URLAUB IN DEN USA - HAWAII
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Hawaii - Urlaub im Aloha-State
Hawaii – schon der wohlklingende Name des 50. Bundesstaates zergeht einem auf der Zunge und weckt Assoziationen mit paradiesischen Stränden, exotischen Tänzen und lockerer Surfer-Atmosphäre. Wo könnte man also besser Urlaub machen als hier?
Tatsächlich bietet die Inselgruppe Hawaii, die fernab des amerikanischen Festlands im Pazifik liegt, die besten Voraussetzungen sowohl für einen entspannenden Strand-Urlaub, als auch für einen aufregenden Aktiv-Urlaub. Die lockere Atmosphäre und die gastfreundlichen Bewohner, die einen bereits bei der Ankunft am Flughafen mit einem freundlichen „Aloha“ begrüßen, tragen ebenfalls zum perfekten Urlaubs-Erlebnis bei. Dazu kommen die vielseitige Landschaft sowie die interessante Kultur und Geschichte der Insel und ihrer Bewohner.
Die Hawaii-Inseln liegen zentral im Pazifik, rund 3.800 Kilometer von der amerikanischen Westküste entfernt. Etwa 130 Inseln gehören zu dem Bundesstaat, der seit 1959 zu den USA gehört. Die sieben größten Inseln sind – von Ost nach West – die Hauptinsel Hawaii (meist „Big Island“ genannt), Maui, Lanai, Molokai, Oahu mit der Hauptstadt Honolulu, Kauai und Niihau. Diese sind bis auf die kleinste und westlichste Insel Niihau touristisch allesamt gut erschlossen, wobei die meisten Besucher ihren Urlaub auf Oahu verbringen.
Das liegt daran, dass sich hier – nahe der Hauptstadt Honolulu – der internationale Flughafen befindet. Mit den lokalen Fluggesellschaften, die auf klangvolle Namen wie Aloha Airlines, Aloha Island Air und Hawaiian Airlines hören, gelangt man jedoch ohne Probleme auf die restlichen Inseln.
Die größten Vulkane der Welt – feuriger Nervenkitzel
Die Hawaii-Inseln sind vulkanischen Ursprungs, wovon zahlreiche erloschene und aktive Vulkane zeugen. Auf der Hauptinsel Hawaii befinden sich die beiden aktiven Vulkane Mauna Loa und Kilauea, wobei letzterer seit 1983 wieder Lava spuckt. Wer möchte, kann an der Ostküste von Hawaii Zeuge eines ganz besonderen Naturspektakels werden und dabei zusehen, wie die Lava des Kilauea in den Pazifik fließt. Durch die Lava sind auf „Big Island“ schon einige hundert Hektar Landfläche hinzugekommen.
Auf „Big Island“ lohnt sich der Besuch des Hawaii Volcanoes National Parks. Die Besucher können den Vulkanen hier ganz nahe kommen, da die Vulkane auf Hawaii zwar die größten der Welt, dafür aber sehr friedlich sind. Tagsüber klären Ranger die Besucher des Parks über den Vulkanismus auf und geben interessante Informationen. Das Highlight für viele Urlauber ist zu sehen wie die Lava zischend in den Pazifik fließt. Bei einem Helikopter-Flug können die Besucher einen Blick in das Innere des 250 Meter hohen Kraterhügels Pu'u O'o werfen, in dem ein kochender Lavasee brodelt. Neben den heißen Lavaströmen und Schwefelwolken hat auch die karge Kraterlandschaft ihren ganz besonderen Reiz.
Urlaub im Paradies für Aktive
Hawaii hat einige der traumhaftesten Strände zu bieten. Waikiki nahe der Hauptstadt Honolulu ist nur einer davon. Hier treffen sich Jung und Alt, Sonnenanbeter und Sportler. Vor allem für Surfer gilt Hawaii als Paradies und das nicht nur, weil der Surf-Sport hier seinen Ursprung hat, sondern auch wegen der hervorragenden Bedingungen, die sich Profi-Surfern und Anfängern hier bieten.
War das Surfen einst den Adligen des hawaiianischen Königreiches vorbehalten, avancierte der Sport ab den 1920er Jahren dank des Schwimmers und Olypmia-Siegers Duke Kahanamoku zum begehrten Freizeitspaß. Heute trifft sich die Surfer-Elite jedes Jahr im Winter am North Shore auf Oahu, um sich dort mit den 15 Meter hohen Wellen zu messen. Für Anfänger empfiehlt sich ein Ritt auf den seichten Wellen am Waikiki Beach.
