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Leis – Hawaiis bunte Blumenkränze

Leis sind beliebte Accessoires. Foto: HTA/Sri Maiava Rusden

Leis sind beliebte Accessoires. Foto: HTA/Sri Maiava Rusden

Bereits am Flughafen werden sie den meisten Urlaubern umgehängt, stets begleitet von einem freundlichen „Aloha“ (Guten Tag) – Leis. So heißen die typisch hawaiianischen Blumenkränze in der Sprache der Inselbewohner. Mit viel Liebe und Geduld reihen geschickte Hände eine Blume nach der anderen auf eine Kette. Dabei werden besonders gerne Orchideen verwendet, die überall auf den Hawaii-Inseln in Hülle und Fülle blühen. Für einen Lei braucht man je nach Blüte etwa 20 bis 1.000 Blüten, je nach Größe.

 

Die Tradition der Leis geht auf die Polynesier zurück, die vor 1.500 Jahren nach Hawaii kamen. Sie brachten auch zahlreiche Blumenarten in die neue Heimat. Damit stellten sie Kränze her, mit denen sie ihren Göttern für die gelungene/glückliche Reise dankten. Sie stellten aber nicht nur Kränze aus Blüten her, sondern auch aus anderen Materialien wie Nüssen, Blättern, Muscheln und Beeren. Der Lei wird nicht um den Hals getragen, sondern locker über die Schulter gehängt. Dennoch werden Leis auch gerne als Kopfschmuck oder an Armen und Beinen getragen.

 

Leis gibt es in vielen Variationen. Foto: HTJ

Leis gibt es in vielen Variationen. Foto: HTJ

Für das Verschenken von Leis finden Hawaiianer immer einen geeigneten Anlass. Ob zur Begrüßung oder zum Abschied, zum Geburtstag oder zum Schulabschluss – mit einem Lei kann man Gefühlen wie Liebe, Freude, Zuneigung, Freundschaft und Dank Ausdruck verleihen. Dabei gilt es als unhöflich einen Lei abzulehnen.

 

Wer Urlaub auf Hawaii macht und dabei mehrere Inseln besucht, wird schnell merken, dass sich die Leis je nach Insel unterscheiden. Denn jede Insel besitzt ihre eigene Blume, die die Leis schmücken. Auf Oahu verwendet man am liebsten die leuchtend orange-gelben Blüten der Ilima-Orchidee. Diese wurden früher vor allem von den Königen getragen. Auf Maui erfreut sich die rosafarbene Lolekani großer Beliebtheit, während man auf Big Island die purpurrote Ohia Lehua schätzt, die an den Vulkanhängen der Insel wächst. Auf Kauai wird die nach Anis duftende Beerenkapsel Mokihana zu einer Perlenkette verknüpft, während die Leis auf Lanai aus Kaunaoa hergestellt werden. Für Molokai sind Leis aus Kukui – Blätter mit kleinen weißen Blüten – üblich.

 

Wer einmal bei der Herstellung von Leis zusehen möchte, kann dies im Zentrum von Honolulu tun. In der Maunakea Street sitzen ältere Damen und fertigen die hübschen Blumenkränze in mühevoller Kleinarbeit. Dabei darf man auch ruhig mal über die Schulter schauen.

 

 

Junge Hula-Tänzerinnen mit Lei-Schmuck. Foto: HTA/Joe Solem

Junge Hula-Tänzerinnen

Lei-Herstellung an der Maunakea Street, Honolulu. Foto: HTA/Tor Johnson
Maunakea Street
Orchideen. Foto: HTA/Joe Solem
Orchideen

 

Text: Daniela Hesse. Fotos: Mit freundlicher Unterstützung von HTA (Hawaii Tourism Authority), HTJ (Hawaii Tourism Japan)


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