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Von Klöstern, Heiligen und gesunder Natur - Serbiens Vorzeige-Nationalpark Fruška Gora

Foto: National Tourism Organisation of Serbia

Von Ungarn im Norden bis Mazedonien im Süden bietet Serbien eine Vielzahl von sehenswerten Klöstern aus verschiedenen Epochen. Besonders der Süden des Landes und der Nationalpark Fruška Gora im Norden Serbiens – keine Autostunde von Belgrad entfernt und vor den Toren Novi Sads gelegen – bieten eine hohe Konzentration an orthodoxen Klosteranlagen. Alleine der Nationalpark Fruška Gora beheimatet 15 heute noch betriebene Klöster, die zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert erbaut worden sind. Ursprünglich standen in dem nur knapp 25 Quadratkilometer großen Nationalpark sogar 35 Anlagen. Die Stifte der Fruška Gora sind bekannt für ihre besondere Architektur, ihre Bibliotheken und ihre historischen Schätze.

Wissenswertes zu den sakralen Baudenkmälern gibt es auch auf der Website www.npfruskagora.co.rs in englischer Sprache nachzulesen.

 

Die Klosteranlagen im Fruška Gora liegen idyllisch in der natürlichen Landschaft des Nationalparks, die von Weinbergen, Gras- und Nutzfeldern sowie Waldgebieten bestimmt wird. Aufgrund einzigartiger und zahlreicher Überreste von fossiler Flora und Fauna wird das Gebiet von Fruška Gora auch „Spiegel der geologischen Vergangenheit“ genannt. Doch nicht nur Geologen und Naturliebhaber finden hier vielfältige Aktivitätsmöglichkeiten. Auch zum Fischen, Wandern, Radfahren und Jagen sind ideale Voraussetzungen gegeben.

Klosteranlagen auch für nicht religiöse Besucher einen Ausflug wert

Über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist der Landstrich aber vor allem aufgrund der hiesigen Klostergemeinschaften, bis ins 12. Jahrhundert zurück gehen. Im Gegensatz zu den Stiften im Süden des Landes, wo die Anlagen bereits ab dem 12. und 13. Jahrhundert erbaut wurden, sind die Sakralbauten im Fruška Gora erst ab dem 15. Jahrhundert erbaut worden. Durch die hohe Dichte an noch immer aktiven Anlagen in diesem Gebiet stellen die Klöster im Fruška Gora zudem ein einzigartiges religiöses und kulturelles Zentrum des serbischen Volkes und dessen Geschichte dar. Die Anlagen sind alle eintrittsfrei zu besichtigen und sind nicht nur für religiös interessierte Besucher einen Ausflug wert.

 

So bietet sich beispielsweise das Kloster Krusedol im Osten vom Fruška Gora an, in dessen Kirche im Innenhof Ikonen und Wandmalereien aus mehreren Jahrhunderten zu sehen sind. Auch sind hier wichtige Personen der serbischen Geschichte begraben. Seinen hohen Stellenwert unter den Klöstern der Fruska Gora bezeugt auch der Reichtum der Schatzkammer. Eine weitere sehenswerte Klosteranlage ist das Kloster Grgeteg, das im 15. Jahrhundert erbaut und im Zweiten Weltkrieg größtenteils zerstört wurde. Das Kloster, das nach mehrjähriger Renovierung erst seit dem Sommer 2002 wieder geöffnet ist, bekam als Geschenk eine Kopie der bekannten Ikone "Dreihändige Mutter". Einen Besuch wert ist auch das Kloster Novo Hopovo aus dem 16. Jahrhundert. Der Klosterkomplex stellt einen der größten Bauwerke dar, welches die serbische und die islamische Bauweise dieser Zeit zusammenfasst. Der Glockenturm der Kirche sowie die Mönchsquartiere wurden im 18. Jahrhundert unter dem Einfluss des Barock neu gebaut.

 

Durch die hohe Konzentration der Klöster im Fruška Gora steht die Region auf der Anwärterliste, in das Programm des Weltkulturerbes der UNESCO zu gelangen.

Klöster in Südserbien sind bereits UNESCO -Weltkulturerbe

Foto: National Tourism Organisation of Serbia

Das haben andere Anlagen bereits geschafft: Denn nicht nur im Fruška Gora Nationalpark gibt es interessante Klosterkomplexe. Auch der Süden des Landes bietet Interessierten eine Vielzahl an sehenswerten Klöstern. Besonders die Klosteranlage von Studenica, etwa 25 Kilometer südlich von Kraljevo gelegen, sollten Interessierte nicht verpassen. Die Ende des 12. Jahrhunderts erbaute Anlage gehört bereits als einzige Klosteranlage Serbiens seit 1988 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Im frühen Mittelalter galt der Sakralkomplex Studenica als der größte und aufgrund seiner Lage in einem waldreichen Gebirgskessel bedeutenste des damaligen Serbischen Königreichs. Die Muttergotteskirche des Klosters ist an Portalen, Fenstern und Konsolen stark dekoriert und erinnert an die westeuropäische Romanik, die in dieser Üppigkeit an serbischen Kirchen eher selten zu finden ist.

 

Die Nationale Tourismus Organisation Serbiens hat passend zum Thema eine englischsprachige Faltkarte mit dem Titel "Monasteries of Serbia" herausgebracht. Interessierte finden darin eine detaillierte Karte des Landes, auf der die bedeutensten Klöster Serbiens eingezeichnet sind. Zusätzlich sind auf der Rückseite Beschreibungen dieser architektonisch wie historisch interessantesten Klöster sowie Informationen zum Aufbau und zu Funktion eines Klosters abgedruckt.

 

Die kostenfreie Broschüre kann bei der Nationalen Tourismus Organisation Serbiens unter der Rufnummer 00381/11/3238540 oder per E-Mail unter ntos(at)yubc.net bezogen werden.


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