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Hawaiianische Eruptionen

Foto: U. Knittel

Das Schauspiel hawaiianischer Eruptionen ist durch Filme und Fotos weidlich bekannt. Sie sind durch aufsteigende Fontänen rotglühenden Magmas gekennzeichnet, welches bis zu einigen hundert Metern aufsteigt und nahe des Eruptionspunktes niederfällt. Dabei entstehen zum einen die typischen Schlackenkegel und zum anderen Lavaströme, wenn die zurückfallenden Lavafetzen sich zu einer weitgehend entgasten Masse zusammenschließen. Dadurch sind die Ablagerungen durch große, schnell abfallende Mächtigkeiten und geringe regionale Verbreitung gekennzeichnet (Erinnern Sie sich an die Klassifikation von Vulkanausbrüchen?)

 

Die Fontänen entstehen dadurch, daß die sich explosionsartig ausdehnenden und rasend schnell aufsteigenden Gasblasen Magmafetzen mitreissen. Die Höhe der Lavafontänen hängt von der Austrittsgeschwindigkeit und Menge der Gasblasen ab. Ist das Magma fast völlig entgast, so bildet einen Lavasee oder fließt als Lavastrom aus. Maximale Austrittsgeschwindigkeiten der Lavafetzen liegen bei 40-80 km/h; die Lavafontänen erreichen maximal ca. 600 Meter Höhe.

 

Voraussetzung für diese Art der Tätigkeit ist, daß das Magma bereits schon weitgehend entgast ist, entweder durch den offenen Schlot oder entlang von Spalten. Eine effektive Entgasung setzt eine gute Beweglichkeit der gebildeten Gasblasen voraus, d.h. eine niedrige Viskosität der Schmelze. Daher ist hawaiianische Tätigkeit typisch für basaltischen Vulkanismus.

 

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