WANDERURLAUB AUF GRAN CANARIA
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Gran Canaria: Wanderurlaub auf "Königlichen Pfaden"
"Caminos Reales", "Königliche Wege" werden die alten Hirtenpfade auf Gran Canaria genannt, die noch auf die Zeiten der Ureinwohner der Insel, der Canarios, zurückgehen. Zu jenen Zeiten war die Insel in Königreiche unterteilt. Vor 200 Jahren ließ Carlos VI die alten Wege im Inselinneren restaurieren oder neu anlegen. Heute werden sie hauptsächlich für den Ländlichen Tourismus genutzt, um den Besuchern auf Wanderungen die Vielfalt der Kanareninsel näher zu bringen. Besonders geeignet für solche Wanderungen sind der Herbst und das Frühjahr.
Gran Canaria im Oktober. Ein strahlendblauer Himmel verspricht einen herrlichen Wandertag. Das Thermometer zeigt um die 20 Grad an diesem Vormittag. Ein idealer Tag, um sich auf den Weg ins Inselinnere Gran Canarias, weit ab der herrlichen Dünenstrände im Süden, zu machen. Der Blick geht hinüber über die Hügelketten und bleibt an den schemenhaften Umrissen des "Teide", des höchsten Berges Spaniens auf der Nachbarinsel Teneriffa hängen.
Entlang der Berghänge geht es immer höher an Oliven- und Mandelbäumen vorbei. Hier oben ist die Landschaft ganz anders als die, durch die man auf dem Weg von der Küste bei Maspalomas aus fährt. Am Barranco von Fataga entlang liegt zunächst Fataga auf dem Weg, eines der typischen Kanarendörfer mit seinen weißen Häuschen.
Weiter führt die Reise Richtung Zentrum der Insel durch eine Landschaft, die intensiv landwirtschaftlich genutzt wird. Durch sattgrüne Täler, in denen Guavenbäume wachsen mit ihren weiß-gelblichen Früchten, die besonders gut direkt vom Baum gepflückt schmecken. An Wassermühlen vorbei, immer von Orangenplantagen und saftig grünen Palmen, den "Euphorbien Canariensis" oder der einheimischen "Phoenix Canariensis" umgeben.
Dann heißt es auf "Schusters Rappen" die Reise fortzusetzen. Auf dem "Camino de la Plata", dem Silberweg, führt dieser alte Königsweg auf eine Höhe von 1.400 m hinauf. Dort kann man gut die Veränderung und Vielschichtigkeit der Landschaften und Vegetation Gran Canarias beobachten, von der sich kaum einer der Urlauber, die an den Stränden im Süden verweilen, ein Bild machen kann.
Auf den Wiesen blühen gelbe und weiße Veroden. Salbei findet sich am Wegrand und auch die gelben Blüten der hier so typischen Tabaiba-Pflanze. In voller Blüte steht diese Pflanze im Februar, einem Monat, in dem man meist auch die Mandelblüte genießen kann. Es lohnt sich immer wieder einmal stehen zu bleiben und den Blick über die pinienbestandenen Hügelketten und Stauseen, hier "Bresas" genannt, schweifen zu lassen, die zwischen den Tälern silbrig-glitzernd in der Sonne liegen. Bald führt der Weg durch Pinienwälder, die nach und nach immer dichter werden.
Plötzlich wird die Stille von Vogelgezwitscher durchdrungen. Es ist der Gesang des Hilguero, des Blau- oder Kronfinks, den man an seiner blauen Farbe mit weißen Streifen gut erkennen kann. Nach gut zwei Stunden erreicht man den höchsten Punkt der Insel, den Pozo de la Nieve, gekrönt von den charakteristischen „pechos“, den beiden runden weißen Kuppeln einer Radarstation.
Linkerhand ragt der "Roque Nublo", der "Wolkenfels", das Wahrzeichen Gran Canarias aus den pinienbestandenen Hängen hervor. Und in der Ferne liegt die Caldera de Tejada mit dem alten Höhlendorf Cuevas Caballero der Ureinwohner der Kanareninsel, auf deren Wegen die Besucher heute die vielen noch unbekannten Schönheiten Gran Canarias entdecken können.
Empfehlungen:
Weitere Tipps zum Wandern auf Gran Canaria finden Sie auf der Seite Wandern-Kanaren.de.
Weitere allgemeine Informationen zur Urlaubsinsel gibt es unter www.grancanaria.com und bei den spanischen Fremdenverkehrsämtern.

