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Imperia - Urlaub in der Provinzhauptstadt an der Blumenriviera
Die Provinzhauptstadt Imperia liegt an der Blumenriviera, einem Teil der Riviera di Ponente. Die Stadt wurde erst 1923 aus elf Dörfern zusammengelegt, wobei die ehemals selbstständigen Städte Oneglia und Porto Maurizio das heutige Zentrum bilden. Der Name der Stadt stammt von dem Fluss Impero, der die beiden Städte bis 1923 auf natürliche Weise voneinander abgrenzte.
Der Stadtteil Oneglia wirkt etwas moderner, was besonders an dem Wirtschaftshafen liegt. Porto Maurizio, welches sich auf dem Hügel Parasio erstreckt, präsentiert mit der verwinkelten Altstadt und dem Yachthafen das alte Imperia. In Porto Maurizio befindet sich die größte Kirche Italiens. Es handelt sich dabei um einen klassizistischen Dom, der vom Architekten Gaetano Cantone entworfen wurde. Aufgrund der enormen Größe, zog sich auch der Bau über einige Jahrzehnte hin und dauerte von 1781 bis zur Einweihung im Jahr 1832 an.
Das Kloster Santa Chiara erreicht man über steile Straßen, die in die Felsen des Parasio gehauen wurden. Erbaut wurde das Kloster bereits im Jahre 1365, der heutige Bau stammt jedoch von 1741. Das Kloster thront hoch oben auf dem Hügel und bietet einen unvergesslichen Ausblick auf die Stadt und das Mittelmeer. Dabei schweift der Blick auch über die eine oder andere Luxusvilla und gepflegte Parks. Außerdem kann man von hier aus die feinsandigen Strände Imperias entdecken, wie den Spiaggia d'Oro.
Im Stadtteil Oneglia sollte man der Kirche San Giovanni Battista einen Besuch abstatten. Sie wurde Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut. Danach empfiehlt sich ein Abstecher zur Villa Grock. Einst trug diese Villa den Namen Bianca, heute erinnert sie jedoch an einen früheren, berühmten Bewohner. Der Schweizer Komponist Charles Adrien Wettach, dessen Künstlername Grock war, verbrachte hier stets seinen Urlaub und lebte später bis zu seinem Tod in der Villa Bianca. Das prächtige Haus und der angrenzende Park sind heute der Öffentlichkeit zugänglich. Wer im Urlaub gerne die Häuser berühmter Persönlichkeiten erkundet, sollte auch das Geburtshaus von Giulio Natta, dem Chemiker und Nobelpreisgewinner von 1963, nicht verpassen.
Imperia ist traditionell für den Gemüse- und Obstanbau bekannt. Ein weiterer Wirtschaftsfaktor ist die Produktion von Olivenöl. Daher sollte man es nicht verpassen, im Urlaub die leckeren Spezialitäten der Region zu probieren und sich etwas von dem guten Olivenöl als Mitbringsel sichern.
Imperia besitzt einen gewissen Charme, weist allerdings nicht sehr viele Sehenswürdigkeiten auf. Die Lage der Stadt ist jedoch ideal für Tagesausflüge in andere Urlaubsparadiese an der italienischen Riviera, wie beispielsweise San Remo und Bordighera. Auch bis Frankreich ist es nicht weit, so dass man mit Abstechern an die Côte d’Azur seinen Urlaub noch abwechslungsreicher gestalten kann.
Text: Daniela Hesse


