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Hawaii - Wassersportparadies im Pazifik zwischen Japan und den USA

Die Küsten Hawaiis gelten als wahres El Dorado für Surfer

Die Küsten Hawaiis gelten als wahres El Dorado für Surfer. Foto: HTA/Tor Johnson

Was kommt dem unbedarften Urlauber als erstes in den Sinn, wenn er an die Südsee, Polynesien oder Hawaii denkt? - In erster Linie an entspannte und sehr freundliche Menschen, an Palmen, Strand, Sonne und angenehme Luft– und Wassertemperaturen. Wobei wir bereits beim Thema sind: Wasser bzw. Wassersport.

 

Wassersport bedeutet auf den Inseln des hawaiianischen Archipels seit alters her Surfen, das klassische Wellenreiten. Hawaii und Surfen gehören zusammen, das war fast immer so. Bereits der Endecker James Cook konnte im Jahr 1778 Surfer beim Wellenreiten beobachten. Der Sport war von den Polynesiern, die bekanntermaßen über herausragende nautische Fähigkeiten und seetüchtige Auslegerkanus verfügten, aus südlicheren Inselgruppen nach Hawaii gebracht worden.

 

Strand an der Nordküste von Ohau

Strand an der Nordküste von Ohau. Foto: HTA/Tor Johnson

Obwohl das Surfen und der Bau der Surfbretter für die Hawaiianer auch eine kulturelle Handlung war, hatten sie beim anschließenden Wellenreiten sichtlich Spaß und führten gerne ihre Geschicklichkeit auf dem Brett vor. Keinen Spaß verstanden die christlichen Missionare. Im Jahr 1823 verboten sie allen Hawaiianern ihre geliebte Freizeitbeschäftigung. Ihnen galt das Surfen als sinnlose Zeitverschwendung.

Allerdings ließ sich immer ein einsamer Strand finden und so wurde im Verborgenen weitergesurft. Und dies nicht nur von Männern, sondern auch von Frauen und Kindern.

 

So konnte der populäre amerikanische Schriftsteller Jack London auf seiner Weltumsegelung mit seiner Bark Snark Hawaiianer bei ihrer Lieblingsbeschäftigung beobachten. Er probierte es selber aus und verfasste begeistert Artikel über seinen neuen Lieblingssport. 1908 war er sogar Mitbegründer des ersten Surfclubs der Welt.

 

Den letzten und vielleicht entscheidenden Schub zur Trendsportart gab die hawaiianische Surflegende Duke Kahanamoku. Der mehrfache Olympiasieger im Schwimmen reiste um die Welt, stets darauf bedacht das Surfen rund um den Globus bekannt zu machen.

Windsurfen, Segeln und Kitesurfen

Ein Kajakverleih auf Kauai

Ein Kajakverleih auf Kauai. Foto: HTA/Tor Johnson

Seit den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts eroberte eine weitere Sportart die hawaiianischen Gewässer: das Windsurfen. In den sechziger Jahren kamen findige Bastler auf die Idee Surfbretter mit Segeln zu kombinieren. Das ausgereifte Produkt war ideal für alle Küsten, an denen es zwar an hohen Wellen mangelt, aber nicht an ausreichend Wind.

 

Und so finden sich je nach örtlichen Gegebenheiten an manchen Stränden meist nur Windsurfer und an anderen fast nur Wellenreiter auf dem Wasser, mit einer Ausnahme: Immer öfter sieht man auch Kitesurfer auf dem Wasser gleiten beziehungsweise über die Wellen schweben.

 

Auch Segler finden in den Gewässern der Inselwelt hervorragende Bedingungen vor. Allerdings ist ein gewisses Können Voraussetzung, um sicher voranzukommen. Selbst Weltumsegler kommen bei ihren Touren rund um den Globus gerne nach Hawaii, weil die Inseln Hawaii (meist Big Island genannt), Kauai, Lanai, Maui, Molokai und Oahu geschützte Häfen und Marinas mit moderner Infrastruktur bieten.

Tauchen und Schnorcheln auf Hawaii

Abends am Makena Beach auf Maui . Foto: HVCB/Linda Ching

Abends am Makena Beach auf Maui . Foto: HVCB/Linda Ching

Auch unter Wasser lässt sich hervorragend entspannen, es gibt zwar nur wenige Korallenriffe, zum Beispiel vor der Insel Molokai, aber die tief abfallendeden Vulkanhänge beherbergen eine interessante Meeresflora- und Fauna. Viele Arten kommen nur in den Gewässern rund um Hawaii vor.

 

Beim Tauchen kann man rund um die Inseln ungewöhnlich viele große Fische, aber auch Delfine, Wale und Meeresschildkröten beobachten. Sehr empfehlenswert sind Tauchsafaris, dabei wohnen die Hobbytaucher auf 30-40 Meter langen Schiffen, die verschiedene Tauchreviere ansteuern.

 

Wer es einfacher haben möchte und trotzdem die Unterwasserwelt entdecken möchte, der findet auf jeder Insel geschützte Buchten, die er mit Taucherbrille, Schnorchel und Flossen versehen, entdecken kann.

Angeln auf Hawaii

Sportfischerboote vor der Küste Hawaiis. Foto: HTA/Kirk Lee Aeder

Sportfischerboote vor der Küste Hawaiis. Foto: HTA/Kirk Lee Aeder

Die Inselwelt bietet auch für Petrijünger viel Abwechslung. Alle Freunde des Big Game Fischens können sich auf einem der hochseetüchtigen Angelschiffe einmieten. Die Schiffe sind mit Kampfstühlen und hochwertigen Leihgeräten ausgestattet. Zielfische sind verschiedene Marlin- und Thunfischarten.

 

Auch Little Big Game wird immer beliebter. Neben anderen Fischarten gehören Goldmakrele, Wahoo und Zackenbarsch zur möglichen Beute. Auf den hawaiianischen Inseln finden sich auch Angler, die von der Küste, von Hafenmolen, Steilküsten oder vom Strand angeln.

 

Zu guter Letzt: Seit einigen Jahren sind immer mehr Seekajakfahrer unterwegs. Wer sich gut vorbereitet und umsichtig ist, der kann die Inseln auf ungewöhnliche Art und Weise entdecken.

 

Für welchen Wassersport auf Hawaii man sich auch immer entscheidet: Die Tage am, unter oder auf dem Wasser wird man nicht so leicht vergessen.

 

Kajak fahren vor Lanai. Foto: HTA/Tor Johnson

Kajak fahren vor Lanai

Meeresschildkröte. HTA/Tor Johnson
Meeresschildkröte
Wailua River. Foto: HTJ
Wailua River auf Kauai
Windsurfer bei Hookipa. Foto: HTA/Tor Johnson
Windsurfer bei Hookipa

 

Text: Urlaub-im-Web. Fotos: Mit freundlicher Unterstützung von HTA (Hawaii Tourism Authority), HTJ (Hawaii Tourism Japan) und HVCB (Hawaii Visitors and Convention Bureau)


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