HALLE

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Halle (Saale)

„In Halle gibt es Hallenser,Halloren und Hallunken."

Hans-Dietrich Genscher

 

Halle an der Saale ist mit knapp 240.000 Einwohnern die größte Stadt des Bundeslandes Sachsen-Anhalts. Die Stadt liegt am Nordwestrand der Leipziger Tieflandsbucht und unterhalb der Mündung der Weißen Elster. Halle gilt als "Kulturhauptstadt" Sachsen-Anhalts, da sie für ihre Größe über eine ungewöhnlich breite Kulturlandschaft verfügt.

 

Schon um 400 vor Christus wurden Halles Salzquellen von den Kelten genutzt. Erst im Jahre 735 wurde die Gegend um Halle von Karl Martell erobert und „Halla" genannt. Das Wort stammt aus dem Keltischen und bedeutet soviel wie „Stätte der Salzgewinnung".

 

Halle gelangte über die Jahre vor allem durch die Salzgewinnung zu Reichtum. Erst 1964 wurde der Salinenbetrieb eingestellt. Hallenser und Halloren (Salinenarbeiter) lebten in der Stadt dicht zusammen. Das Halloren- und Salinenmuseum auf der Salinenhalbinsel gibt Einblick in ihre Bräuche und Lebensweisen. Der reiche Silberschatz der Salzarbeiter ist das Prunkstück des Museums.

 

Sehenswert ist in Halle vor allem die bemerkenswert gut erhaltene historische Altstadt. Zentrum der Altstadt ist der Marktplatz mit seinen fünf Türmen. Diese Türme sind zum Wahrzeichen der Stadt geworden. Direkt am Marktplatz stehen der 85 Meter hohe Rote Turm sowie die Marktkirche mit ihren vier Türmen. Der Rote Turm ist ein freistehender Glockenturm, der 1418 "zur Ehre Gottes und der Stadt Halle wie der ganzen Umgebung zur Zierde" gebaut wurde. Sein Glockenspiel schlägt zu jeder vollen Stunde und ist das größte Deutschlands. 1530/39 wurden die romanischen Basiliken St. Gertraud und St. Marien zur vier-türmigen Marktkirche umgebaut. In ihr hat schon Martin Luther gepredigt. Eine weitere Sehenswürdigkeit der alten Stadt ist der Dom, eine ursprünglich frühgotische Hallenkirche.

 

Am Dom entlang verläuft der Mühlgraben, der zur Moritzburg führt. Sie wurde um das Jahr 1500 von den Erzbischöfen von Magdeburg errichtet. Die Burg wurde nach dem Hl. Mauritius (Hl. Moritz), dem Schutzpatron des Erzbistums Magdeburg, benannt. Die Moritzburg diente ihnen als Zwingburg gegen die Hallenser Bürger. Während des Dreißigjährigen Krieges brannte sie aus und wurde erst Anfang des 20. Jahrhundert wiederaufgebaut. Heute ist in der Burg eine Galerie untergebracht, die vor allem deutsche Kunst der Neuzeit zeigt. Das ganze Jahr sind Sonderaustellungen zu sehen, die an die Sammlungsschwerpunkte anknüpfen.

 

Eine weitere Burg ganz in der Nähe ist Giebichenstein direkt an der Saale. Seit 968 war sie die Residenz der Magdeburger Erzbischöfe. Ihre Unterburg ist noch erhalten und beherbergt heute eine Hochschule. Unterhalb der Burg befindet sich die Ablegestelle für die Dampfer der Weißen Flotte. Mit ihnen lassen sich die Burgen der Umgebung bequem erreichen.

 

Ein Anziehungspunkt in der näheren Landschaft um Halle ist der Kulturpark Saalaue. Der Park befindet sich auf der Peißnitzinsel und bietet Abwechslung für Groß und Klein. Neben einem Vergnügungspark mit der beliebten Pioniereisenbahn und der Freilichtbühne mit zahlreichen Veranstaltungen, gibt es auch mehrere Ausstellungshallen.

 

Weitere Informationen zu Halle an der Saale finden Sie unter:

www.halle.de

www.halle-ist-schoen.de

www.moritzburg.halle.de

www.burg-halle.de --> Giebichenstein


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