REISEBERICHT BASKENLAND
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Mit dem Schiff nach Spanien - Bootsfahrt nach Hondarribia
Am Sonntagvormittag fuhren wir mit dem ersten Bus nach Hendaye, gingen zu Fuß bis zum Hafen, tranken unterwegs einen Kaffee und nahmen das nächste Schiff rüber zur spanischen Seite.
Unter Schiff sollte man sich keine große oder kleine Autofähre vorstellen, sondern ein Schiffchen, das bis zu 50 Personen aufnehmen kann. Autofahrer können schließlich einen kleinen Bogen fahren und die nächste Brücke benutzen.
Aber mit dem Schiffchen war es natürlich viel netter und außerdem schien die Sonne, so dass wir einen guten Blick über den Grenzfluss Bidassoa (spanisch Bidasoa), die Stadt Hondarribia (spanisch: Fuenterrabía, französisch Fontarabie) und die Umgebung hatten.
Noch ein Vorteil: Parkplatzsuche und die üblichen Parkgebühren fielen auch weg und die Fähre nach Spanien ist preiswert. Kein Wunder, nach etwa zehn Minuten ist man auf der anderen Seite.
Plaza de Armas und Meerblick
Wir stiegen aus und gingen zunächst bergauf. Ich war vor vier Jahren schon mal in Hondarribia gewesen und wollte nochmals den historischen Ortskern besuchen. Am Plaza de Armas machten wir halten und besichtigten den Parador, eine ehemalige Burg, die Kaiser Karl V. im 16. Jahrhundert erbauen ließ.
So abweisend das heutige Hotel von außen wirkt, so anheimelnder ist die ehemalige Burg in Innen.
Wir tranken in der Hotelbar einen Espresso und schauten uns die historische Innendekoration in Ruhe an. Danach genossen wir den Blick über den Fluss Bidassoa, den Strand von Hendaye und das Meer mit seinen unzähligen Booten.
Danach bummelten wir durch die Straßen in denen die Anfangssequenzen des Filmes „Papillon“ mit Dustin Hoffmann gedreht wurden, besichtigten die mächtige Stadtmauer, die die gesamte Altstadt umgibt und gingen dann wieder bergab, um ins „Vergnügungsviertel“ unten am Fluss zu gelangen.
Pintxos und Txakoli bei Rafael
Wie gesagt es war Sonntag, Mittagszeit und Sommer. So war es kein Wunder, dass die Straßen voller Menschen waren. Vor den Pitxosbars standen Männer, Frauen und Kinder, Junge und Alte, Einheimische und Touristen und tranken Kaffee, Bier, Cidra oder Wein und aßen Pintxos (spanisch Pinchos).
Ich schaute in verschiedene Bars hinein, vor allem um einen Blick auf die auf den Theken stehenden Pitxos zu werfen, schließlich gibt es auch bei ihnen Unterschiede. Neben der Größe des Pintxos-Sortiments spielte für mich auch die Optik eine Rolle und das Ambiente des Lokals ist schließlich auch wichtig, um sich wohl zu fühlen.
Schließlich blieben wir in der Pintxosbar „Rafael“ hangen. Die Qualität der Pintxos war gut, wie sich herausstellte, der Service war nett und aufmerksam und das Lokal war bei Jung und Alt beliebt.
Wir tranken natürlich einen Wein aus dem spanischen Baskenland, einenTxakoli. Txakoli ist ein leichter und frischer Weißwein mit einem recht niedrigen Alkoholgehalt, der sich gut als sommerlicher Aperitif eignet.
Txakoli wird vom Kellner oder Buffetter aus größerer Höhe eingeschenkt, damit der Wein Sauerstoff bekommt. Dann bekommt der Gast das Glas.
Man sollte es sofort austrinken, langes Stehen bekommt dem Txakoli nicht. Damit man nicht, oder nicht zu sehr, betrunken wird, wird immer nur eine kleine Menge eingeschenkt.
Nach diversen Pintxos und Txakoli gingen wir in Richtung Marina und Strand. Allerdings war es ein sehr heißer Tag mit etwa 35 Grad Celsius, so legten wir uns am Fluss unter einen Baum in den Schatten, machten ein Nickerchen und marschierten dann zum Hafen von Hondarribia. Anschließend ging es mit der kleinen Fähre wieder zurück nach Hendaye.
Auf der anderen Flussseite tranken wir einen Kaffee und fuhren dann mit dem Bus zurück auf den Campinglatz. Zum Abendessen gab es eine Bohnensuppe aus baskischen schwarzen Bohnen, Knoblauch, Tomate, Zwiebel, Paprikapulver aus Espelette, Salz und Würfeln vom Serranoschinken. .. - Lecker und sättigend.
Im Norden des Baskenlandes: Biarritz und Bayonne




