ITALIEN - URLAUB IN UMBRIEN
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Urlaub in Umbrien - Gualdo Cattaneo dominierte das Tal und die Ebene
Der Ort mit seiner von Kaiser Otto II. gebauten Burg war durch die Jahrhunderte hindurch ein begehrter Stützpunkt der Herrschenden.
Gualdo Cattaneo ist zum erstenmal für die Zeit des Kaisers Otto II. historisch belegt, der hier im Jahre 975 eine Burg erbauen ließ, mit der er den germanischen Herzog Edoardo Cattaneo belehnte. Die Ortsbezeichnung Gualdo geht auf das sächsische Wort Wald zurück und verweist auf die zahlreichen Wälder der Gegend.
Wegen ihrer besonderen strategischen Position, die Stadt dominiert sowohl das Tibertal als auch die Ebene Spoletos, war Gualdo Cattaneo durch die Jahrhunderte hindurch ein begehrter Stützpunkt. Im Jahre 1077 kämpften Gualdo Cattaneo und Spoleto gemeinsam gegen Foligno, 1177 unterwarf Friedrich I. ,,Barbarossa" die Stadt und unterstellte sie dem Herrschaftsbereich Folignos, aber schon 1198, als der letzte kaiserliche Herzog die Stadt an Papst Innonzenz III abtrat, verbündete sie sich erneut mit Spoleto.
In der Folge wurde Gualdo Cattaneo von der Signoria der Trinci aus Foligno erorbert, deren Herrschaft 1439 durch den Kirchenstaat abgelöst wurde.
1493 unterstellt Papst Alexander VI Gualdo Cattaneo der Verwaltung Folignos, das noch im gleichen Jahr mit dem Bau einer Burg begann, um die Stadt zu befestigen. Nach der Restauration wurde die Stadt 1816 wieder Teil des Kirchenstaates und 1860 ist sie schließlich im Zuge der Einigung Italiens in das Königreich Italien eingegliedert worden.
Die Burganlage besteht aus einer Festung, mit der Form eines kleinen dreiseitigen Dreiecks, und drei untereinander verbundenen Türmen, über die man durch unterirdische Gänge die etwas tiefer gelegene Burgmauer erreichen kann.
Die Kirche SS. Antonio e Antonino wurde 1260 erbaut und durch die Jahrhunderte hindurch mehrfach verändert. Aus der ersten Bauphase sind die Krypta einige Reliefs auf der Fassade und die Apsis erhalten. Im Inneren befindet sich ein Temperatafelbild von 1350 der umbrisch-senesischen Schule, das die Madonna mit Kind zeigt.
Die romanische Kirche S. Andrea stammt aus dem 13. Jahrhundert. In der Kirche S. Agostino, die 1136 erbaut wurde, befindet sich ein großes Fresko über die Kreuzigung, das 1482 von der Schule Nicolo Alunnos in Foligno geschaffen worden ist


