SPANIEN - JAKOBSWEG

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Jakobsweg bekam den Preis "Principe de Asturias" verliehen

Kapelle am Jakobsweg

Der traditionsreiche Jakobsweg wurde im September 2004 mit dem renommierten Preis „Príncipe de Asturias“ (Kategorie: Eintracht) für seine universelle Bedeutung als Raum für Toleranz, Wissen, Solidarität und Dialog ausgezeichnet.

 

Der Preis wird vergeben an „Personen, Arbeitsgruppen oder Institutionen, die sich beispielhaft für zwischenmenschliche Brüderlichkeit, gegen Ungerechtigkeit, Armut, Krankheit, Unwissenheit oder Ungerechtigkeit einsetzen, die neue Horizonte eröffnet haben oder entscheidend für die Bewahrung des Erbes der Menschheit tätig waren.“

 

Der Jakobsweg, der 1993 von der UNESCO zum Kulturerbe der Menschheit erklärt wurde, erfüllt alle dieser Vorgaben und konnte sich bei der Preisvergabe somit gegenüber 39 Konkurrenzprojekten aus rund 20 Ländern durchsetzen.

 

 

Der Jakobsweg geht auf die Entdeckung der sterblichen Überreste des Apostels Jakobus dem Älteren im Wald von Libredón im 9. Jahrhundert zurück, wo sich heute die Stadt Santiago de Compostela befindet. Zum Grab des Apostels gelangt man auf sieben Wegen, obwohl die meisten Pilger den so genannten „Französischen Weg“ benutzen. Er führt in Spanien von dem in den Pyrenäen gelegenen Ort Roncesvalles durch die Autonomiegemeinschaften Aragon, Navarra, La Rioja, Kastilien-León und Galicien.

 

Unter den Pilgern ist eine Reihe von illustren Persönlichkeiten zu finden. Dazu gehören der spanische Nationalheld El Cid Campeador, Philipp II., die heutige spanische Königin Sofía, aber auch Shirley MacLaine und Anthony Quinn.

 

Die Jakobswallfahrt wurde zum Symbol für die Völkerverständigung und brachte eine auβergewöhnliche spirituelle, gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Vitalität mit sich, die bis heute anhält. Das diesjährige Heilige Jahr bringt für Galicien durch die Einkünfte aus dem Tourismussektor eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts von 0,4% mit sich.

 

Man rechnet in Galicien bis Ende des Jahres 2004 mit sechs Millionen Besuchern. In den ersten acht Monaten schlugen allein 572.830 Pilger in den 52 Herbergen des Jakobsweges ihr Quartier auf, mehr als doppelt so viele wie im selben Zeitraum des letzten Heiligen Jahres von 1999. Hinzu kommen noch rund 150.000 Pilger, die in Hotels, ländlichen Unterkünften oder privat übernachteten.


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