HUNDE-WELLNESS
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Doggy-Wellness - die Hundeseele baumeln lassen
Wellness für den Hund?
Ist das nicht doch ein wenig dekadent?
Zumal heutzutage immer mehr Menschen Schwierigkeiten haben, ihre Schmerzmedikamente oder ihren Zahnersatz zu finanzieren?
Nun, wie man's nimmt.
"Verschwendung und Überfluss" auf der einen und "Mangel und Entbehrung" auf der anderen Seite gibt es in unserer Gesellschaft in vielen Bereichen.
Letztlich bleibt alles eine Frage der subjektiven Bewertung. Wer Hunde nicht mag, wird in Doggy-Wellness einen besonders krassen Fall von Dekadenz sehen (und sein Geld weiterhin lieber für die "Pflege" seines teuren Autos ausgeben?). Ein Hundefreund hingegen dürfte der Sache eher aufgeschlossen - wenn auch sicher nicht kritiklos - gegenüberstehen.
Doch wie dem auch sei: Dass man auch bei Hunden ein "Wellness-Bedürfnis" unterstellen kann, ist kaum zu bestreiten.
Das Grundargument der Doggy-Wellness-Fans lautet: Der Hund ist wie wir Menschen zahlreichen negativen Umwelt- und Stressfaktoren ausgesetzt.
Dabei werden vor allem die vielfältigen Belastungen des Stadthundes hervorgehoben:
- wenig artgerechtes Spazierengehen über harten Asphalt und in Auspuffhöhe der Autos
- stressige Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln
- Treppensteigen in Mietwohnungen, was vor allem Jungtiere belastet.
Zu den stadttypischen Belastungen gesellen sich aus Sicht der Verfechter von Doggy-Wellness allgemeine Probleme: Jeder Vierbeiner ist täglich von Herrchens und Frauchens Stimmungen betroffen. Sind diese nervös, gestresst oder schlecht gelaunt, bekommt das unweigerlich auch ihr "bester Freund" zu spüren. Also wieder "Stress" für den Hund. Ferner stehe es auch mit dem Hundefutter nicht immer zum besten. Neben Fleisch fänden sich meist jede Menge gesundheitskritische Konservierungsstoffe im Napf.
Konsequenz all dessen aus Sicht der Hundefreunde: "immer mehr Hunde (leiden) ebenso wie wir unter den sogenannten 'Zivilisationskrankheiten' wie Übergewicht (...), Gelenkproblemen, Hüftleiden etc."
Techniken und Methoden
Das Wellness-Angebot für Hunde gliedert sich in zwei Bereiche:
Bei gesunden Hunden umfasst das Angebot vor allem Massage-, Wasser- und Thermalwasseranwendungen sowie Streching. Bei gesundheitlich angeschlagenen oder alten Hunden geht das angebotete Programm darüber hinaus. Hier werden "richtige" Techniken und Methoden der Physiotherapie eingesetzt.
Grundsätzlich gilt: "Was dem Menschen beim Gesundwerden und beim Gesundbleiben hilft, ist auch gut für Tiere". Daher kommen bei Doggy-Wellness zahlreiche wohlbekannte Wellness-Techniken zum Einsatz - von der klassischen Massage und Lymphdrainage über die aktive und passive Bewegungstherapie bis hin zu physikalischen Techniken (z. B. Lasertherapie oder Wärme- und Kälteanwendungen).
Andererseits ist die Anatomie von Mensch und Tier natürlich unterschiedlich. Erkenntnisse und Methoden aus der Humanmedizin lassen sich oft nicht einfach auf Hunde übertragen. Bei ersthaften Behandlungsfällen sind daher Kombinationen aus tiermedizinischem und humanmedizinischem Fachwissen sowie spezielle Wellness-Gerätschaften für die Hunde gefragt.
Steht keine ernste medizinische Behandlung an, kann auch der Hund "einfach mal die Seele baumeln lassen". Frauchen lässt sich im Wellness-Studio von Kopf bis Fuß verwöhnen - und nimmt ihren vierbeinigen Anhang gleich mit. Der liebt eine Rücken- oder Ganzkörpermassage ebenso wie diverse Spezialbehandlungen: Pfoten-Reflexzonen-Massage, Kopf-Reflexzonenmassage, Ohrreflexzonen-Massage.
Mehr zum Thema gibt's zum Beispiel auf der Internetseite www.beauty-relax-villa.de/doggy_wellness.htm, der auch die Zitate und einige Gedanken im Text entnommen wurden.

