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Insel Vikna - Inseln, Sunde, Fische und ein Elch

Langesundet zwischen Indre-Vikna und Mellom-Vikna. Fotos: Hans-Joachim Franzen

Langesundet zwischen Indre-Vikna und Mellom-Vikna. Fotos: Hans-Joachim Franzen

Nachdem wir fünf Tage auf Otterøya verbracht hatten, ging es weiter, schließlich hatten wir eine Ferienwohnung auf der Insel Vikna gemietet.

Leider regnete es, während wir durch die mittelnorwegische Insellandschaft auf den Weg zur Fähre nach Lund fuhren. In Lund war die Fähre kurz vor unserer Ankunft abgefahren, so dass wir etwas warten mussten. So tranken wir eine Tasse Kaffee, gingen anschließend etwas spazieren und schauten einigen Anglern zu, die vom Ufer ihr Glück versuchten bzw mit den Boot auf den Fjord hinaus fuhren.

Nach gut einer Stunde kam die Fähre zurück und es konnte weitergehen. Etwa 30 Minuten später waren wir in Rørvik, der Hauptstadt der Inselgruppe Vikna. Hier tankten wir und kauften ein, um unsere Vorräte zu ergänzen. Dann lag nur noch eine Fahrt von etwa 40 Minuten vor uns. Es war eine ruhige Fahrt über eine gut ausgebaute Asphaltstraße und eine hügelige, waldreiche Landschaft mit einzelnen Häuser, Höfen, Wiesen und Feldern.

Merkwürdiges Service am Austafjord

Das Bananaboot am Steg

Das Bananaboot am Steg

Der nächste Tag begann mit einer Überraschung. Ich bat den Vermieter um eine Seekarte, der erst einige Male die Frage überhörte und dann meinte, da ich mit dem kleinen Boot ja nicht weit aufs Meer hinausfahren wollte, brauchte ich keine. Eine sehr merkwürdige Begründung, da auch der geschützte Langesund 25 bis 30 Kilometer lang ist und eine sehr unterschiedliche Gewässerstruktur aufweist. Ich war wegen dieser Ablehnung ziemlich sauer und war nahe daran wieder abzureisen. Die Leihboote und Wohnungen wurden in Ordnung gehalten, aber ansonsten kümmerte man sich um die Gäste nicht weiter. Außerdem war es merkwürdig, dass ich mir das Benzin für meinen Außenborder an der Tankstelle teuer kaufen musste, anstatt preisgünstig und bequemer an der Bootstankstelle tanken zu können.

Es ist wohl kein Zufall, dass dieses Camp in der Fachpresse kaum Erwähnung findet.

Elchsuche, Angeltouren und Ausflüge

Elch in der Dämmerung

Elch in der Dämmerung

Die nächsten zwölf Tage vergingen mit Angeln, aber auch Fotografieren, kleinen Wanderungen und der Suche nach Elchen, schließlich ist die Inselgruppe für ihre große Anzahl an Elchen bekannt. Nachdem wir tagsüber nur eine größere Zahl an Rehen und einen Fuchs beobachten konnten, klappte es dann während einer Suche in der Dämmerung.

Wenn der Elchbulle aber nicht auf einer Wiese gestanden hätte, hätten wir ihn sicherlich übersehen. Er stand unweit einer Baumgruppe am Rande eines Sumpfes. Ich bremste den Wagen und machte einige Fotos aus dem stehenden Wagen heraus. Da der Elch nicht flüchtete stieg ich aus dem Wagen, um näher heranzukommen. Auch das störte ihn zunächst nicht. Erst nach einigen Minuten machte er einige Schritte von der Wiese weg, schaute sich nochmals in Ruhe um und kletterte ein Stück den Berg hinauf. Wir hatten genug gesehen, wollten das Tier auch nicht weiter stören und fuhren davon.

Fjukstad Caravan og Camping - einsam und schön gelegen

Fjukstad Caravan og Camping - einsam und schön gelegen

Ein anderer kleiner Ausflug führte uns zu einem Campingplatz, den ich zwar auf Karten verzeichnet fand, über den es im Internet aber keinerlei Informationen gab. Der Platz, Fjukstad Caravan og Camping, existierte auch, er war wunderschön gelegen, hatte ein modernes Sanitärgebäude und einen netten Aufenthaltsraum, aber die Besitzer legten gar nicht viel wert auf eine große Besucherschar. Wenn es mich nochmals auf die Insel ziehen sollte, dann würde mich der Platz reizen: einfach nett.

Ausflug nach Rørvik

Natürlich statten wir auch der Inselhauptstadt einen Besuch ab. Einmal waren wir Abends dort, um die zwei Hurtigrutenschiffe zu beobachten, die sich jeden Tag im Hafen der Stadt treffen. Eines kommt von Norden und eines von Süden. Vorräte werden ergänzt, Waren werden ausgeladen und die Passagiere haben etwas Zeit im Ort spazieren zu gehen.

Ein anderes Mal warn wir gegen Mittag dort. Bei der Gelegenheit wir ergänzten unsere Vorräte, gingen etwas spazieren, beobachteten das Treiben im Hafen und kauften anschließend von einem Fischer noch frische Garnelen. Das Fleisch der Garnelen schmeckte köstlich, aber fast genauso köstlich war die Krabbensuppe, die ich aus den Schalen kochte. Dazu röstete ich diese in einem Topf an, etwas Tomatenmark, Zwiebeln, Lauch, Sellerie und Knoblauch kamen dazu und wurden auch mitgeröstet. Anschließend löschte ich das Ganze mit Weißwein, Sahne und Brühe ab. Als Einlage dienten Fischwürfel: sehr lecker. Auch den Räucherofen setzte ich noch in Betrieb. Neben Makrelen, wurden Wittling, Dorsch, Schellfisch und Köhler im Rauch veredelt. Das Ergebnis war sehr zufriedenstellend.

Wind und Wetter, aber kaum Regen

Ferienhäuser und Sæternes Camping am Langesund

Ferienhäuser und Sæternes Camping am Langesund

Das Wetter hätte wirklich schlechter sein können. Gut es war nicht besonders warm, vor allem auf dem Wasser, was nicht weiter erstaunt, da die Wassertemperatur sicherlich nicht mehr als 14 Grad hatte. Wenn die Sonne herauskam wurde es an windgeschützten Stellen dann doch angenehm warm. Geregnet hat es tagsüber nicht, nur während eines Rørvikausflugs.

Ein anderes Thema war der Wind, auch schon deshalb, weil es das Angeln beeinflusste. Bei Wind treibt ein Boot schneller, außerdem verstärken sich die Strömungen. Da durch die Gezeiten bereits Strömungen vorhanden sind überlagern sie sich oder treffen in verschiedenen Winkeln aufeinander: Ein ziemliche Durcheinander unter Wasser. Für das kleine Boot bedeuteten die Strömungen und der Wind, der meistens im Laufe des Tages auffrischte, ein größerer Kraftaufwand dagegen anzufahren.


Köhler

Köhler (Seelachs)

Mit dem Bananaboot unterwegs
Mit dem Boot unterwegs
Austafjord
Am Austafjord
Hurtigruteschiffe
Hurtigruteschiffe

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