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Die Gesellschaftsinseln - Hauptarchipel Französisch Polynesiens

Fotos: Tahiti Tourisme

Die Gesellschaftsinseln, bestehend aus den dreizehn Inseln unter und über dem Winde, sind der Hauptarchipel Französisch Polynesiens. Sie sind eine tropische Inselgruppe mit gebirgigem Relief, umgegeben von Lagunen. 86 Prozent der Bevölkerung leben auf Tahiti, der größten Insel Polynesiens mit der Hauptstadt Papeete. Weitere bekannte Atolle sind Moorea, Bora Bora, Huahine, Raiatea, Tahaa und Maupiti.

Tahiti

Ein bis zweitausend Meter hohe Gipfel prägen das landschaftliche Bild der Vulkaninsel und laden zu ausgiebigen Wandertouren und Geländesafaris ein. Naturliebhaber schätzen das hochgelegene Papenoo-Tal, sowie den Naturpark von Fenua ai`here mit seinen Klippen. Wer möchte kann Tahiti bei einer Inselrundfahrt auf der einzigen Straße, die etwa 114 Kilometer lang ist, erkunden.

 

Die Hauptstadt Papeete, an der Nordwestküste gelegen, ist das wirtschaftliche und politische Zentrum des Landes. Viele Sehenswürdigkeiten liegen an der Küstenstrecke, wie beispielsweise der historische Ort Pointe Vénus, der seinen Namen James Cook verdankt. Hier steht auch der einzige Leuchtturm Tahitis. Kulturbegeisterte kommen durch die Gärten von Mataoa, die Grotte von Maraa und das Museum von Tahiti und seinen Inseln auf ihre Kosten. Interessant für Sportbegeisterte: Surfen ist eine uralte polynesische Wassersportart und Tahiti hat diesbezüglich viel zu bieten. Kein Wunder also, dass jährlich Wellenreiter aus der ganzen Welt anreisen.Die felsige Ostküste mit den schwarzen Basaltsteinstränden und deren Brandung ist ein Paradies für Wellenreiter.

 

Die schönsten Wellenbrecher gibt es in Teahupoo, Anfänger sind in Papara oder in der Taapuna-Passage gut aufgehoben.Doch nicht nur auf dem Wasser ist einiges los. Die Gewässer der Südsee sind ein Paradies für Taucher: Bunte Fische und Korallenriffe, Wrack- und Nachttauchen sowie Begegnungen mit Delphinen und Mantas lassen keine Langeweile aufkommen. Tauchstationen gibt es einige, wie zum Beispiel „Aquatica-Dive“ im Hotel Tahiti Beachcomber Intercontinal.

Moorea

Die „Schwesterinsel“ Tahitis, einst „Aimeo“ genannt, hat geschichtlich und landschaftlich viel zu bieten. Weiße Sandstrände, Korallenbänke und eine vielfältige Unterwasserfauna sowie kulturelle Exkursionen machen Moorea zu einem beliebten Reiseziel. Im Dorf Papetoai steht ein achteckiger Tempel aus dem 19. Jahrhundert am historischen Ort einer alten königlichen Kultstätte. Die touristisch gut erschlossene Küste hat eine große Lagune und weiße Sandstrände zu bieten. Am Dolphin Quest ist die Begegnung mit Delphinen möglich. Traditionelle polynesische Handwerkskunst, Gesangs- und Tanzdarbietungen sowie auf Wunsch eine polynesische Hochzeitszeremonie können im Dorf Tiki Théâtre bestaunt werden. Traumstrand auf Moorea.

Die Ringstraße der Insel ist nur 60 Kilometer lang, so dass eine Rundfahrt nicht viel Zeit in Anspruch nimmt. Vom weißen Sandstrand Temaes aus kann man das Gebirgsrelief von Tahiti bewundern. Weitere Sehenswürdigkeiten auf der Strecke sind die Cook Bucht, die schwarze Perlenfarm, die St. Josefs Kirche in Papao sowie das Opunohu-Tal, in dem Obst-, Gemüse- und Vanilleanbau betrieben wird. Hausgemachte, frische Produkte können probiert werden.

Bergtouren, Klettertouren und Canyoning werden auch auf Moorea den Aktiv-Urlaubern angeboten. Diese Art von Urlaub gewährt neben dem sportlichen Aspekt einen Einblick in die landschaftliche Gegebenheit der Insel. Man gelangt an Stellen, die nur zu Fuß zu erreichen sind.

Die Wassersportzentren befinden sich in den Anlagen der größten Hotels. Nahezu alle Arten des Wassersports werden angeboten: Jetski, Wasserski, Parasailing, Aquaskop, Segeln, Tauchen und vieles mehr.

