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Cueva de los Verdes (Höhle von los Verdes)
Die Höhle von los Verdes stellt eine acht Kilometer lange Teilstrecke eines Lavastollens dar, der sich unter Wasser als "Tunel de la Atlantida" noch einmal anderthalb Kilometer Richtung Meer fortsetzt. Auch die Jameos del Agua gehören zu diesem Stollensystem.
Der Kanal wurde durch einen unterirdischen Lavastrom aufgebrochen, der sich bei der Eruptionen des Vulkans Monte Corona vor 4000 Jahren bildete. Der glühende Lavastrom floß Richtung östliche Küste, die Oberfläche erkaltete und bildete die Decken, während die Lava unter der Basaltschicht weiterfloß. Durch Gasakkumulationen entstanden Höhlungen und so bildete sich die heutige Morphologie.
Im 18. Jahrhundert diente der Höhlenkomplex den Ureinwohnern Lanzarotes als Schutz gegen die Angriffe von Seeräubern und Sklavenhändlern.
Urlauber können an einer geführten Tour (1,5 Kilometer) durch die bizarre Welt im Inneren der Lava teilnehmen.
Die Fülle der vulkanischen Formen ist überwältigend. Viele Felsformationen erinnern an skurrile, wie von Künstlerhand geschaffene Figuren – ein Umstand, der den Starbildhauer Henry Moore dazu verleitete, die Chueva als „großartige Skulpturen-Galerie “ zu rühmen. Eine raffinierte Beleuchtung und esoterische Musik lassen die Tour wie einen Traum erscheinen.
Auf halber Strecke weitet sich der Stollen zu einem großen Saal auf, der beinahe 1 000 Besuchern Platz bietet. Er wird gerne als natürliches Auditorium genutzt (vor allem während des "Festivals visueller Musik"), da die von Luftkanälen durchzogenen Lavawände kein Echo bilden.
Am Ende der Tour wartet der Reiseführer noch mit einem Überraschungseffekt auf, der hier natürlich nicht verraten werden soll.


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