworfen, während Schlürfen in Japan Teil der Esskultur ist.
Wer mit Japanern Essen oder Trinken geht, sollte sich nie selbst einschenken. Das erledigt der Tischnachbar, so dass man sich gegenseitig einschenkt. Außerdem sollte man es vermeiden die Essstäbchen senkrecht in den Reis zu stecken. Dies wird als schlechtes Zeichen gewertet, da man in Japan den verstorbenen Vorfahren am buddhistischen Hausaltar auf diese Weise den Reis opfert.
Wenn man geschäftlich nach Japan reist, wird einem auch schnell die Sitte begegnen, bei dem ersten Treffen "meishi" (Visitenkarten) auszutauschen. Diese Sitte erleichtert es den Japanern, sich die fremdländischen Gesichter und Namen zu merken. Japanische Geschäftleute verfügen praktischerweise über beidseitig bedruckte Visitenkarten, bei der die eine Seite auf Englisch oder Deutsch ist. Man überreicht die Visitenkarte sehr feierlich mit beiden Händen und steckt sie nicht direkt in die Tasche, sondern studiert sie genau. Danach bleibt sie für alle Fälle griffbereit auf dem Tisch liegen.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Japan ist der Austausch von Präsenten. Geschenke drücken Verbundenheit und Dankbarkeit aus und sind ein Zeichen von Respekt. Da reichen auch schon Blumen und Süßigkeiten aus - zum Beispiel leckere Schokolade aus der Heimat. Typische Mitbringsel aus dem Heimatland sind sowieso sehr beliebt.
Japan ist besonders bekannt für seine Badekultur. Hierbei sollte man beachten, dass man sich vor dem Eintauchen in die heiße Wanne oder Quelle säubert. Dafür stehen in den Baderäumen meist kleine Duschen oder Wasserhähne zur Verfügung. Das Wasser in der Wanne oder der Quelle dient ausschließlich der Entspannung des Körpers und nicht dessen Reinigung.