Delphin- und Walbeobachtungen

Delphin- und Walbeobachtungen sind die aufschlussreichsten und beeindruckendsten Öko-Touren, die Polynesien zu bieten hat. In Begleitung eines meeresbiologischen Teams werden dem Besucher diese friedlichen Meeresbewohner vorgestellt. Während Buckelwale besonders von Juli bis Oktober anzutreffen sind, leben die Delphine ständig in den Gewässern Mooreas. Außerdem erhalten die Tour-Teilnehmer Informationen über die vulkanische Entstehung der Ozeaninseln und Korallenatolls, die Bildung der Saumriffe und Barriereriffe sowie über die Plattentektonik.

Bora Bora

Die „Perle der Südsee“ gilt als eine der schönsten Lagunen der Welt. Das Wasser ist glasklar, die Farbenpracht der Unterwasserfauna überwältigend. Die magische Ausstrahlung Bora Boras ist seit langem bekannt. Zahlreiche Maler, Philosophen und Lebenskünstler folgen den Spuren des Weltenumseglers Alain Gerbault oder des Forschungsreisenden Paul-Émile Victor. Palmenidyll.

Die Silhouette der Vulkaninsel besteht aus drei Bergen, deren höchster der 727 Meter hohe Mount Otemanu ist. Gleich neben der einzig anlaufbaren Passage Teavanui befindet sich die kleine Insel Tapu, die schon als Filmkulisse diente und auf der eine Zeit lang Paul-Émile Victor lebte.

Durch Kokoshaine an der windigen Küste entlang gelangt man über die Strasse vom Norden bis an die Südspitze von Matira. Dieser unter Urlaubern beliebte windgeschützte Küstenabschnitt beginnt mit einem Sandstrand und idyllischer Lagune, an der Westküste bis Vaitape befinden sich die meisten Hotels. Für den Wassersport hat Bora Bora viel zu bieten. Kein Wunder, dass in dieser kristallklaren Lagune das Glasbodenboot erfunden wurde. Ausflüge in der traditionellen Piroge oder im Katamaran und die Beobachtung von Mantarochen und die Fütterung der Haie gehören heute zum Pflichtprogramm auf der Insel. Einblick in die Rochenstrasse.

Vermietet werden kleine Boote oder Jetskis sowie Hochseeyachten mit Skipper zur Beobachtung der Schwertfische im Ozean. Taucher aller Klassen finden hier Möglichkeiten, um ihre Neugier und Abenteuerlust zu befriedigen. Zu den bekanntesten Attraktionen der Tauchfans gehört die „Rochenstraße“, an der verschiedene Rochenarten vorkommen, darunter der in großen Schwärmen schwimmende Leopardenrochen. Geländesafaris mit dem Allrad-Geländewagen führen über die ehemaligen Militärpisten ins Landesinnere. Fußwanderungen ins Gebirge Bora Boras sollten nur mit einem Führer getätigt werden. Der Aufstieg dauert je nach Gipfel zwei bis drei Stunden. Ebenfalls auf der Insel im Angebot: Tägliche Ausritte am Tage oder im Mondschein.

Huashine

Die „geheime“ oder „Rebellen-Insel“ besteht aus zwei Teilen: Huashine-Nui im Norden und Huashine Iti im Süden, getrennt durch eine schmale Passage, die der Überlieferung nach von der Barke des Gottes Hiro gegraben wurde. Zerklüftete Buchten, eine bergige Landschaft sowie einige weiße Sandstrände prägen das Bild dieser Insel, die bei Künstlern auf der Suche nach ihren Wurzeln sehr beliebt ist.

Für Kulturinteressierte ein Muss ist ein Besuch der berühmten archäologischen Stätte Maeva im Norden der Insel am Fuße des Mount Mouatapu. Diese Konzentration von aneinandergereihten Steinplatten, Blöcken und stufenförmigen Plattformen, verstreut zwischen dem See Fauna Nui und den Ausläufern der Berge, wird durch altertümliche Fischfallen und ein „Fare poteee“ ergänzt, eine ovale Versammlungskammer.

Im „Korallengarten“ sowie im „gelben Tal“ eröffnet sich Schnorchlern und Tauchern der Blick auf die gelben Korallen von Huashine, die als die Attraktion überhaupt anzusehen sind. Im Außenriff können erfahrene Taucher Haien und Barrakudas „Guten Tag“ sagen. Die regelmäßigen Wellen der Riffspassagen besonders im Süden vor Parea oder im Norden vor Fare sind bei geübten Surfern sehr beliebt. Daher hat sich der Surfer-Nachwuchs Tahitis diesen Platz als Wochenend-Treff ausgesucht.

