ISRAEL - URLAUB IN ELIAT
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Urlaub in Israel - kleines Land mit großer Vielfalt
Woran denkt ein Mitteleuropäer, der das Land nicht kennt, beim Thema Urlaub in Israel? Je nach aktueller Nachrichtenlage leider als erstes an Nahostkonflikt, Grenzzaun, radikale Siedler und erst danach an Urlaubspezifisches. Im Prinzip weckt das Thema Urlaub in Israel aber starkes Interesse, schon weil hier die Wurzeln unserer Religion, unserer Kultur und unseres Weltbilds liegen.
Wer möchte nicht einmal die Region kennen lernen in der Moses, Abraham, Johannes der Täufer und Jesus Christus mit seinen Jüngern gelebt und gewirkt haben, Orte besuchen und durchwandern, die fast jeder aus Schul-, Konfirmanden- oder Kommunionsunterricht kennt.
Auch Stichworte wie Römer, Phönizier, Kreuzritter oder Lawrence von Arabien kommen dem Einen oder Anderem in den Sinn. Und tatsächlich ist es ein besonderes Gefühl eine historische Region wie den Nahen Osten kennen zu lernen.
Jeder, der das erste Mal Urlaub in Israel macht, wird zuerst einmal Jerusalem besuchen wollen und je nach Geschmack oder Zeitplan einige Stunden oder Tage in der umkämpften Metropole spazieren gehen und Museen, Kirchen, Synagogen, Moscheen und andere Sehenswürdigkeiten besuchen, zum Beispiel der Felsendom und die al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg (kann von Nicht-Muslimen nicht von innen besichtigt werden) oder Grabeskirche in der Jerusalemer Altstadt.
Urlaub in Israel - von Süd nach Nord
Danach lohnt es sich die verschiedenen Regionen Israels zu erforschen. Wie wäre es mit einem Badeaufenthalt in Eilat? Eilat ist vor allem für diejenigen zu empfehlen, die noch niemals am Roten Meer gewesen sind.Eilat ist ein lebendiger Urlaubsort mit vielen Hotels und einer modernen touristischen Infrastruktur. Alle kommen auf ihre Kosten, egal ob sie Wert auf ein ausgeprägtes Nachtleben legen oder lieber mit ihren Kindern Vergnügungs- oder Wasserparks besuchen gehen. Außerdem ist es auch möglich zwei Nachbarstaaten Israels zu besuchen. Im Osten schließt sich unmittelbar hinter der Stadtgrenze die jordanische Urlaubsort Aqaba an und südwestlich von Eilat liegt Ägypten.
Masada
Wer mit dem Auto von Eilat in Richtung Norden fährt, der gelangt nach gut zwei Stunden Fahrt zu einer Sehenswürdigkeit von Weltrang: Masada. Masada ist eine Festung, die hoch auf einem gut zu verteidigten Berg am Rande des Jordangrabens liegt.
Masada wurde durch den heroischen, aber letzlich aussichtlosen Kampf der letzten Juden gegen eine römische Übermacht im Jahr 73 n.Chr. weltberühmt. Heute fährt zwar eine Seilbahn auf den zum Weltkulturerbe gehörende Berg, aber stilechter ist die einstündige Wanderung.
Die Festung Masada und das dazu gehörende Museum haben jedes Jahr knapp einer Millionen Besucher aus dem In- und Ausland. Für Israelis ist Masada ein bedeutendes nationales Symbol jüdischen Widerstands.
Das Tote Meer - ein Salzmeer 400 Meter unter dem Meeresspiegel
Die Hotels am Ufer des Toten Meeres können wunderbar zum Relaxen oder für Gesundheitswellness genutzt werden.
Aber Vorsicht, im Toten Meer kann man zwar baden, und man geht auch tatsächlich nicht unter, weil das sehr salzhaltige Wasser dem Körper starken Auftrieb gibt, aber richtiges Schwimmen, Segeln, Surfen oder gar Tauchen sind nicht möglich.
