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Tag 3: Ein geplatzter Reifen und ein Jackpot
Am dritten Tag konnten wir zum Glück etwas länger schlafen und brachen erst um zehn Uhr zu einer weiteren Mountainbiketour auf. Dieser sah ich nach der Radtour vom Vortag eher mit gemischten Gefühlen entgegen, vor allem weil Reiseleiter Miguel etwas von „steiler“ und „schwieriger“ gesagt hatte. Dazu kam noch, dass ein lokales Fernsehteam uns filmen wollte. Doch zum Glück filmten sie nur die Abfahrt vom Küstenort Es Cubells und interviewten unsere Guides. Ich hatte schon befürchtet, dass mir vor der Kamera ein ähnliches Malheur wie am Vortag passieren würde, doch an diesem Tag sollte dies nicht geschehen.
Leider tat der liebe Gott mir trotz zahlreicher Gebete nicht den Gefallen, meinen Reifen platzen lassen. Anstatt dessen machte plötzlich Tourleiter Bartolos Hinterreifen schlapp, so dass wir einen kurzen Stopp einlegen mussten. Hatte er etwa auch dafür gebetet oder waren meine Gebete einfach falsch verstanden worden? Jedenfalls ging es schon nach fünf Minuten, einem rekordverdächtigen Schlauchwechsel und zahlreichen Fotos weiter – leider bergauf.
Nach einer – meiner Meinung nach – sehr mühevollen Auffahrt kamen wir endlich an einem Aussichtspunkt an. Von dort hatten wir einen guten Blick auf den Felsen Es Vedra, wofür sich die Mühe gelohnt hatte. Auf dem beeindruckenden Felsen, der dicht vor der Küste aus dem Meer herausragt, lebte im 19. Jahrhundert der vom Festland verbannte Mönch Francisco Palau. Nach seinem Tod wurde er jedoch für die Gründung des Klosters von Es Cubells selig gesprochen.
Paradiesisch - die Bucht von Cala d'Hort
Nach dem kurzen Stopp schloss ich mich der Gruppe an, die direkt zum Ziel nach Cala D'Hort fahren würde und das war auch kein Fehler. Nach einer rasanten Abfahrt über Schotterwege und eine steile Landstraße, kamen wir in der Bucht von Cala d'Hort an. Dort bot sich uns ein bezaubernder, ja schon fast paradiesischer Anblick. Trotz dicker Wolken, wirkte die Bucht bis auf ein paar spartanische Bootshäuser sehr idyllisch. Die Strandbar war zu dieser Jahreszeit zwar geschlossen und der Strand sehr verlassen, doch die Palmen und der Felsen Es Vedra, der aus der Nähe noch erhabener wirkte, boten einen unbeschreiblich friedlichen Anblick, so dass ich mich hier gleich wohl fühlte.
Vor dem Essen stießen noch die fehlenden Gruppenmitglieder mit den Mountainbike-Guides zu uns. Einer hüpfte zur Erfrischung sogar ins Meer, kam aber schnell wieder ans Land, da es doch noch zu kalt war. Die Badesaison beginnt auf Ibiza erst im Juni. Dagegen eignet sich der Frühling sehr gut zum Mountainbiken, da es noch nicht so heiß ist und die blühende Landschaft dazu einläd, draußen aktiv zu sein.Wer sich für Mountainbiken, Wandern oder Tauchen auf Ibiza interessiert, findet bei www.viajesmammoth.com Informationen und Angebote.
Zum Glück lag unser Restaurant, das „El Carmen“ direkt oberhalb des Strandes, so dass ich mir den harmonischen Meerblick zusammen mit der leckeren ibizenkischen Meeresfrüchte-Paella auf der Zunge zergehen lassen konnte. In der Bucht von Cala d'Hort befindet sich auch das Restaurant „El Boldado“, ein weiterer Insidertipp, was Paella und Meeresfrüchtegerichte angeht.
Hippiemarkt Las Dalias - entspannte Atmosphäre zwischen bunten Ständen
Wir blieben noch bis vier Uhr im Restaurant und fuhren dann – zum Glück wieder mit dem Bus – zum Hippie-Markt „Las Dalias“, der am Rande von Sant Carles, im Südosten der Insel liegt. Schon auf dem Weg dorthin fielen die ersten Regentropfen und so war es auch keine Überraschung, dass ein Großteil der Hippies ihre Stände schon abbauten, als wir eintrafen. Nichts desto trotz konnten wir noch eine kleine Runde über den bunten Markt drehen – schließlich hatten es ja nicht alle Händler so eilig.
Der Hippiemarkt soll bis heute der authentischste seiner Art auf Ibiza sein, der sich noch eine natürliche Atmosphäre bewahrt hat. Trotzdem, die Hippies sind in die Jahre gekommen und auch andere Händler drängen auf den Markt, so dass ein buntes Gemisch entsteht. Die Waren sind teilweise nicht mehr selbstgemacht und eingekauft. Der entspannten Atmosphäre wegen lohnt es sich dennoch den Markt zu besuchen. Ein Geheimtipp sind die Konzerte mit indischer oder Reggae-Musik, die die Hippies in unregelmäßigen Abständen in der angrenzenden Halle organisieren. Der Hippiemarkt in Las Dalias ist übrigens der einzige, der das ganze Jahr über stattfindet. Jeden Samstag kann man ihn von circa 11 bis 21 Uhr besuchen.
Eivissas Top-Adressen: "Jack Pot" und Pacha
Nachdem ich leider nur wenige, aber dafür günstige Schmuckstücke erstanden hatte, fuhren wir nach Eivissa. Dort erwartete uns im 5-Sterne Gran Hotel Ibiza ein entspannter Spa-Aufenthalt, der allerdings mit einer Stunde viel zu kurz ausfiel, so gemütlich war es. Doch was danach kam, war auch nicht schlecht, denn es ging in das Hotel-Restaurant „Jack Pot“. Das „Jack Pot“ ist eine feste Adresse unter den Restaurantgrößen Eivissas und wird seinem Ruf auch gerecht. So beendeten wir unsere Pressereise offiziell mit einem exzellenten Dinner, dem auch der aufmerksame Service in nichts nachstand.
Mit vollem Bauch hatte dann leider niemand mehr Lust dazu, die legendäre Diskothek „Pacha“ zu besuchen, die wie das Ibiza Gran Hotel in unmittelbarer Nähe des Yachthafens befindet. Das Pacha existiert bereits seit 1973 und ist einer der wenigen Clubs, die das ganze Jahr über geöffnet haben. Etwas traurig über das entgangene Disko-Highlight aber auch sehr erschöpft von diesem ereignisreichen Tag, sank ich gegen zwei Uhr schläfrig in mein Hotelbett.
Am vierten und letzten Tag hieß es dann Abschied nehmen, von den anderen Gruppenmitgliedern und von Ibiza, meinem neuen Traumreiseziel im Mittelmeer.








