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Helgoland im Winter - die Entdeckung der Langsamkeit
Helgoland ist Sonneninsel, Badeparadies, beliebtes Ausflugsziel und Urlaubsrefugium für alle, die das Besondere suchen. Die Statistik beweisst es immer wieder, es gibt kaum ein Fleckchen in Deutschland, das so viele Sonnenstunden hat, wie der rote Felsen mitten im Meer.
Doch gerade auch in der kälteren Jahreszeit hat die Insel ihren Reiz. Wer hier im Winter oder Spätherbst Urlaub macht, der macht es ganz bewusst. Der will Abstand gewinnen und den Alltag weit hinter sich lassen. Wenn man das Schiff betreten hat, dass den Gast in rund drei Stunden von Cuxhaven auf Deutschlands einzige Hochseeinsel bringt, dann rückt mit jeder Seemeile einer anderen Welt näher. Die Luft verändert sich, die Geräusche, Möwen begleiten kreischend das Schiff, Wellen rauschen, es riecht nach Meer.
Wenn dann das Schiff mit lautem Tuten in den Hafen einläuft - mit den Börtebooten "ausgebootet" wird nur in der Saison - dann gehen die Uhren anders, die Entdeckung der Langsamkeit beginnt. Es gibt keine Autos und Ampeln, kein Straßenlärm und keine Abgase - die einzigen "öffentlichen Verkehrsmittel" sind der Fahrstuhl zum Oberland und die Fähre zur Düne.
Alles ist wunderbar zu Fuß erreichbar, stressfrei und ohne Hetze. Man kann in den Tag hinein leben ohne die Angst, etwas zu verpassen. Für viele mag die Ruhe anfangs ungewöhnlich sein, aber schon nach kurzer Zeit spürt man die Veränderung und genießt die stillen Tage mitten in der Nordsee.
Insulaner und "Insulaner auf Zeit“: in der kalten Jahreszeit unter sich
Wer in der kalten Jahreszeit auf der Insel ist, der ist entweder Insulaner oder Insulaner "auf Zeit". Ausflugsgäste gibt es nicht um diese Jahreszeit, man ist unter sich und genießt gemeinsam die "Ruhe vor dem Sturm", der erst ab Mai wieder einsetzt. Der Sturm der jetzt ab und an über die Insel fegt ist ein Naturschauspiel. Stundenlang kann man die tosenden Wellen beobachten, die Luft ist klar und schmeckt nach Salz, die Aerosole des Meeres entfalten ihre volle Wirkung - Thalasso pur, Wellness "open air". Als größten Schönheitssalon der Welt hat Cosmopolitan die Insel beschrieben.
Wenn wieder Ruhe eingekehrt ist, dann sollte man mit der kleinen Fähre auf die vorgelagerte "Düne" übersetzen. Im Sommer ist diese 0,7 qkm kleine Insel ein Badeparadies, in der kalten Jahreszeit ein Eldorado für Naturfreunde und Sammler. Auf den weiten Sandstränden gibt es viel zu entdecken, denn bei jedem Sturm legen die Wellen Fossilien frei, Muscheln und seltene Steine. Mit etwas Glück entdeckt man den honigfarbenen Bernstein oder den funkelnden roten Feuerstein, den es in dieser Form fast nur auf Helgoland gibt.
Wer die Welt um sich herum völlig vergessen möchte, für den ist der Ostteil der Düne, die "Aade" der richtige Platz. Wenn die Brandung ans Ufer schlägt bewegen sich Millionen Kieselsteine und erzeugen ein fast meditatives Klangbild, Musik in den Ohren der Helgoland-Fans.
Die Badeplätze der Sommergäste haben die Robben eingenommen. Dutzende von ihnen räkeln sich am Strand und genießen die Ruhe. Auch in diesem Jahr gibt es wieder Robbenbabies zu bewundern, sieben sind über Weihnachten und Neujahr auf Helgoland geboren worden.
Von November bis März 10.000 - 15.000 Gäste
Helgoland bietet die sauberste Luft Deutschlands und trotz der exponierten Lage rund 60 km vom Festland entfernt, auch im Winter ein mildes Klima. Es wird vom Golfstrom beeinflusst, das macht die Temperaturen im Sommer wie im Winter erträglich und lässt hier sogar mediterrane Pflanzen gedeihen. Trotzdem sollte man in der kalten Jahreszeit wetterfest sein und sich warm anziehen, wenn man sich auf den Klippenrand-Weg macht, um die Insel zu erkunden. Aber die Ausblicke von der über 40 Meter hohen Falmkante auf das Unterland, die Düne und das Meer sind so beeindruckend, das es die Besucher immer wieder hierher zieht. Die Vogelkolonie am Lummenfelsen, der Felsturm "Lange Anna" an der Nordwestspitze, die schnell ziehenden Wolken und die "Lichtspiele" auf dem Wasser - Naturschauspiele, die man so nur auf Helgoland erlebt.
Während sich an sonnigen Sommer-Ferientagen schon mal bis zu 8.500 Ausflügler, Übernachtungsgäste und Insulaner auf dem roten Felsen tummeln können, sind es während der gesamten Zeit von November bis März nur 10.000 – 15.000 Gäste insgesamt.
Trotzdem haben viele Pensionen und Hotels geöffnet, baden kann man im 26 Grad warmen Meerwasser-Freibad, schwitzen in der Sauna und viele Vermieter bieten dem Gast spezielle Wellness-Angebote. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt, die Auswahl an Restaurants ist groß und auch die Geschäfte locken im Winter mit einer großen Auswahl an zoll- und mehrwertsteuerfreien Waren, die zudem jetzt noch günstiger sind als in der Saison.
Das gilt auch für die Unterkünfte. Viele Vermieter bieten Sonder-Arrangements und sehr günstige Vorsaison-Preise, sodass die "Entdeckung der Langsamkeit" noch genügend Platz in der Kasse für den Sommerurlaub lässt. Erreichen kann man Helgoland mit dem Schiff von Cuxhaven aus (nähere Infos unter 04721 - 35082 oder www.helgolandreisen.de) und täglich mit dem Flugzeug ab Büsum oder Bremerhaven (nähre Infos unter www.olt.de).
Text: Helgoland Touristik
Allgemeine Informationen:
Helgoland Touristik
Tel.: 0180 - KNIEPER / 0180 - 5643737 (0,12 Euro/min.)
Fax: 04725/81 37 25
Internet: www.helgoland.de




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