URLAUB IN KUBA - HAVANNA

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Havanna - Urlaub in der Metropole der Lebenslust )

Blick auf das Capitol in Havanna. Fotos: Kubanisches Fremdenverkehrsamt

Blick auf das Kapitol in Havanna. Fotos: Kubanisches Fremdenverkehrsamt

Bilder aus Havanna

 

Havanna, Kubas überragende politische, wirtschaftliche und kulturelle Metropole, präsentiert sich ausländischen Gästen als lebhafte, lebenslustige, selbstbewusste und in weiten Teilen auch wieder sehr schöne Stadt.

 

Gegründet wurde Havanna 1515, ihre heutige, äußerst günstige Lage an einem Naturhafen besitzt die Stadt seit ihrer Verlegung im Jahre 1519. Havanna wurde dank dieser Standortgunst zu einem der wichtigsten Handels- und Militärhäfen in der Karibik. Der Reichtum der Stadt und die kostbare Fracht, die vor Ort verschifft wurde, lockten allerdings auch Piraten an. Havanna musste zum Schutz vor Überfällen ab Mitte des 16. Jahrhunderts immer schwerer befestigt werden. Heute sind die seinerzeit entstandenen Befestigungsanlagen (Castillos und Fortalezas) echte Touristenattraktionen. Besonders sehenswert sind die Festung el Morro (1589, bis zum Jahre 1630 nach und nach weiter ausgebaut), die östlich der Buch von Havanna liegt, und das Castillo de la Real Fuerza (1558-78) auf der Westseite. In früheren Jahrhunderten waren beide Anlagen durch eine Eisenkette verbunden, die nachts hochgezogen wurde, um den Hafen abgeriegeln. In unseren Tage existiert diese Kette nicht mehr, trotzdem kündigt jeden Abend um 21.00 Uhr eine sehenswerte Kanonen-Zeremonie symbolisch die "Schließung" der Hafeneinfahrt an. Sehenswert ist auch die Fortaleza de San Carlos de la Cabana (1763-74) auf der Ostseite der Bucht.

 

Den Mittelpunkt der Altstadt (Habana Vieja) bildet die Plaza de la Catedral. Der belebte Platz, der vor einer imposanten Barockkathedrale liegt, zählt zu den schönsten Plätzen ganz Lateinamerikas. Die ihn umrahmenden Kolonialgebäude bieten zahlreichen Restaurants und Museen Platz.

 

Eine der beliebtesten Altstadt-Touren beginnt an der weltberühmten Uferpromenade Malecon und führt über die Prachtstraße Prado vorbei am klassiszistischen Hotel Inglaterra weiter zum prächtig geschmückten Opernhaus Gran Teatro und zum monumentalen Capitolio Nacional. Das Kapitol von Havanna stellt eine Replik des Washingtoner Kapitols dar und wurde zwischen 1926 und 1929 erbaut.

 

Im Jahre 1982 wurde Havannas Altstadt von der UNESCO zum "Kulturerbe der Menschheit" erklärt und unter Denkmalschutz gestellt. Die seither in Angriff genommene Sanierung von Habana Vieja ist inzwischen weitgehend abgeschlossen. Zahlreiche Plätze und Gebäude erstrahlen in einem lange vergessenen Glanz. Sehr sehenswert ist beispielsweise der Palacio de los Capitanes Generales. Er ist das prächtigste Gebäude am Plaza de Armes, dem ältesten Platz Havannas. Über 100 Jahre lang diente der prunkvolle barocke Palast spanischen Gouverneuren als Residenz. Auch die ersten Präsidenten der bürgerlichen Republik Kuba wohnten hier (bis 1920).

Havanna - Urlaub mit Salsa und Hemingway

Havanna bei Nacht

Havanna bei Nacht

Havanna bietet heute eine Vielzahl guter Hotels, darunter auch moderne Häuser der Luxusklasse wie das 5-Sterne Hotel Parque Central in der Altstadt. Dazu gesellen sich zahlreiche Hotel-Legenden aus den 20er, 30er, 40er und 50er Jahren, die inzwischen meist gründlich restauriert wurden. Ein Beispiel ist das Nacional de Cuba, ein Luxuspalast der US-Amerikaner aus den 30er Jahren mit großem Garten. Im Nacional de Cuba sollen Mafia-Figuren wie Lucky Luciano und Meyer-Lanski ausschweifende Feste gefeiert haben. Später fanden sich dann u. a. Politigrößen wie Winston Churchill und Charles de Gaulle und Schauspieler wie Errol Flynn und Marlon Brando unter den Gästen.

 

Wie es sich für eine moderne Großstadt gehört, bietet Havanna ein breites und hochklassiges Unterhaltungs-Angebot. In der Casa de la Musica wird die beste Salsa Live-Musik Havannas gespielt. Glanzvolle Unterhaltungsshows bekommt man u. a. in den Clubs großer Hotels geboten, z. B. im Parisien im Hotel Nacional de Cuba oder im Copa Room im Hotel Riviera. Zurecht weltberühmt ist das Cabaret Tropicana. Es steht mit dem Lido in Paris auf einer Ebene. Tanz, Akrobatik, Karneval und Folklore auf höchsten Niveau erwarten den geneigten Gast auf der Open-Air-Bühne. Auch die aufwendigen bunten Kostüme, die attraktiven Tänzerinnen und die afrokubanischen Rhythmen im Cabaret Tropicana suchen Ihresgleichen. Dem hohen Niveau entspricht allerdings ein ebenso hoher Eintrittspreis.

 

Ebenfalls eine Legende ist die mitten in der Altstadt gelegene Bar Bodeguita del Medio. Ernest Hemingway war hier Stammgast. Jeder hat schon einmal Fotos von den mit Namen vollgekritzelten Wänden und Tischen der Bar gesehen. Bei Gitarrenklängen können Gäste tagsüber ihren Mojito genießen. Ein Restaurant im Hinterraum (kreolische Küche) glänzt leider vorrangig durch gepfefferte Preise. Auch im Restaurant El Floridita verkehrte Hemingway gerne, heute sitzt man gemeinsam mit einer Bronze-Figur des Schriftstellers am 50er-Jahre-Tresen des Hauses. Im Floridita soll der Barkeeper Constante 1914 den Cocktail Daiquiri erfunden haben, den Hemingway so liebte. Das Essen im Restaurant (Meeresfrüchte) gilt als gut, aber recht teuer.


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