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Das Soriatal und Pico de la Nieves Teil 5

Soriatalsperre

Die Soriatalsperre. Fotos: Hans-Joachim Franzen

Das Soriatal mit der Soriatalsperre im Zentrum von Gran Canaria wurde uns von Einheimischen empfohlen, also machten wir uns auf den Weg in die Berge. Anfangs ging es nur langsam bergauf, vorbei an einigen Feldern, aber mit der Zeit wurde die Straße doch deutlich steiler.

 

Die Aussicht wurde immer beeindruckender und schließlich näherten wir uns dem Bergdörfchen Soria, das sich hauptsächlich entlang der kurvenreichen Straße erstreckte. Die Straße wurde schmaler und am Ende der asphaltierten Wegstrecke parkten wir. Nach einer kleinen Wanderung gönnten wir uns einen Café solo im Restaurante Casa Fernando und machten uns auf den Weg zurück.

Pico de la Nieves oder Pozo de las Nieves

Eselsherde am Wegesrand

Eine Schafsherde grast am Wegesrand.

Der höchste Berg von Gran Canaria stand am nächsten Tag auf dem Programm. Wir wählten nicht die Standardroute, sondern fuhren über Ingenio und Pasadilla: Eine gute Entscheidung. Die Landschaft präsentierte sich sehr grün, mit tollen Ausblicken in den Norden der Insel, über bunte Wiesen, grüne Schafsweiden, kleine Ansiedlungen und Kiefernwälder.

 

Da die Passatwolken heraufzogen, beeilten wir uns aber trotzdem war auf dem Gipfel nichts mehr zu sehen, nicht die berühmten Monolithen Roque Nublo und erst recht nicht zum über 3718 Meter hohen Gipfel des Tejde auf Teneriffa.

Blumenwiese südlich von Vega de San Mateo.

Blumenwiese südlich von Vega de San Mateo.

Also fuhren wir weiter in Richtung Vega de San Mateo. Unterwegs folgten wir einem unauffälligen Hinweisschild, ein guter Entschluß. Die Straße wurde zwar immer schmaler, zwei Autos wären nicht aneinander vorbeigekommen, aber wir kamen in eine wunderbare Wildniss mit verwunschenen Täler, wilden Gärten und bunten Wiesen. So muss die Welt vor 200 Jahren in Mitteleuropa ausgesehen haben. Pestizide und Herbizide scheint das Tal noch nicht gesehen zu haben.

 

Obwohl wir uns nicht satt sehen konnten, brachen wir auf und besuchten wie geplant Vega de San Mateo, eine kleine ruhige Stadt, ließen uns in einer Bar hinter der Kirche nieder, tranken einen Espresso, aßen ein Bocadillo mit Queso und freuten uns über die freundliche Wirtin, die sich nett um ihre Stammgäste und uns kümmerte.


Teror - Plaza del Pino

Teror - Plaza del Pino

Schließlich brachen wir doch auf und besuchten den kanarischen Wallfahrtsort Teror, erst fanden wir keinen Parkplatz, umkreisten den gesamten Ort, um dann direkt im Zentrum unterhalb des Auditoriums und der Bibliothek von Teror ein Parkhaus zu entdecken.

 

Oberhalb der Tiefgarage lag die Plaza de Pio XII. einem netten Geschäft mit kanarischen Handwerksarbeiten und Spezialitäten und einer Bar (nicht empfehlenswert). Wir gingen einige Meter weiter und waren direkt in der berühmten, unter Denkmalschutz stehenden Altstadt von Teror, an der malerischen Plaza del Pino.

 

Der Platz liegt vor der barocken Basilika de Nuestra Señora aus dem 17.Jahrhundert, ein wunderschöner Ort mit Bürgerhäusern und Adelssitzen aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

 

„Museo de los Partones“

Im Innenhof des „Museo de los Partones“.

Die gesamte Altstadt ist für den Verkehr gesperrt, ideal um ungestört durch die Gassen zu schlendern. Wir besuchten noch das „Casa Museo de los Partones“. Das Haus ist der ehemalige Sommersitz der Familie Manrique de Lara, einer der ältesten Adelsfamilien Spaniens.

 

Ein Besuch der sich lohnt. Die preiswerten Eintrittskarten verkauft eine alte und sehr freundliche Dame, die sich ansonsten ihre Zeit mit Stricken vertreibt. Ein angenehmer und ruhiger Beginn des Museumbesuches.

 

Im „Museo de los Partones“

Im „Museo de los Partones“

In dem „Museo de los Partones“ sind die Zimmer originalgetreu in verschiedenen Stilrichtungen liebevoll möbliert und dekoriert. Ein Museum das gut ohne große Hinweistafeln oder gar Multimediaeffekte auskommt.

 

In bester Stimmung verließen wir die Stadt und machten uns auf den Heimweg. Unterwegs kauften wir noch einem großen Einkaufszentrum in Vecindario Lebensmittel ein und stöberten durch die zahlreichen, teilweise sehr edlen Geschäfte.

 


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