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Indonesien - 10 000 Inseln und mehr
Nur wenig nördlich des Äquators erstreckt sich das Reich der 10.000 Inseln: Indonesien. Diese vulkanischen Inseln bieten den starken Gegensatz von dicht bevölkerten, intensiv landwirtschaftlich genutzten Küstenebenenen und einsamen Vulkankegeln, die den abenteuerlustigen Reisenden zu Bergtouren einladen. Indonesien ist das Land mit der größten Anzahl an aktiven oder potentiell aktiven Vulkanen (150), von denen einige attraktive Ziele für Reisende sind.
Die Hauptstadt Indonesiens ist Jakarta, das alte Batavia. Sie ist heute eine moderne Millionenstadt mit Wolkenkratzern und Shopping-Centern.
Nördlich von Jogjakarta bedroht der Vulkan Merapi mit seinen Glutlawinen die nördlich und nordwestlich der Stadt liegenden Dörfer. Ein Aufstieg auf den Vulkan ist meist (außer bei starker Aktivität) möglich, ist aber sehr anstrengend. Aus Sicherheitsgründen sollte man den Aufstieg vom Norden aus wählen.
Im Westen Javas liegt der bekannte und gut zu erreichende, oft aktive Vulkan Bromo. Er liegt in der weiten Tengger-Caldera, einem großartigen vulkanischen Einbruchskessel mit wüstenartigem Charakter.
Das bekannteste Reiseziel in Indonesien ist die Insel Bali, wo die alten hinduistischen Traditionen - verwoben mit vielerlei anderen Einflüssen - noch lebendig sind.
Bali ist ein Archipel der Kontraste, dessen landschaftliche Vielfalt ebenso fasziniert wie seine bunte Alltagskultur mit mehr als 600 Einzelsprachen. Uralte polynesische, hinduistische und buddhistische, arabische, chinesische, holländische und portugiesische Einflüsse vermischen sich zu einer einzigartigen Kultur.
In den üppigen Regen- und Nebelwäldern findet eine exotische Tierwelt mit Orang-Utans, Gibbons, Elefanten und Tigern ihre letzten Rückzugsgebiete.
Die bedeutensten Kulturdenkmäler Indonesiens, einem jetzt überwiegend islamischen Land, sind die Prachtbauten des einst friedlich koexistierenden Buddhismus und Hinduismus. So liegen die ungefähr gleich alten (um 700-800 n.Chr. erbauten) Tempelanlagen von Borobodur und Prambanan nahe beieinander im Südwesten bzw. Südosten der Stadt Jogjakarta. Die riesige
Stupa (Tempelberg) von Borobodur wurde mit Unterstützung der UNESCO Stein für Stein abgebaut und wieder neu zusammengesetzt, um die Anlage zu stabilisieren. Dabei haben die indonesischen Restauratoren soviel gelernt, dass die Tempel von Prambanan nun ohne ausländische Hilfe in gleicher Weise instand gesetzt werden.