Aber nicht nur Surfer genießen den Urlaub auf Hawaii. Auch andere Wassersportarten kann man hier ausüben, wobei vor allem das Kanufahren traditionell verbreitet ist. Regelmäßig finden Kanu-Wettrennen statt. Beim Tauchen und Schnorcheln in den klaren Buchten der Inseln kann man die artenreiche Unterwasserwelt Hawaiis erleben.
Auch die Natur Hawaiis, in der einzigartige Tier- und Pflanzenarten zuhause sind, kann sich sehen lassen. Am besten lässt sich die Landschaft beim Wandern oder Reiten entdecken. Zum Wandern lädt der beliebte Kalalau Trail auf Kauai ein, der an der einzigartigen Kulisse der Na Pali Coast entlang führt. Der schmale Pfad bietet die einzige Möglichkeit, die abgeschiedenen Täler zu erkunden, in denen noch heute alte Tempelanlagen und Taro-Felder von der frühen Besiedlung der Polynesier zeugen. Auch Reiter kommen nahe des Na Pali-Pfades auf ihre Kosten. Ein anderer schöner Reitweg befindet sich auf Maui und führt durch den Haleakala-Krater. Aber auch ein Ausflug zu Parker-Ranch, der größten Viehzucht auf Hawaii, bietet unvergessliche Eindrücke. Neben Pferden sind Maultiere und Esel für Reittouren beliebt.
Hawaii – Urlaub im Schmelztiegel der Kulturen
Obwohl das Leben auf Hawaii stark von der amerikanischen Kultur beeinflusst ist und der American-way-of-life fast überall gegenwärtig ist, haben die Pazifikinseln doch auch viel von der Kultur der polynesischen Vorfahren bewahren können. Bei der Ankunft von James Cook, der die Inseln 1778 entdeckte, lebten rund 300.000 Polynesier auf den Inseln. Durch die Seuchen und Krankheiten der Entdecker sowie der Missionare und Walfänger wurde jedoch ein großer Teil der ursprünglichen Bevölkerung dahin gerafft. Später kamen in großer Zahl billige Arbeitskräfte aus China und Japan, die auf den Zuckerrohrplantagen der Insel arbeiteten. Der große Zuwanderungsstrom sorgte dafür, dass die polynesischen Ureinwohner bald in der Unterzahl waren. Heute sind nur noch rund zwei Prozent polynesischen Ursprungs. Ein großer Teil der hawaiianischen Bewohner sind jedoch Mischlinge, da die asiatischen Arbeiter oft einheimische Frauen heirateten.
Die hawaiianische Kultur feierte in den letzten Jahrzehnten ein Comeback. War sie einst zum Touristen-Spektakel verkommen, legt man heute mehr Wert auf die originalen Formen hawaiianischer Rituale, wie zum Beispiel den Hula-Tanz. Und auch originale Schreibweisen hawaiianischer Wörter und Namen werden immer wichtiger. Kulturinteressierten bieten das Polynesian Cultural Center und das Bishop-Museum unverfälschte Einblicke. Den Hula-Tanz, der in den Formen „Hula Kahiko“ und „Hula Auwana“ existiert, kann man heute in fast allen Hotels und Restaurants sehen.
Reisezeit – bestes Urlaubswetter das ganze Jahr über
Das ganze Jahr über locken die Inseln mit angenehm milden Temperaturen. Je nach Region variiert die Wetterlage. So gibt es einige sehr trockene Gebiete und auch solche wie die Na Pali Coast auf Kauai, wo es geradezu rekordverdächtig viel regnet. Insgesamt ist das Klima jedoch sehr ausgeglichen und angenehm. Im Winter liegt die Tagestemperatur bei durchschnittlich 25 Grad Celsius, im Sommer bei etwa 30 Grad. Die Wassertemperaturen laden mit 24 bis 27 Grad zum Bad im Pazifik ein. Als beste Reisezeit gelten die Monate Mai bis Oktober, wenn es verhältnismäßig kühl und trocken ist.
Text: Daniela Hesse. Fotos: Mit freundlicher Unterstützung von HTA (Hawaii Tourism Authority) und HTJ (Hawaii Tourism Japan)







