SPANIEN - URLAUB IN ANDALUSIEN: GRANADA

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Granada - Urlaub vor der Gebirgskulisse

Granada - Die Alhambra bei Nacht

Die Alhambra bei Nacht. Fotos: H.J.Franzen

Die andalusische Provinz Granada zeichnet sich durch ein warmes, fruchtbares Klima aus, sowohl an der Küste als auch im Landesinneren, vor allem am Flusstal der beiden Flüsse Darro und Genil, welche zu Füßen der Gebirgskette Sierra Nevada zusammenfließen.

In der Sierran Nevada liegt der höchste Berg der gesamten iberischen Halbinsel, den Mulhácen (3.481 Meter). Hier spürt man auch im Sommerhalbjahr nichts von der Hitze Andalusiens, hier herrscht ein kaltes, aber oft sonniges Hochgebirgsklima.

Das Herz der Stadt Granada befindet sich auf den Hügeln, in der Gegend des Albaicín und der Alhambra. Die alten Stadtviertel überzeugen mit dem Charme der verwinkelten, schmalen Gassen, der schönen Ecken und Plätze, an denen man mit einem überraschendem Ausblick über die Stadt belohnt wird.

 

Granada - das Maurenviertel

Blick auf das Maurenviertel von Granada

Der neuere Stadtteil, welcher in der Ebene liegt, ist durch die beiden Hauptgeschäftsstraßen, die Gran Vía de Colón und die Avenida de los Reyes Católicos, geprägt. Von hier aus führen die Straßen in die belebten Viertel rund um die Kathedrale.Granada hat eine ereignisreiche Vergangenheit durchlebt.

Die Mauren siedelten sich ab 711 auf dem Hügel der Alhambra an, die damals nur eine kleine Ortschaft war, wurden hier sesshaft, so dass damit der Grundstein für Granadas spätere Blütezeit gelegt wurde.

Im Jahre 1238 begann mit Mohammed Ben Nasar die Dynastie der Nasriden. Zu diesem Zeitpunkt erstreckte sich das Königreich Granada von Gibraltar bis Murcia, von der südwestlichen bis zur südöstlichen Ecke Spaniens, Granadas Bedeutung wuchs. Diese Macht wurde erst 300 Jahre später gebrochen, als im Jahre 1492 die Herrschaft der katholischen Könige nach einem zehnjährigen Krieg begann. Granada widerstand den Christen damit als letzte Stadt.

 

Flamencoaufführung in Granada

Flamencoaufführung in Granada

Um Granada mit allen Sinnen zu erleben, lässt man sich ein bisschen treiben, gerät ab von großen Straßen, gelangt in weitläufige Gärten mit Brunnen und Teichen, um dann wiederum durch enge Gassen auf beeindruckende Plätze zu stoßen, wo man den Blick mal schweifen lassen kann. Auf diesem Weg können auch die Spuren der prachtvollen islamischen Kultur und das architektonische Erbe der christlichen Eroberung erkannt werden.

Das eindruckvollste Gebäude der Stadt Granada ist der maurische Palast mit dem fast schon magischen Löwenbrunnen auf dem höchsten Hügel der Stadt, die Alhambra genannt. Nicht weit davon entfernt betritt man den Generalife, einst Sommersitz der Nasriden-Könige, heute ist die Umgebung als terrassenförmige Gartenanlage voller Wasserspiele zu bewundern.

Kunstinteressierte finden in der Alhambra Meisterstücke der maurisch-granadinischen Baukunst, doch erzählt dieses faszinierende Monument auch von der islamischen Lebensweise und der darauffolgenden christlichen Eroberung.

 

In der Alhambra  - Wasser ist ein sehr wichtiges Gestaltungsinstrument

In der Alhambra - Wasser ist ein sehr wichtiges Gestaltungsinstrument

Zurück in der Ebene zieht die Kathedrale den Blick der Besucher an. Im gotischen Stil konzipiert, wurde sie nach fast 200-jähriger Bauzeit im Renaissance-Stil vollendet. Die Straßen, die zur Kathedrale führen, waren auch in früherer Zeit belebt, die maurischen Seidenhändler und Kunsthandwerker boten hier ihre Ware feil. Heute kann man in diesem Viertel das rege Geschäftstreiben betrachten. Der Universitätsplatz ist auch nicht weit entfernt, wo man sich die 1526 von Karl V. gegründetete Universidad Literaria , heute juristische Fakultät, anschauen kann.

Ein weiteres Schmuckstück der Renaissance-Baukunst ist die Iglesia de los Jerónimos, an welche Kreuzgänge eines Klosters angrenzen. Ein im Barockstil erbautes Kartäuserkloster ist das Monasterio de la Cartuja, welches aus dem 17. Jahrhundert stammt. Man entdeckt bei einem Spaziergang noch andere bemerkenswerte kleinere Kirchen und Klöster, doch neben den Bauwerken laden zwei Stadtviertel zum Besuch ein.

 

Blick über einen Teil der Alhambra

Blick über einen kleinen Teil der Alhambra

Das traditionelle Zigeunerviertel Sacromonte gibt einen Einblick in volkstümliche Architektur. In manchen dieser Felswohnungen kann man sich durch Vorstellungen der Flamenco-Kunst in Gesängen und Tänzen beeindrucken lassen, Spaniens Seele wird auf musikalische Art entfaltet.

Das Albaicín-Viertel besitzt zahlreiche Moscheen, die später in christliche Kirchen umgewandelt wurden. Als Stadtviertel war es einst für seinen Seidenhandel und seine Färbereien berühmt.

Den beeindruckendsten Blick über ganz Granada hat man vom Aussichtspunkt Mirador de San Cristóbal.

In Granada wird zudem sehr gerne gefeiert, die Stadt lebt auch nachts, wobei die zahlreichen in- und ausländischen Studenten ihren Teil beitragen.

In der Nähe der Straßen Pedro Antonio de Alarcón, Horno de Abad und Plaza de los Lobos ist immer etwas los, und man findet genügend Bars.

Besondere Feiertage werden natürlich auch gebührend gefeiert. Während der Semana Santa (Karwoche) sind in Granada, ebenso wie in Sevilla oder Málaga, hunderttausende von Einheimischen und Besuchern auf den Beinen. In den Tagen vor Ostern ziehen von allen Kirchengemeinden der Stadt Prozessionszüge von den Vorstädten in die Innenstadt.

An Fronleichnam laden Festzelte zum Tanzen ein, es werden Stierkämpfe veranstaltet und zahlreiche Einheimische fahren in andalusischen Trachten auf Pferdekutschen durch die Stadt. (stw)

 

 


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