Im Wasser selber kommt schnell Langeweile auf, außerdem brennt das warme Wasser, wenn es in die Augen gelangt. Außerdem sind die Ufer sehr glitschig, das "Ins-Wasser-gehen" ist nicht ungefährlich. Aber die modernen Hotels rund ums Topte Meer haben alle große Poollandschaften, in denen man wunderbar schwimmen kann, im Süßwasser. Die Luft ist klar und die Atmosphäre am Toten Meer vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung ist sehr stimmungsvoll.
Ein Vorteil eines Urlaubs am Toten Meer: Die Gefahr einen Sonnenbrand zu bekommen ist 400 Meter unter dem Meeresspiegel stark verringert, weil die gefährliche UV-B-Strahlung von der Atmosphäre weggefiltert wird.
Tel Aviv
Urlaub in Israel ist zu schade, um lange nichts zu tun, also geht die Fahrt weiter, diesmal in Richtung Westen. Ziel ist die Metropole Tel Aviv an der Küste des Mittelmeers. Nach Tel Aviv gelangt man mit dem Auto vom Toten Meer aus in nur zwei Stunden. Der Großraum Tel Aviv ist der größte Ballungsraum Israels, hier finden sich alle Botschaften des Landes und viele Firmenzentralen.
Für Urlauber sind vor allem die schönen Strände der Stadt interessant, aber auch die zahlreichen Museen, Einkaufsstraßen, Restaurants und Nachtclubs.
Akkon
Nach 90 Minuten Autofahrt in Richtung Norden fährt, erreicht man die Hafenstadt Akkon. Das Gebiet der heutigen Stadt war bereits in der Bronzezeit besiedelt, also vor rund 5.000 Jahren. Schon damals befand sich hier eine Siedlung umgeben von einer starken Stadtmauer, die den Bewohnern Schutz bot.In der Folge erlebte Akkon (oder Akers, Accho, Hacco, St. Jean d’Acre…) verschiedene Blütezeiten, unter anderem unter persischer, phönizischer, römischer und arabischer Herrschaft. Auch die Kreuzritter eroberten die Stadt, um einen wettersicheren Hafen für ihre Schiffe zu haben.
Touristen des 21. Jahrhunderts steuern fast immer die Altstadt von Akkon an. Sie liegt auf einer Halbinsel und ist von einer mächtigen Festungsanlage umgeben.
Reisen auf den Spuren der Bibel
Sehr beliebt sind sogenannte Reisen auf den Spuren der Bibel. Ähnlich wie bei Pilgerreisen auf dem Jakobsweg sollten Besucher ausreichend Zeit einplanen, es müssen ja nicht gleich vier oder fünf Wochen sein. Sieben oder zehn Tage für eine Urlaubsreise zu den biblischen Stätten sollten es schon sein, plus der Tage, die man individuell beispielsweise am Roten Meer, am Toten Meer oder am Mittelmeer verbringen möchte.Wandern auf den Jesus Trail, einem neuen Pilgerweg, der durch Galiläa führt, ist eine relativ neue Art und Weise Israel von seiner ländlichen Seite kennenzulernen. Der Trail beginnt in Nazareth und endet nach vier Tagen im Fischerdorf Kafarnaum (Kapernaum) am See Genezareth . Allerdings sollte man eine Wanderkarte lesen können und vorsichtshalber ein GPS ins Gepäck stecken. Übernachtet wird in einfachen Herbergen oder im Zelt.
Ein anderer Tipp ist eine vierstündige Wanderung im einsamen Wadi Kelt, eine Wanderung, die niemand ohne ortskundigen Führer unternehmen sollte. Ziel dieser Tour, die eine gewisse Fitness, festes Schuhwerk und einen ausreichenden Getränkevorrat voraussetzt, ist das St.-Georgskloster. Es wurde bereits im Jahr 480 gegründet und wird heute von griechisch-orthodoxen Mönchen bewohnt.
Weitere Informationen zu biblischen Reisen in Israel bei Goisrael.de







