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Die Geschichte des Jakobwegs

Alle Jakobswege nach Santiago de Compostela

Alle Jakobswege nach Santiago de Compostela

Die asturianische Monarchie, konkret Alfons II., gab einem alten Brauch wieder neuen Anstoß: die Pilgerung nach Finisterre, dem letzten Ende des Westens, wo die Sonne täglich «starb», indem sie im dunklen Meer versank. Dorthin gingen auch die Seelen nach dem Tode. Dieser Brauch wurde zur Zeit Roms und während der Invasionen der Barbaren unterbrochen bzw. verboten. Es gibt Hinweise darauf, dass die Römer selbst einen parallelen Weg zur Küste immer in deren Nähe zeichneten, der so genannte Agrippa-Seeweg, der von Aquitaine bis Finisterre reichte und später den erobernden asturianischen Truppen unter Herrschaft der Könige Alfonso II., Ramiro. l, Ordoho l. und Alfons III. dienten, die alten Basken und die Galicier zu unterwerfen. Dieser Weg wurde 798 von Alfons II. genutzt, um Botschafter an den Hof von Karl dem Großen in Aachen zu senden. Im 9., 10. und 11. Jahrhundert sollte der Weg erneut für Pilgerungen genutzt werden.

 

Denkmal von Isabella der Katholischen in Gijon

Der Ursprung der Wallfahrt nach Santiago über die Route an der asturianisch-galicischen Küste geht auf die Zeit unmittelbar nach Entdeckung des Apostelgrabs zurück. Die Wege des früheren Königreichs Asturien waren mit die ersten, über die Pilger nach Santiago gelangten. Bevor die spanischen Monarchen im 11. und 12. Jahrhundert den Französischen Weg als Hauptroute förderten, um die christlichen Königreiche des Nordens zu verbinden, erfreute sich die Küstenstrecke einer...

Brücke am Jakobsweg

Eines der am ausgeprägtesten Merkmale des Jakobswegs ist die Gastfreundschaft. Seit den Anfängen dieser Pilgerfahrt war für kirchliche, politische und gesellschaftliche Institutionen und Einrichtungen sowie für unzählige anonym gebliebene Menschen die Betreuung der Pilger ein zentrales Anliegen. Auch die Pilger von heute kommen in den Genuß dieses mit der historischen Bedeutung des Jakobswegs so innig verbundenen Privilegs. Das moderne für Pilger reservierte öffentliche Herbergsnetz Galiciens...

Übersichtskarte

Die asturianische Monarchie, konkret Alfons II., gab einem alten Brauch wieder neuen Anstoß: die Pilgerung nach Finisterre, dem letzten Ende des Westens, wo die Sonne täglich «starb», indem sie im dunklen Meer versank. Dorthin gingen auch die Seelen nach dem Tode. Dieser Brauch wurde zur Zeit Roms und während der Invasionen der Barbaren unterbrochen bzw. verboten. Es gibt Hinweise darauf, dass die Römer selbst einen parallelen Weg zur Küste...

Santiago de Compostela

Man betritt das eigentliche Stadtgebiet über das Viertel San Läzaro, in dem sich der Kongreßpalast befindet, ein Sportstadion, diverse Abteilungen der galicischen Landesregierung sowie der Galicien-Pavillon mit einer permanenten Ausstellung zu den verschiedenen Jakobswegen. Die beiden bedeutendsten historischen Gebäude in diesem Stadtbereich sind das alte Lazarett aus dem 19. Jahrhundert und die Lazaruskapelle...

Der traditionsreiche Jakobsweg wurde im September 2004 mit dem renommierten Preis „Príncipe de Asturias“ (Kategorie: Eintracht) für seine universelle Bedeutung als Raum für Toleranz, Wissen, Solidarität und Dialog ausgezeichnet. Der Preis wird vergeben an „Personen, Arbeitsgruppen oder Institutionen, die sich beispielhaft für zwischenmenschliche Brüderlichkeit, gegen Ungerechtigkeit, Armut, Krankheit, Unwissenheit oder Ungerechtigkeit einsetzen, die neue Horizonte eröffnet haben...


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