REITURLAUB - NIEDERRHEIN
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Mit Kalblütern in den Mai
In Grefrath am Niederrhein, unweit der deutsch-niederländischen Grenze, findet jedes Jahr am 1.Mai der Mairitt statt. Diese Veranstaltung ist - stellvertretend für ungezählte lokale Veranstaltungen in ganz Europa - für Urlauber und andere Besucher geeignet das Brauchtum unserer Vorfahren kennenzulernen. Und dies auf unterhaltsame und kurzweilige Art und Weise.
Der besagte 1.Mairitt wurde vom Niederrheinische Freilichtmuseum Dorenburg wieder ins Leben gerufen, um an eine alte bäuerliche Tradition zu erinnern.
Die Bauern zogen mit ihren geschmückten Arbeitspferden, die in der Regel Kaltblüter waren, um ihr Anwesen und steckten anschließend grüne Zweige kreisförmig in die Erde. Damit sollten die Hexen gebannt werden, die in der Nacht auf den ersten Mai, in der Walpurgisnacht „getanzt“ hatten.
Am 1.Mai 2007 kamen vor der Eissporthalle in Grefrath die ersten Geländewagen mit ihren Pferdeanhängern an.
Die Pferde wurden gesattelt und geschmückt, es wurde gefachsimpelt, aber auch die Fragen der unbedarften Besucher beantwortet.
Es geht zwanglos zu, die Pferdebesitzer müssen sich nicht anmelden und kein Startgeld bezahlen, sondern nur für ihre Pferde eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben.
Um 11.00 Uhr fing der Umzug an. Ein Polizeiwagen fuht vorneweg, die Anwohner standen am Straßenrand, die Erwachsenen gelassen, die Kinder aufgeregt, man kennt sich und ist guter Dinge.
Merkwürdigerweise war die Zugstrecke nicht gesperrt und schien auch nicht fest zu stehen, der Gegenverkehr musste in die Seitenstraßen ausweichen und als ein Linienbus kam, gab es etwas Aufregung unter den Reitern und vor allem bei den Pferden. Ansonsten lief aber alles ruhig.
Nach zwanzig Minuten kam der Zug in der Innenstadt von Grefrath an. Hier hatte sich das Gros der Zuschauer versammelt, hier auch wurden die einzelnen Pferderassen dem Publikum vorgestellt. Oft sah man den irischen Tinker, aber auch das Belgische Kaltblut, das Schwarzwälder Kaltblut und sogar das Shire Horse aus England, das größte Pferd der Welt das fast 1,3 Tonnen schwer werden kann.
Ansonsten lief aber alles ruhig. Nach dem Umzug präsentierten sich die verschiedenen Kalblutrassen nochmals dem Publikum und zwar auf dem Museumsgelände des Freilichtmuseums Dorenburg.








