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Jamaika hat mehr zu bieten als Traumsträne

Jamaika - im Herzen grün. Fotos: Jamaica Tourist Board

Jamaika - im Herzen grün. Fotos: Jamaica Tourist Board

Jamaika bietet für jeden Geschmack etwas. "Were not a beach, were a country" lautet einer der Slogans. Denn Jamaika hat weit mehr zu bieten, als wunderschöne, palmenumsäumte Strände am türkisblauen Meer. Die Blue Mountains, eine Gebirgskette im Osten der Insel, mit Gipfeln von über 2.000 Metern, die üppige Vegetation und exotische Pflanzenwelt des tropischen Urwaldes im Norden der Insel bei Port Antonio, romantische Wasserfälle und imposante Herrenhäuser in weitläufigen Plantagen tragen ebenso zu Jamaikas Schönheit bei wie Sonne, Strand und Meer.

Montego Bay

Montego Bay ist neben Kingston die einzige Großstadt der Insel und nimmt den Titel "heimliche Hauptstadt" gerne in Anspruch. MoBay, wie es liebevoll genannt wird, ist in den letzten Jahren sehr gewachsen und erstreckt sich von Rose Hall Great House im Osten bis zum Tryall Golf, Tennis & Beach Resort im Westen. Etwas außerhalb liegen historische Städte wie Falmouth, Lucea, Anchovy und Duncans, die von Montego Bay aus auf einem Tagesausflug erkundet werden können. Abends kehrt man wieder in das pulsierende Leben von Montego Bay zurück.

 

In der Harbour Street gibt es den Crafts Market, wo gerne gefeilscht wird und immer jemand bereit ist, die berühmten Rastazöpfchen zu flechten. Ein ursprünglicher jamaikanischer Markt befindet sich in der Fustic Street, wo professionelle Händler zeigen, wie man feilscht.

 

Das "Rose Hall Great House" gehört zu den imposantesten Herrenhäusern. Vor Jahren wurde es komplett restauriert und liebevoll eingerichtet. Hier lebte im 18. Jahrhundert Annie Palmer, die als "weiße Hexe" Voodoo Kräfte besessen haben soll und mehrere Sklaven, nebst drei Ehemännern, umgebracht hat. Noch heute soll sie durch das Haus spuken und so manchem Besucher im Spiegel erscheinen oder nach dem Entwickeln der Urlaubsfotos auf diesen zu sehen sein.

 

Auf einer geruhsamen Fahrt auf einem Bambusfloß durch das nördlich von Montego Bay gelegene Tal des Lethe River erlebt man die tropische Pflanzenwelt.

 

Wer die Unterwasserwelt Jamaikas kennenlernen möchte, kann mit MoBay Undersea Tours auf einer Bootstour in einem Glasbodenboot im Montego Bay Marine Park schillernde Fischschwärme bewundern.

Ocho Rios

Wasserfälle Ocho Rios - willkommene Erfrischung

Wasserfälle Ocho Rios - willkommene Erfrischung

Ocho Rios ist ein Mekka für Sonnenanbeter und Wassersportler. Vor allem die Mallards Bay bietet Wassersportfans jede erdenkliche Freizeitgestaltung, vom Wasserskifahren bis zum Tauchen oder Hochseefischen.

Hotels, Häuser und Geschäfte befinden sich am Hafen von Ocho Rios, der nur einen Steinwurf von der Einkaufsmeile und den Restaurants entfernt liegt. Man kann in Ocho Rios herrlich entspannen, der Ort bietet dem Besucher aber auch eine Vielzahl an Aktivitäten.

Die nahegelegenen Dunns River Falls zählen zu den Hauptattraktionen der Insel. Nicht nur, weil Szenen aus Ian Flemings "James Bond jagt Dr. No" hier gedreht wurden, sondern auch weil es ein Heidenspaß ist, die Wasserfälle mit Hilfe eines Führers zu erklimmen. Über mehrere Kaskaden stürzt das kühle Nass aus 200 Metern Höhe ins Meer.

Unweit der Dunn's River Falls, direkt im Meer, wurde am 28. Dezember 2000 ein natürliches Delphinbecken eröffnet. Besucher können mit den vier intelligenten "Bottlenose-Delphinen" unter fachmännischer Anleitung schwimmen. Als die vier Delphine im Dezember von Mexiko nach Jamaika gebracht worden waren, versammelten sich um das Meerbecken mit den Neuankömmlingen eine Schar von 100 Delphinen zur Begrüßung. Eine Rarität, denn vor Jamaika sieht man selten Delphine.

Ein Abstecher zu den botanischen Shaw Park Gardens lohnt ebenfalls. Hier entfaltet sich die exotische und tropische Pflanzenwelt in einer unglaublichen Farbpalette. Beeindruckend ist auch Fern Gully, eine Allee aus meterhohen Farnen, in der Nähe von Ocho Rios.