Maupiti, die Insel der „Penu“ (Mörserkeulen), ist eine der authentischsten Inseln Französisch Polynesiens. Die Kerninsel, überragt von einer Felskette dreier Berge, ist von fünf Motu umgeben. Die Lagune, die es mit der Schönheit von Bora Bora aufnehmen kann, ist nur über eine schmale Passage befahrbar, die bei starkem Seegang als sehr schwierig gilt. Unberührte Strände wechseln sich ab mit zerklüfteten Felsformationen. Bei einer Inselrundfahrt gibt es im Norden Steindenkmäler im Haranai-Tal zu sehen, darunter ein Tiki, dem man eine phallische Form zuschreibt, und Petroglyphen auf Felsen in Schildkrötenform. Bevor der Ort Vai`ea erreicht wird, führt die Straße am nationalen Marae von Vai`ahu vorbei, einer Kultstätte mit großen Korallenblöcken, von denen manche den Göttern der Fischerei geweiht waren.

Da der Flughafen auf dem großen Motu Tuanai liegt, gelangt man nur mit dem Schiff zu den Pensionen der Hauptinsel oder den kleineren Inseln. Das kleine Inselchen Pae`ao soll die reichhaltigste Geschichte dieser Inselgruppe aufweisen. Seine archäologischen Funde aus dem 9. Jahrhundert gehören zu den ältesten Polynesiens. Die natürliche Furt mit ihrem feinen Sand, auch Passage der jungen Haie genannt, kann von hier aus bis zur Landzunge von Tereia durchwatet werden.

Raiatea und Tahaa

Nach polynesischer Überlieferung soll die „heilige Insel“ Raiatea als erste besiedelt gewesen sein. Legenden und Mythologie geben den Sehenswürdigkeiten eine magische und geheimnisvolle Aura. Die weltweit einzigartige Pflanze, die seltsame „Tiare apetahi“ ist auf dem Berg „Temehani“, einer Art Olymp Polynesiens, zu finden.

Die Ostküste im Bezirk Avera war Schauplatz der letzten Schlacht zwischen Frankreich und Tahiti gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Hierher verschlug es auch König Pomare IV. auf seiner Flucht. Die Bucht von Faaroa mit einem kleinen Wassersportzentrum verlängert sich über den befahrbaren Fluss Faaroa, ein beliebtes Ausflugsziel mit dem Boot oder der Piroge.

Das Dorf Opoa ist die Hauptstadt der früheren polynesischen Religion. Bis heute erhalten ist die königliche Versammlungs- und Kultstätte Marae Taputapuatea, die man über die heilige „Avo mo`a“ Passage erreicht.

Raiatea und ihre Schwesterinsel Tahaa liegen in derselben großen Lagune. Einer Legende nach soll Tahaa von Raiatea durch einen vom Geist einer Prinzessin besessenen heiligen Aal abgetrennt worden sein.

 

Tahaa, die auch „Vanilleinsel“ wegen der vielen Vanilleplantagen genannt wird, beeindruckt durch sanfte Bergformen und eine zerklüftete Küstenlandschaft. Zahlreiche Motu mit weißen Sandstränden und einer Lagune in abgestuften Türkisnuancen sind ein beliebtes Urlaubsziel für Touristen und Segler. Versteckt unter Kokospalmen und blütenübersäten Bäumen führt eine fast 70 Kilometer lange Küstenstraße an der Küstenebene entlang. Das Dorf Tiva führt ins Reich der Vanille. Das kräftige Aroma der rund um die Bucht Hurepiti angebauten Vanilleschoten ist eine Gaumenfreude für Genießer in aller Welt. Die Lagune von Raiatea und Tahaa ist ein Eldorado des Wassersports. Zahlreiche Wassersportzentren in den Buchten sind gut zu erreichen und bestehen aus einer großen Flotte von Schiffen aller Klassen, vom Einrumpfboot bis zum Luxuskreuzer „Haumana“ mit neunzehn Kabinen. Die außergewöhnliche Dimension der Lagune sorgt für eine reichhaltige Unterwasserfauna. Tauchanfänger können sich im Japanischen Garten mit seinen Rosenkorallen an die Tiefen des Meeres gewöhnen, während erfahrenen Tauchern die Krakengrotte zwischen den beiden Inseln vorbehalten ist. Windsurfplätze sind ebenfalls vorhanden. Geländesafaris werden auf beiden Inseln angeboten. Wanderungen sowie Ausritte gibt es nur auf Raiatea.


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