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Urlaub auf Maui – Paradies für Entdecker
Maui ist die zweitgrößte der Hawaii-Inseln. Wer hier seinen Urlaub verbringt, den erwarten kilometerlange Sandstrände, eine tropische Vegetation, faszinierende Vulkanlandschaften und sehenswerte Kleinstädte. Drei Viertel der Insel stehen unter Naturschutz, weshalb man Maui auch hervorragend beim Wandern erkunden kann. Ein Highlight für jeden Maui-Urlaub ist die Walbeobachtung vor der Westküste, die jedes Jahr von November bis April möglich ist.
Mauis Landschaft – Insel der Täler
Maui zeichnet sich durch eine besondere Form aus. Die Insel besteht aus zwei Bergmassiven, die nur durch ein zehn Kilometer breites Tal miteinander verbunden sind. Den Westen der Insel beherrschen die West Maui Mountains. Vor langer Zeit erloschene Vulkane bilden diese Bergkette, die im Laufe der Zeit von Regen und Wind stark erodiert wurde. Der Regen grub tiefe Furchen in die grünen Felsen der West Maui Mountains, an denen dünne Bäche wie Tränen hinunter laufen. Hier wird deutlich, warum Maui auch die „Insel der Täler“ genannt wird. Im Osten der Insel befindet sich der ebenfalls erloschene Vulkan Haleakala, der über 3.000 Meter in die Luft ragt.
Wie die meisten Inseln des Pazifik-Archipels besitzt Maui eine feuchte und eine trockene Seite. Während der Nordosten sehr regenreich, aber dafür auch landschaftlich sehr reizvoll ist, ist das Klima im Süden Mauis eher trocken. Generell sind die Temperaturen entlang der Küste jedoch sehr angenehm, so dass ein Bad im Meer kein Problem ist. In den höher gelegenen Gebieten sollte man sich auf kühlere Temperaturen und Regen einstellen, zum Beispiel beim Besuch des Haleakela-Vulkans.
Iao Valley & Maui Ocean Center
Die größten Orte auf Maui sind Wailuku und Kahului, wo für die meisten Touristen der Maui-Urlaub beginnt. In Kahului befindet sich zwar der Flughafen, doch Urlauber lassen sich hier selten nieder. Kahului dient zusammen mit dem angrenzenden Ort Wailuku als Versorgungspunkt der Insel. Hier lebt und arbeitet die Mehrheit der Inselbewohner. Auch wenn die beiden Orte, die sich in eine Bucht im Norden Mauis schmiegen, nicht speziell auf Touristen ausgerichtet sind, hat auch dies seinen Reiz. Denn hier bekommt man interessante Einblicke in den Alltag der Inselbewohner.
Von Wailuku aus gelangt man mit dem Mietwagen sehr schnell in den Iao Valley State Park, der das Ende des Tales zwischen den beiden Teilen Mauis markiert. Üppig bewachsene Felswände ragen steil in die Höhe, dazwischen plätschern Bäche. Am Ende der Straße erblickt man das Wahrzeichen Mauis, den Iao Needle. Der Iao Needle ist ein 360 Meter hoher Monolith, bei dem es sich der Legende nach um den versteinerten Liebhaber der Göttin Iao handelt.
Fährt man hinunter zur südlichen Küste des großen Tals von Maui, gelangt man nach Maalaea. Hier kann man am Maalaea Beach entspannen oder sich ins Maui Ocean Center begeben. Das täglich geöffnete Aquarium ist das größte Hawaiis. Auf einer Fläche von 12.000 Quadratmetern präsentieren sich hier die Meeresbewohner der hawaiianischen Inseln. Unter anderem leben hier tropische Fische, Meeresschildkröten, Buckelwale und Haie, wobei der männliche Tigerhai der ganze Stolz des Museums ist.
Lahaina & Kaanapali – einst Paradies der Walfänger, heute Paradies der Wale
Im Westen von Maui befindet sich die Küstenstadt Lahaina, die sich ihren ursprünglichen Charme bis heute bewahrt hat. Nach der Eroberung der Hawaii-Inseln machte Kamehameha I. Lahaina zu seiner Hauptstadt. Ihm folgten Missionare und später Walfänger, die einen großen Einfluss auf die Entwicklung des Ortes ausübten. Von 1810 bis in die 1940er Jahre überwinterten die Walfänger in Lahanai. Heftige Stürme machten ihnen in der winterlichen Jahreszeit den Walfang unmöglich, so dass sie sich für eine gewisse Zeit nach Maui absetzten, dort erholten und ihre Vorräte aufstocken. Kein Wunder also, das Herman Melville, der Autor des Romans „Moby Dick“ bei seinem Aufenthalt 1843 hier seine Inspiration fand. Mit der Entdeckung des Erdöls endete das lukrativen Geschäft mit Waltran jedoch und die Walfänger blieben aus.
