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Telde und das Kolumbushaus (IV)

Im Innenhof des Kolumbushauses

Der nächste Morgen sah uns nicht allzu zeitig, aber irgendwann saßen wir dann doch im Bus, besichtigten wir in Telde, der zweitgrößten Stadt von Gran Canaria, die Kirche de San Juan und schlenderten durch die sauberen Gassen, vorbei an alten Partizierhäusern, heimeligen Plätzen und sprachbegabten Papageien. Genau der richtige Ort um langsam wach zu werden.

 

Anschließend stand das Colombushaus in Las Palmas auf dem Programm, der ideale Ort um sein Wissen über Kolumbus, seine Reisen und seine Zeit aufzupolieren. Schließlich brach der offizielle Entdecker Amerikas von hier aus zu seinen Reisen auf.

 

Im Restaurant des Botanischen Gartens "Jardin Canario - Viera y Clavijo"

Zum Mittagessen waren wir oberhalb des botanischen Gartens von Gran Canaria, im Restaurant Jardin Canario - Viera y Clavijo. Allein der Blick über das tropisch grüne Tal versetzt uns in gehobene Stimmung, und die Leistung der Küche und des Service tat das ihrige dazu, um eine lockere entspannte Stimmung entstehen zu lassen.

 

Der Dezember ist zwar nicht der blütenreichste Monat auf Gran Canaria, aber trotzdem ist ein Besuch des Botanischen Gartens „Viera y Clavijo“ ein Genuss. Die ausgedehnte Parkanlage ist mit 27 Hektar die größte ihrer Art in ganz Spanien, neben der Information und Erholung für die Besucher dient er auch der Forschung. Der Botanische Garten liegt südwestlich von Las Palmas und beherbergt viele einzigartige Pflanzenarten. Man sollte wissen, dass es auf den Kanarischen Inseln viele Pflanzenarten gibt, die auf dem Festland schon seit Jahrmillionen ausgestorben sind.

Telde

Im Botanischen Garten
Im Kolumbushaus
Zutaten für Mojos

Blick vom Pico de Bandama auf den Nordosten Gran Canarias und Las Palmas

 

 

Auf teilweise verschlungenen Wegen erkundeten wir den Park, vorbei an Lorbeerwäldchen, stolzen Palmen aller Art, Wildolivenhainen und riesigen Kakteen. In der Luft über uns zogen einige Falken ihre Kreise, hungrig nach Beute Ausschau haltend.

 

Abschließend machten wir noch einen Abstecher zum 569 Meter hohen Vulkan Pico de Bandama und fotografierten nach Norden hin Las Palmas und nach Süden hin den 200 Meter tiefen und 1000 Meter breiten Krater mit seinem angrenzenden Golfplatz. Der Blick über den nordöstlichen Teil der Insel ist ein "Muss" für jeden Inselbesucher.


Agüimes: Igesia de San Sebastián bei Nacht

Da es langsam dunkel wurde, machten wir uns wieder auf den Weg nach Las Palmas, schließlich wollten wir noch ein wenig shoppen gehen. Unser Ziel war die Haupteinkaufsstrasse as Palamas, die Calle Mayor de Triana und seine Nebenstrassen. Bei milden Temperaturen war es ein Vergnügen zu bummeln und den Menschen bei ihren Weihnachtseinkäufen zuzuschauen.

 

Agüimes

In Agüimes finden sich unzählige Skulpturen

Der spätere Abend sah uns schließlich in der Altstadt von Agüimes, einer wunderschönen kleinen Stadt sechzehn Kilometer vom Flughafen von Gran Canaria entfernt. Die Stadt Agüimes wurde 1487 zur Zeit des Zuckerrohr-Booms gegründet und diente als Wohnort für die Oberschicht und den Klerus. Heute ist Agüimes eines der kulturellen Zentren der Insel.

 

Unser letztes, wie immer gutes, Abendessen auf Gran Canaria nahmen wir im Restaurant “El Oroval” im Landhotel “Casa de los Camellos” in der Altstadt von Agüimes, ein. Das ehemalige Herrenhaus ist von zwei Innenhöfen mit Gärten umgeben, früher tätigten Händler hier ihre Geschäfte und ließen ihre Kamele versorgen.

von Hans-Joachim Franzen


Am nächsten Tag ging es leider zum Flughafen und von dort - mit einem wirklichkeitsnäherem Bild von Gran Canaria - nach Hause. Gran Canaria wird uns wiedersehen!

 

Hans-Joachim Franzen


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