Firefly, das Haus des Dramatikers und Schauspielers Noël Coward, ist ein touristisches Muss und von Ocho Rios aus schnell zu erreichen. Die Aussicht ist atemberaubend und war Anlass für die Komposition des Liedes "Room with a view", Zimmer mit Aussicht. Den Namen "Firefly" bekam das Anwesen wegen der zahlreichen Glühwürmchen, die in der Nacht mit dem Funkeln der Sterne konkurrieren. Das ehemalige Wohnhaus Noël Cowards ist heute ein Museum, das das Leben und Werk des Künstlers präsentiert. Es läßt den Besucher die Faszination, die Jamaika auf Coward ausübte, nachempfinden.

Port Antonio

Die Liebesbrücke - nicht nur für Verliebte

Die Liebesbrücke - nicht nur für Verliebte

Rund um Port Antonio entfaltet sich die ursprüngliche Landschaft der Karibik. Auf einem Floß die Stromschnellen des Rio Grande entlang zu fahren, ist ein einzigartiges Erlebnis. Errol Flynn hatte sich 1946 in Port Antonio niedergelassen und gilt als der Erfinder der Floßfahrten, die heute zu den touristischen Attraktionen auf Jamaika zählen. Flynn kaufte in den 50er Jahren die Port Antonio vorgelagerte Insel Navy Island, um dort seine berüchtigten Hollywood-Parties zu feiern. Heute kann man die zauberhafte Insel per Schiff besuchen; das ehemalige Haus von Errol Flynn ist nur noch als Ruine zu besichtigen.

Romantiker behaupten, die Blue Lagoon bei Port Antonio wäre die tiefste Lagune der Welt. Es wird geschätzt, dass sie über 60 Meter tief und deshalb so intensiv blau ist. Die Blue Lagoon lädt zum Schnorcheln oder zur Fahrt mit dem Glasbodenboot ein. Die Grotten von Nonsuch liegen über dem Meeresspiegel und können während eines Schiffausflugs besichtigt werden. Sehenswerte Wasserfälle wie die Reach Falls liegen etwas abgeschiedener. Zu den Traumstränden Jamaikas gehört Frenchman's Cove, eine kleine romantische Bucht, die von Felsen begrenzt wird. Hier fließt ein Süßwasserfluss direkt ins Meer.

Anfang 2001 beschloss die jamaikanische Regierung, Port Antonio's Yachthafen bis Mitte 2002 neu aufzubauen, um dort die Regatta der "Tall Ships" Ende Juni 2002 gebührend zu empfangen. Auch der Flughafen von Port Antonio wurde ausgebaut, um die Anreise von Montego Bay oder Kingston zu verkürzen. Mit dem Ausbau des Hafens und des Flugplatzes trägt Port Antonio dem Wunsch vieler Jamaika-Besucher Rechnung, die ihr Paradies der Insel schneller zu Wasser oder Land erreichen möchten.

Ein außergewöhnliches Naturerlebnis stellen die Wanderungen von Valley Hikes dar. Die Organisation bietet Wandertouren mit thematischen Schwerpunkten, Floßfahrten und Ausritte im Tal des Rio Grande an. Unter kundiger Führung eines Einheimischen erfährt man viel über Flora und Fauna.

Negril

Die Insel lässt sich gut mit dem Roller erkunden

Die Insel lässt sich gut mit dem Roller erkunden

An Jamaikas westlichstem Punkt befindet sich Negril, das für den schneeweißen, 11 Kilometer langen feinen Sandstrand und das aquamarinfarbene Wasser berühmt ist. Eine der Hauptattraktionen dieses Ferieneldorados ist Ricks Café, das auf Klippen direkt am Meer erbaut ist. Während Mutige von den 30 Meter hohen Felsen ins Meer springen, kann man mit einem Cocktail in der Hand einen der wohl schönsten Sonnenuntergänge der Welt bewundern.

Jamaikas Südküste

Die Südküste Jamaikas ist mittlerweile ein Tipp unter Jamaika-Kennern. Kleine, karibische Hotels, luxuriös ausgestattet bieten Urlaub auf Jamaika "at ist best". Ein Abstecher zu den versteckt gelegenen YS Falls oder eine Bootssafari auf dem Black River, in dem 300 Krokodile heimisch sind, sollten auf dem Ausflugsprogramm stehen. Nicht weit ist es von hier aus zur Appleton Estate, einem jamaikanischen Traditionsunternehmen, das jährlich 10 Millionen Liter feinsten Rums destilliert. Geführte Touren erklären liebevoll die Produktionsschritte der Rumherstellung, selbstverständlich ist eine Verkostung des Lieblingsgetränks der Seeleute Teil des Programms.


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