Einst Zentrum der Walfänger, hat sich Lanahai mittlerweile zum Paradies für Walbeobachter gemausert. Jedes Jahr von November bis April treffen sich zwischen Maui und Lanai Buckelwale, um ihre Jungtiere zur Welt zu bringen. Sie scheinen zu spüren, dass ihnen hier keine Gefahr mehr droht und Urlauber nutzen gerne die Gelegenheit zum Whale-Watching.
Spuren der Walfänger sind jedoch auch heute noch zu sehen, zum Beispiel in der hundert Jahre alten Kneipe „Pioneer's Inn“, in der die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Ganz Lahanai konnte sich den Charme der alten Tage bewahren und erfreut sich bei Urlaubern großer Beliebtheit. Tagsüber flaniert man durch die zahlreichen Geschäfte der Front Street, abends locken gemütliche Lokale und Bars zum Dinner unter Palmen. Wenn die Sonne untergeht, lohnt es sich den Hafen zu besuchen. Dort liegt eine Replik der Carthagian vor Anker, die dank des Farbspiels bei Sonnenuntergang ein tolles Fotomotiv bietet.
Was wäre ein Urlaub auf Maui ohne ein Bad im Meer? Unvorstellbar, schließlich locken hier zahlreiche Strände an denen man herrlich entspannen, baden und surfen kann. Wenige Kilometer nördlich von Lahaina liegt Kaanapali Beach, das für seinen zehn Kilometer langen Strand berühmt ist. Hier reihen sich zahlreiche Urlaubshotels aneinander.
Mauis Strände – Sonnen, Baden und Surfen
Der Osten der Insel Maui hat natürlich auch einige Schätze aufzuweisen. Fährt man an der Westküste hinunter, hat man die Auswahl zwischen einer ganzen Reihe von Stränden, wobei man besonders rund um Makena idyllische Strandparadiese entdecken kann.
Gegenüber von Makena befindet sich die Insel Molokini, vor der man wunderbar schnorcheln und tauchen kann. Bei Molokini handelt es sich um den halbmondförmigen Kraterrand eines untergegangenen Vulkans, zu dem Bootstouren angeboten werden.
Im Nordosten Mauis trifft man die Surfer-Elite, vor allem Windsurfer finden hier hervorragende Bedingungen für ihren Sport. Beliebter Treffpunkt ist der Hookipa Beach bei Lower Paia, der im Winter und Frühjahr beste Bedingungen bietet. Von einem Felsen hoch über dem Strand genießt man einen tollen Ausblick auf die talentierten Wassersportler.
Hana Road – auf dem Weg nach Hana
Eine Fahrt nach Hana gehört zu jedem Maui-Urlaub dazu. Von der Nordküste führt die kurvenreiche Straße bis zur Ostspitze Mauis und bietet dabei atemberaubende Eindrücke. Inmitten tropischer Vegetation entdeckt man immer wieder kleine Wasserfälle. Die Pflanzenwelt ist geprägt von hohen Koa-Bäumen und farbenprächtigen Orchideen.
An der Küste genießt man die Fahrt mit Blick auf das Meer, immer wieder laden idyllisch gelegene Buchten zu einer kleinen Pause ein. Am Ziel der Road to Hana wartet die Kleinstadt Hana, in der hauptsächlich Hawaiianer leben. Auch Ex-Beatle George Harrison soll in der Nähe von Hana ein Haus besitzen.
Sonnenaufgang am Haleakala
Wer seinen Urlaub auf Maui verbringt, sollte sich nicht nur an der Küste aufhalten, sondern auch Ausflüge in das Inselinnere unternehmen, wo man neben großflächigen Ranches und Farmen auch zahlreiche Gärtnereien entdecken kann. Maui ist bekannt für seine florierende Blumenzucht und beliefert auch andere Hawaii-Inseln mit Orchideen.
Ein anderes Ausflugsziel ist der erloschene Vulkan Haleakala. Die karge Kraterlandschaft lädt zum Wandern und Reiten ein. Die meisten Urlauber besuchen den Haleakala jedoch früh morgens, um das Farbenspiel bei Sonnenaufgang zu erleben.
Text: Daniela Hesse. Fotos: Mit freundlicher Unterstützung von HTA (Hawaii Tourism Authority), HTJ (Hawaii Tourism Japan) und HVCB (Hawaii Visitors and Convention Bureau)










